Dr. Malte Zierenberg
Wissenschaftlicher Mitarbeiter 
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Vita
Publikationen
Monographien
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Black Market Berlin. Profiteers, Illegal Networks, and Urban Space in the German Capital, 1939-1950 (Palgrave Mcmillan) erscheint: Basingstoke/New York 2013.
- Stadt der Schieber. Der Berliner Schwarzmarkt 1939-1950, Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht, Reihe: Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft) 2008.
- Damals nach dem Krieg. Eine Geschichte Deutschlands 1945 bis 1949, München (DVA) 2008. (mit Sven Reichardt)
- Damals nach dem Krieg. Eine Geschichte Deutschlands 1945 bis 1949 (Taschenbuchausgabe), München 2010.
Sammelbände
- Fotografien im 20. Jahrhundert. Verbreitung und Vermittlung. Hg. mit Annelie Ramsbrock u. Annette Vowinckel, Göttingen (Wallstein) 2013.
- Vermessungen der Mediengesellschaft im 20. Jahrhundert. (Bd. 21/4 Comparativ. Zeitschrift für Globalgeschichte und vergleichende Gesellschaftsforschung), hg. mit Christiane Reinecke, Leipzig (Universitätsverlag) 2011.
- Schiebern auf der Spur. Eine Berliner Gerichtsakte von 1941, Berlin (Vergangenheitsverlag) 2011. (Ergebnisse eines Forschungs- und Editionsprojekts mit Studierenden am IfG)
Aufsätze - in Vorbereitung/im Druck
- Artikel: Stadtgeschichte / Urban History (erscheint in: Docupedia-Zeitgeschichte. Begriffe, Methoden und Debatten der zeithistorischen Forschung)
- Verrat und Volksgemeinschaft. Der Fall Ernst Röhm, in: André Krischer (Hg.), Verräter. Archäologie eines Deutungsmusters, Wien, Köln, Weimar (voraussichtlich 2013).
- Vor und nach der Aufnahme. Erich Salomons Bilder als Ware, in: Andreas Biefang, Marij Leenders (Hg.), Erich Salomon als Parlamentsfotograf in Berlin und Den Haag. Parlamentarische Bilderwelten im deutsch-niederländischen Vergleich (erscheint 2012).
- Die Ordnung der Agenturen. Zur Verfertigung massenmedialer Sichtbarkeit im Pressewesen, 1900-1940, in: A. Ramsbrock, A. Vowinckel u. M. Zierenberg (Hg.), Fotografien im 20. Jahrhundert. Aufnahmen und Agenten, Göttingen (Wallstein) 2013.
- Fotografien im 20. Jahrhundert. Einleitung, in: ebd.
- Die Produktion des Sichtbaren im Verborgenen. Diskursordnungen der Pressefotografie, ca. 1900-1930, in: Franz X. Eder (Hg.), Bilder in historischen Diskursen, (voraussichtlich Wiesbaden 2013).
Aufsätze - erschienen
- Zuschauerdaten und Demokratie. Das Wissen der empirischen Zuschauerforschung und mediale Selbstbeschreibungen in der Bundesrepublik der siebziger Jahre, in: Christiane Reinecke u. Malte Zierenberg (Hg.), Vermessungen der Mediengesellschaft im 20. Jahrhundert. (Bd. 21/4 Comparativ. Zeitschrift für Globalgeschichte und vergleichende Gesellschaftsforschung), Leipzig 2011, S. 45-61
- Vermessungen der Mediengesellschaft im 20. Jahrhundert. Eine Einleitung (mit Christiane Reinecke), in: ebd., S. 7-12.
- Probleme und Chancen eines Quellen- und Forschungsprojekts, in: Malte Zierenberg (Hg.), Schiebern auf der Spur. Eine Berliner Gerichtsakte von 1941, Berlin 2011, S. 161-164.
- Die "Macht der Bilder". Infrastrukturen des Visuellen im 20. Jahrhundert, in: ZeitRäume. Potsdamer Almanach des Zentrums für Zeithistorische Forschung 2009. Hg. v. Martin Sabrow, Göttingen 2010, S. 219-227.
- Kein Tauschobjekt. Die Luftbrücke im Kontext einer zeitgenössischen Semantik zwischen Politik und Schwarzmarkt, in: Helmut Trotnow / Bernd v. Kostka (Hg.), Die Berliner Luftbrücke. Erinnerung und Ereignis, Berlin 2010, S. 111-118.
- Kriminelle Alltage. »Schieber« vor dem Sondergericht Köln im Zweiten Weltkrieg. In: Haferkamp u.a. (Hg.), Justiz im Nationalsozialismus, Hamburg 2006, S. 105-125.
- The Trading City. Blackmarkets in Berlin During World War II. In: Marcus Funck / Roger Chickering (Hg.), Endangered Cities. European Cities in the Era of the World Wars, Leiden e.a. (Brill Publishers) 2004, S. 145-158.
- Tauschen und Vertrauen. Zur Kulturgeschichte des Schwarzhandels im Berlin der 1940er Jahre. In: Hartmut Berghoff / Jakob Vogel, Wirtschaftsgeschichte als Kulturgeschichte, Frankfurt/M. (Campus) 2004, S. 169-194.
- Berlin tauscht. Schwarzmärkte in Berlin 1939-1950. In: Informationen zur modernen Stadtgeschichte 2, 2004, S. 45-53.
- Zwischen Herrschaftsfragen und Verbraucherinteressen. »Kriegswirtschaftsverbrechen« vor dem Sondergericht Köln im Zweiten Weltkrieg, in: Geschichte in Köln 50, 2003, S. 175-195.
- (beratend) Das Regime der Schieber. In: DER SPIEGEL special, Nr. 1 / 2003, S. 104-105.
Agenten des Sichtbaren. Bildagenturen und transatlantische Ordnungen des Visuellen im späten 19. und 20. Jahrhundert
Seit der zweiten Medienrevolution im 19. Jahrhundert verwandelte sich die visuelle Welt. Die massenhafte Reproduktion der Fotografie schuf neue Wahrnehmungsformen und -bedingungen. Zugleich etablierten sich bis dahin unbekannte, moderne Formen der Bildbewirtschaftung. Welche Rolle spielten Bildagenturen und Stock-Photography-Anbieter aus Westeuropa und den USA als Protagonisten dieser Entwicklung bei der Bebilderung der Welt im 20. Jahrhundert? Danach fragt das Habilitations-Projekt „Agenten des Sichtbaren“. Es rückt ökonomische, politische und kulturelle Logiken des Umgangs mit fotografischen Produkten in Westeuropa und den USA in den Mittelpunkt und es erschließt Neuland, indem es, erstens, strukturelle und institutionelle Aspekte einer Visual History der neuesten Geschichte thematisiert und sich mit den Bildagenturen einer der wichtigsten Medien-Institutionen des 20. Jahrhunderts zuwendet. Dabei rücken, zweitens, Aspekte einer transatlantischen Geschichte in den Fokus, nach denen sowohl auf der Ebene institutioneller wie auch bildsemantischer Verflechtung gefragt wird. In den Blick gerät dabei die Genese einer transatlantischen bildinformierten Öffentlichkeit. Innovativ ist das Projekt zudem, drittens, auf einer methodisch-theoretischen Ebene: Es verbindet die Analyse der „commodity chains“ der Bilder mit der Analyse ausgewählter Bild-Topoi der westlichen Welt. Was die moderne Bildpraxis der Agenturen unter anderem auszeichnete, war eine Form mitlaufender visueller Geschichtsschreibung, die ihre Umsetzung sowohl in der Präsentation als auch in der Archivierung der Bilder fand. Am Beispiel der Organisation visuellen Materials über „historische Ereignisse“ untersucht das Projekt diesen Prozess als spezifischen Medialisierungseffekt des 20. Jahrhunderts und fragt zugleich nach den politischen Kontexten, nach politisch-juristischen Rahmungsversuchen der modernen Bildbewirtschaftung.