Von 1096 bis zum Ende des Mittelalters (und darüber hinaus) führt die abendländische Christenheit Kriege, welche der Verteidigung und Ausweitung ihres Glaubens dienen sollen und dementsprechend als religiös verdienstvoll betrachtet werden. Geht es zunächst um die Rückeroberung des Heiligen Landes, kämpft man später gegen Preußen und Litauer, gegen Ketzer in Frankreich oder Muslime in Spanien. Die Vorlesung wird betrachten, wie die Idee legitimer Gewaltanwendung für den Glauben entsteht, wie sie umgesetzt wird und wie sich im Lauf der Jahrhunderte Idee und Durchführung verändern. Helmrath, Prof. Dr. Johannes