Direkt zum Inhalt Direkt zur Suche Direkt zur Navigation Bereiche & Lehrstühle | Lehre & Studium | Forschung & Projekte

Humboldt-Universität zu Berlin - Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts

Dr. Malte Zierenberg

Wissenschaftlicher Mitarbeiter 

 

 

E-Mail: malte.zierenberg (at) geschichte.hu-berlin.de

Büro: Friedrichstraße 191-193a, Raum 5014b

Tel.: + 49 (0)30 2093 70587; Fax: +49 (0)30 2093 70644 (Sekretariat)

Sprechstunde: nach Vereinbarung

 

 

 

Vita  |  Publikationen  |  Forschung  |  Lehre

 

 

 

Vita


 
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts (seit April 2008)
 
 
Malte Zierenberg nimmt 2013 ein Forschungsstipendium der Gerda Henkel Stiftung wahr. Sie können ihn jederzeit per Mail erreichen.
 
 
2012 Mai-Dez 
Elternzeit
 
2011
Stipendiat der DGIA (Feldman-Stipendium), London/New York
 
Frühjahr 2010
DAAD Visiting Professor, Università di Bologna, Seminar of Comparative History and Politics
 
2008
Post-Doc-Stipendiat im Graduiertenkolleg „Archiv – Macht – Wissen“ an der Universität Bielefeld 
 
2007
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projektbereich „Die Kulturen des Politischen“ am Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam (ZZF)  
 
2006    
Koordinator des Doktorandenkollegs Potsdam-Berlin am ZZF
 
Gastwissenschaftler am ZZF
Einreichung der Dissertation Stadt der Schieber. Der Berliner Schwarzmarkt 1939-1950 an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln
 
2005
Stipendiat des DHI London
 
2004/05
Stipendiat der Schmölders Stiftung
 
2001-04
Wiss. Mitarbeiter am Historischen Seminar der Universität zu Köln (Forschungsprojekt, Thyssen-Stiftung)
 
1999-01
Magister Artium an der Universität zu Köln
Hilfskraft am Lehrstuhl für Neuere Geschichte, Prof. Ullmann, Köln
 
1998/99
Tutor für Studenten der Tufts-University (Boston, USA) in Tübingen 
 
1999-01
Studium Neuere und Mittlere Geschichte, Germanistik und Philosophie an der Universität zu Köln
 
1996-98/99
Studium Germanistik, Geschichte und Philosophie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen

 

 

Publikationen



Monographien

  • Black Market Berlin. Profiteers, Illegal Networks, and Urban Space in the German Capital, 1939-1950 (Palgrave Mcmillan) erscheint: Basingstoke/New York 2013.

  • Stadt der Schieber. Der Berliner Schwarzmarkt 1939-1950, Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht, Reihe: Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft) 2008.
  • Damals nach dem Krieg. Eine Geschichte Deutschlands 1945 bis 1949, München (DVA) 2008. (mit Sven Reichardt)
  • Damals nach dem Krieg. Eine Geschichte Deutschlands 1945 bis 1949 (Taschenbuchausgabe), München 2010.

Sammelbände

  • Fotografien im 20. Jahrhundert. Verbreitung und Vermittlung. Hg. mit Annelie Ramsbrock u. Annette Vowinckel, Göttingen (Wallstein) 2013.
  • Vermessungen der Mediengesellschaft im 20. Jahrhundert. (Bd. 21/4 Comparativ. Zeitschrift für Globalgeschichte und vergleichende Gesellschaftsforschung), hg. mit Christiane Reinecke, Leipzig (Universitätsverlag) 2011.
  • Schiebern auf der Spur. Eine Berliner Gerichtsakte von 1941, Berlin (Vergangenheitsverlag) 2011. (Ergebnisse eines Forschungs- und Editionsprojekts mit Studierenden am IfG)

 

Aufsätze - in Vorbereitung/im Druck

  • Artikel: Stadtgeschichte / Urban History (erscheint in: Docupedia-Zeitgeschichte. Begriffe, Methoden und Debatten der zeithistorischen Forschung)
  • Verrat und Volksgemeinschaft. Der Fall Ernst Röhm, in: André Krischer (Hg.), Verräter. Archäologie eines Deutungsmusters, Wien, Köln, Weimar (voraussichtlich 2013).
  • Vor und nach der Aufnahme. Erich Salomons Bilder als Ware, in: Andreas Biefang, Marij Leenders (Hg.), Erich Salomon als Parlamentsfotograf in Berlin und Den Haag. Parlamentarische Bilderwelten im deutsch-niederländischen Vergleich (erscheint 2012).
  • Die Ordnung der Agenturen. Zur Verfertigung massenmedialer Sichtbarkeit im Pressewesen, 1900-1940, in: A. Ramsbrock, A. Vowinckel u. M. Zierenberg (Hg.), Fotografien im 20. Jahrhundert. Aufnahmen und Agenten, Göttingen (Wallstein) 2013.
  • Fotografien im 20. Jahrhundert. Einleitung, in: ebd.
  • Die Produktion des Sichtbaren im Verborgenen. Diskursordnungen der Pressefotografie, ca. 1900-1930, in: Franz X. Eder (Hg.), Bilder in historischen Diskursen, (voraussichtlich Wiesbaden 2013).

 

Aufsätze - erschienen 

  • Zuschauerdaten und Demokratie. Das Wissen der empirischen Zuschauerforschung und mediale Selbstbeschreibungen in der Bundesrepublik der siebziger Jahre, in: Christiane Reinecke u. Malte Zierenberg (Hg.), Vermessungen der Mediengesellschaft im 20. Jahrhundert. (Bd. 21/4 Comparativ. Zeitschrift für Globalgeschichte und vergleichende Gesellschaftsforschung), Leipzig 2011, S. 45-61
  • Vermessungen der Mediengesellschaft im 20. Jahrhundert. Eine Einleitung (mit Christiane Reinecke), in: ebd., S. 7-12.
  • Probleme und Chancen eines Quellen- und Forschungsprojekts, in: Malte Zierenberg (Hg.), Schiebern auf der Spur. Eine Berliner Gerichtsakte von 1941, Berlin 2011, S. 161-164.
  • Die "Macht der Bilder". Infrastrukturen des Visuellen im 20. Jahrhundert, in: ZeitRäume. Potsdamer Almanach des Zentrums für Zeithistorische Forschung 2009. Hg. v. Martin Sabrow, Göttingen 2010, S. 219-227.
  • Kein Tauschobjekt. Die Luftbrücke im Kontext einer zeitgenössischen Semantik zwischen Politik und Schwarzmarkt, in: Helmut Trotnow / Bernd v. Kostka (Hg.), Die Berliner Luftbrücke. Erinnerung und Ereignis, Berlin 2010, S. 111-118.
  • Kriminelle Alltage. »Schieber« vor dem Sondergericht Köln im Zweiten Weltkrieg. In: Haferkamp u.a. (Hg.), Justiz im Nationalsozialismus, Hamburg 2006, S. 105-125.
  • The Trading City. Blackmarkets in Berlin During World War II. In: Marcus Funck / Roger Chickering (Hg.), Endangered Cities. European Cities in the Era of the World Wars, Leiden e.a. (Brill Publishers) 2004, S. 145-158.
  • Tauschen und Vertrauen. Zur Kulturgeschichte des Schwarzhandels im Berlin der 1940er Jahre. In: Hartmut Berghoff / Jakob Vogel, Wirtschaftsgeschichte als Kulturgeschichte, Frankfurt/M. (Campus) 2004, S. 169-194.
  • Berlin tauscht. Schwarzmärkte in Berlin 1939-1950. In: Informationen zur modernen Stadtgeschichte 2, 2004, S. 45-53.
  • Zwischen Herrschaftsfragen und Verbraucherinteressen. »Kriegswirtschaftsverbrechen« vor dem Sondergericht Köln im Zweiten Weltkrieg, in: Geschichte in Köln 50, 2003, S. 175-195.
  • (beratend) Das Regime der Schieber. In: DER SPIEGEL special, Nr. 1 / 2003, S. 104-105.

 

 

Forschungsprojekt


Agenten des Sichtbaren. Bildagenturen und transatlantische Ordnungen des Visuellen im späten 19. und 20. Jahrhundert

 

Seit der zweiten Medienrevolution im 19. Jahrhundert verwandelte sich die visuelle Welt. Die massenhafte Reproduktion der Fotografie schuf neue Wahrnehmungsformen und -bedingungen. Zugleich etablierten sich bis dahin unbekannte, moderne Formen der Bildbewirtschaftung. Welche Rolle spielten Bildagenturen und Stock-Photography-Anbieter aus Westeuropa und den USA als Protagonisten dieser Entwicklung bei der Bebilderung der Welt im 20. Jahrhundert? Danach fragt das Habilitations-Projekt „Agenten des Sichtbaren“. Es rückt ökonomische, politische und kulturelle Logiken des Umgangs mit fotografischen Produkten in Westeuropa und den USA in den Mittelpunkt und es erschließt Neuland, indem es, erstens, strukturelle und institutionelle Aspekte einer Visual History der neuesten Geschichte thematisiert und sich mit den Bildagenturen einer der wichtigsten Medien-Institutionen des 20. Jahrhunderts zuwendet. Dabei rücken, zweitens, Aspekte einer transatlantischen Geschichte in den Fokus, nach denen sowohl auf der Ebene institutioneller wie auch bildsemantischer Verflechtung gefragt wird. In den Blick gerät dabei die Genese einer transatlantischen bildinformierten Öffentlichkeit. Innovativ ist das Projekt zudem, drittens, auf einer methodisch-theoretischen Ebene: Es verbindet die Analyse der „commodity chains“ der Bilder mit der Analyse ausgewählter Bild-Topoi der westlichen Welt. Was die moderne Bildpraxis der Agenturen unter anderem auszeichnete, war eine Form mitlaufender visueller Geschichtsschreibung, die ihre Umsetzung sowohl in der Präsentation als auch in der Archivierung der Bilder fand. Am Beispiel der Organisation visuellen Materials über „historische Ereignisse“ untersucht das Projekt diesen Prozess als spezifischen Medialisierungseffekt des 20. Jahrhunderts und fragt zugleich nach den politischen Kontexten, nach politisch-juristischen Rahmungsversuchen der modernen Bildbewirtschaftung.