Humboldt-Universität zu Berlin - Geschichte Aserbaidschans

Sommersemester 2016

 

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Sommersemester 2016

Prof. E.-M. Auch

 

Umbrüche an der Peripherie?
Perestrojka und 25 Jahre postsowjetische Entwicklungen in Kaukasien und Zentralasien.

 

LV-Nummer 51 405

Dozent/in

Prof. Dr. Eva-Maria Auch

LV-TYP

Vorlesung

Kommentar

Der Zerfall des sowjetischen Imperiums wird oftmals vor allem aus der Perspektive Moskaus beschrieben. Während in Bezug auf das Baltikum dominant von „Befreiungsbewegungen“ die Rede ist, werden in Bezug auf Kaukasien analoge Prozesse oftmals unter „Konflikten“ behandelt. Die Vorlesung wirft mit einem Bezug auf die zentralen Entwicklungen einen lokalhistorischen Blick auf Kämpfe um Reformen, aber auch Räumen für politische, soziale und kulturelle Verteilungskämpfe, fragt nach ihren Ursachen und Akteuren in der Spätphase der Sowjetunion und bei der anschließenden Formierung südkaukasischer Nationalstaaten. Zugleich wird der Versuch unternommen, die Zeit der Unabhängigkeit zwischen 1991 und 2016 vergleichend darzustellen.

Literatur

Gumppenberg/Steinbach: Der Kaukasus. Geschichte – Kultur – Politik, München 2010.

Malek, Martin/ Anna Schor-Tschudnowskaja: Der Zerfall der Sowjetunion. Ursachen – Begleiterscheinungen – Hintergründe, München 2013.

Eine ausführliche Literaturliste wird bei der ersten Sitzung besprochen.

Zeit/ Ort

Mittwochs, 14 bis 16 Uhr; Friedrichstraße 191 (FRS191) - Raum 5009

 

Erinnerungskulturen in Kaukasien

LV-Nummer  51 481

Dozent/in

Prof. Dr. Eva-Maria Auch

LV-TYP

Masterseminar

Kommentar

Seit 1985 erhielt Geschichte in allen Sowjetrepubliken durch die Aufdeckung sogenannter „weißer Flecken“ eine neue Dimension. Während der Staat allmählich sein Deutungsmonopol über Vergangenes verlor, wurde insbesondere in Kaukasien ‚Geschichte’ in den Konflikten instrumentalisiert. Seit der zweiten staatlichen Unabhängigkeit stehen historisierende Identitätskonstruktionen und staatliche  Geschichtspolitik in engem Zusammenhang mit Transformationsprozessen der politischen Kultur. Der Fokus des Seminars wird auf den Zusammenhang von Konflikten und Geschichtsinstrumentalisierung, historischer Sinnstiftung und nationalistischer Perzeption gerichtet. Ausgewählte Aspekte von Geschichtspolitik und Erinnerungskultur werden in (länder)vergleichender Perspektive analysiert. Zugleich werden die Rolle von Stereotypen in gesellschaftlichen Diskursen, die Korrelation von Stereotypenbildung und Nationsbildungsprozessen, politische Instrumentalisierung von Stereotypen und die Rolle von Stereotypen im Kulturtransfer hinterfragt.

Literatur

ASSMANN, ALEIDA: Erinnerungsräume: Formen und Wandlungen des kulturellen Gedächtnisses, 3.Aufl., München 2006.

ASTOURIAN, STEPHAN H.: In Search of their Forefathers: National Identity and the Historiography and Politics of Armenian and Azerbaijani Ethnogeneses, in: Donald V. Schwartz and Razmik Panossian (Hg.): Nationalism and History. The Politics of Nation-Building in Post-Soviet Armenia, Azerbaijan and Georgia. Toronto 1994, S.41-94.

BARTETZKY, ARNOLD / MARINA DMITRIEVA / STEFAN TROEBST (HG.): Neue Staaten – neue Bilder? Visuelle Kultur im Dienst staatlicher Selbstdarstellung in Zentral- und Osteuropa seit 1918, Köln / Weimar 2004.

KARL, LARS/ IGOR J. POLANSKIJ: Geschichtspolitik und Erinnerungskultur im neuen Russland, Göttingen 2009.

Schulbücher im postsowjetischen Kaukasus und in Zentralasien, Internationale Schulbuchforschung, Jg. 30, H. 4 (2008).

Eine ausführliche Literaturliste wird bei der ersten Sitzung besprochen.

Zeit/ Ort

Donnerstags, 14-16 Uhr, Friedrichstraße 191 (FRS191) - Raum 5008

 

Multikulturalismus Aserbaidschans im internationalen Vergleich

LV-Nummer 51 422

Dozent/in

Prof. Dr. Eva-Maria Auch

LV-TYP

Seminar

Kommentar

Vor dem Hintergrund zunehmender Krisen, Kriege und Flüchtlingsströme zeigt sich immer mehr, dass hergebrachte und vorwiegend westliche Modelle eines Ausgleichs kultureller Divergenzen - und hier vor allem das Problem von Integration - Assimilation und Multikulturalität - nicht mehr ausreichen, um den wachsenden Herausforderungen gerecht werden zu können. Per Definition gelten in Westeuropa als multikulturelle Gesellschaften Nationalstaaten mit einem aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen bestehenden Staatsvolk, dessen Identität durch eine einheitliche Sprache sowie durch homogene Kulturen und Traditionen gekennzeichnet ist. Dort, wo jedoch eine solche – ethnische, sprachliche, religiöse und wertliche „Homogenisierung“ im Rahmen von modernen Nationalstaaten nicht - nur teilweise oder in deformierter Form durchgesetzt wurde, stellt sich die Situation im Kontext von exogener Migration und endogenen Faktoren anders dar und gerade diese „anderen“ historischen Erfahrungen können nicht nur von wissenschaftlichem, sondern auch politischem Interesse sein. Am Kreuzweg zwischen Ost und West, Nord und Süd, als Vertreter islamischer und europäischer Zivilisation, sieht sich Aserbaidschan prädestiniert, Brücken zwischen divergierenden Welten zu schlagen. Entsprechend befasst sich die LV mit der historisch gewachsenen Vielfalt Aserbaidschans, die sich als Prinzip der Multikulturalität in Verfassung, Rechtsetzung, Religions- und Kulturpolitik manifestiert und als Teil der Staatsideologie propagiert und international als Erfahrungswert zur Diskussion gestellt wird. Uns interessiert, was auf welche Weise im heutigen Aserbaidschan geschichtspolitisch erinnert und Eingang in die Rechtsetzung des Staates gefunden hat und setzt das Eigenverständnis in internationale Kontexte. Dazu sollen Verhältnisse in Baku und Berlin vorgestellt und erlebbar werden. Zu diesem Zweck findet das Seminar in Verbindung mit dem Forschungskolloquium statt!

Literatur

Eine ausführliche Literaturliste wird bei der ersten Sitzung besprochen.

Zeit/ Ort

Donnerstags, 10-12 Uhr, Friedrichstraße 191 (FRS191) - Raum 5009

 

Kaukasier in Berlin/ Brandenburg

LV-Nummer 51 503

Dozent/in

Prof. Dr. Eva-Maria Auch

LV-TYP

Forschungsseminar

Kommentar

Wie finde ich ein wissenschaftlich relevantes Thema? Welche Untersuchungsmethoden wende ich an, wie und wo erschließe ich mir Quellen? Wie verfasse ich einen wissenschaftlichen Text bis zur Publikationsreife? – Diese und weitere Fragen, die allgemein vor jedem stehen, der wissenschaftlich arbeitet, wird im Seminar nachgegangen. Im Mittelpunkt steht dabei das Thema „Kaukasier in Berlin/Brandenburg“, wobei es vor allem um muslimische Spurensuche gehen wird. Ob im Archiv des Auswärtigen Amtes, in Vereinsregistern, in literarischen Nachlässen oder auf Friedhöfen. Wir lernen gemeinsam Orte des Forschens und Lebenswelten von Kaukasiern im historischen und heutigen Berlin kennen. Dabei interessieren u.a. Fragen von kulturellem Austausch und Abgrenzungen, Migration und Isolation, Flucht und Vertreibung. Ziel ist die Erarbeitung eines  kleinen Führers durch Berlin und Umgebung, der spezifische Seiten kaukasisch-deutscher Beziehungen aufzeigt.   

Literatur

Eine ausführliche Literaturliste wird bei der ersten Sitzung besprochen.

Zeit/ Ort

Freitags, Blockseminar

(29.04., 10 Uhr - 14 Uhr; Friedrichstraße 191 (FRS191) - Raum 5008

13.05., 10 Uhr - 14 Uhr; Friedrichstraße 191 (FRS191) - Raum 5008

27.05., 10 Uhr - 14 Uhr; Friedrichstraße 191 (FRS191) - Raum 5008

17.06., 10 Uhr - 14 Uhr; Friedrichstraße 191 (FRS191) - Raum 5009

01.07., 10 Uhr - 14 Uhr; Friedrichstraße 191 (FRS191) - Raum 5028

15.07., 10 Uhr - 14 Uhr; Friedrichstraße 191 (FRS191) - Raum 5061)

 

Forschungskolloquium zur Geschichte Kaukasiens und Zentralasiens 

LV-Nummer 51 515

Dozent/in

Prof. Dr. Eva-Maria Auch

LV-TYP

Forschungskolloquium

Kommentar

Im Kolloquium werden aktuelle wissenschaftliche Forschungsprojekte aus dem Bereich der Geschichte Kaukasiens und Zentralasiens in Vorträgen und Arbeitspapieren vorgestellt.
Alle Interessierten sind herzlich willkommen! Eine Voranmeldung ist nicht nötig. Weitere Informationen unter: www.geschichte.hu-berlin.de/bereiche-und-lehrstuehle/aserbaidschan

Zeit/ Ort

Donnerstags, 18-21 Uhr, Friedrichstraße 191 (FRS191) – Raum 5009

Zum Kolloquiumsplan.

 

Dr. Rasim Mirzayev

 

Sprachkurse Aserbaidschanisch SoSe 2016

 

LV-Nummer 51 610

Dozent/in

Dr. Rasim Mirzayev

LV-TYP

Grundkurs

Kommentar

Der Grundkurs II (4 SWS) wird angeboten für AnfängerInnen sowie Studierende mit sehr geringen bzw. stark verschütteten Vorkenntnissen. Er baut auf dem Wissen um kulturelle Besonderheiten der Sprachverwendung und Grundkenntnissen von Struktur und Aufbau der Sprache auf. Es werden grundlegende Sprachkenntnisse in Wort und Schrift (Grundwortschatz zu Alltagsthemen und zum Hochschulbereich, Grundregeln der aserbaidschanischen Grammatik und Phonetik, Satzbau, Fragewörter etc.) trainiert. Lese-, Schreib- und Übersetzungsübungen mit historischem Bezug dienen der Festigung grundlegender Fertigkeiten in diesen drei Bereichen. Die zwei wichtigsten angestrebten Ziele des Kurses sind: Die sprachliche Bewältigung alltäglicher Gesprächssituationen, etwa im beruflichen Leben und das Verständnis einfacher aserbaidschanischer Texte im fachlichen Kontext bzw. solche selbst verfassen zu können.

Abschluss: Sprachzertifikat - Leistungsschein mit Note und ECTS-Punkten bei regelmäßiger Teilnahme und bestandener Klausur (max. 6 Punkte).

Für den Abschluss im Rahmen des Masterstudiengangs Zentralasienstudien (S1) ist der Nachweis von insg. 6 SWS (i. d. R. 75 Std. Präsenzzeit) erforderlich, die Modulabschlussprüfung erfolgt mit Klausur (90-120 min) 2 SP und mündlicher Prüfung (20-30 min) 2 SP (insg. 10 SP).

Literatur

Mammadova, Rena: Aserbaidschanisch Wort für Wort Reise Know-How Verlag, 2007.

Landmann, Angelika: Aserbaidschanisch. Kurzgrammatik, Wiesbaden, 2013.

Rahmati, Nemat/ Bugday, Korkut: Aserbaidschanisch. Unter Berücksichtigung des Nord- und Südaserbaidschanischen, Wiesbaden, 1998.

Rahmati, Nemat: Aserbaidschanisch-deutsches Wörterbuch, Engelschoff 1999.

Weitere Materialien werden vom Kursleiter verteilt.

Zeit/ Ort

Montags, 14-18 Uhr,
Mohrenstr. 40, 10117 Berlin; Raum 114

 

LV-Nummer 51 611

Dozent/in

Dr. Rasim Mirzayev

LV-TYP

Aufbaukurs

Kommentar

Der Aufbaukurs (4 SWS) vermittelt Sprachkenntnisse vergleichbar dem Niveau der Stufe B1 des Europäischen Referenzrahmens (kommunikative Sicherheit in Standardsituationen, Basisfertigkeiten in freier Kommunikation, gutes Leseverständnis, Grundfertigkeiten im schriftlichen Ausdruck) sowie weiterführende Kompetenzen aufdem Gebiet der Kommunikationskultur und Einführung in die Fachsprache.

Anhand der Lektüre, Schreib- und Übersetzungsübungen von Alltagstexten und einfachen bis mittelschweren Fachtexten zur Geschichte Kaukasiens/Aserbaidschans werden Wortschatz sowie Grammatikkenntnisse vertieft, freie Kommunikation sowie Grundfertigkeiten im Verstehen und Produzieren mündlicher und schriftlicher Texte der Alltags- und einfachen Fachsprache geübt.

Abschluss: Sprachzertifikat - Leistungsschein mit Note und ECTS-Punkten bei regelmäßiger Teilnahme (4 SP) und bestandener Klausur (2 SP) max. 6 Punkte;

Für den Abschluss im Rahmen des Masterstudiengangs Central Asia Studies (S2) ist der Nachweis von insg. 6 SWS (i. d. R. 75 Std. Präsenzzeit) erforderlich, die Modulabschlussprüfung erfolgt mit Klausur (90-120 min) 2 SP und mündlicher Prüfung (20-30 min) 2 SP (insgesamt 10 SP).

Literatur

Landmann, Angelika: Aserbaidschanisch. Kurzgrammatik, Wiesbaden, 2013.

Rahmati, Nemat/ Korkut Bugday: Aserbaidschanisch. Unter Berücksichtigung des Nord- und Südaserbaidschanischen, Wiesbaden, 1998.

Rahmati, Nemat: Aserbaidschanisch-deutsches Wörterbuch, Engelschoff 1999.

Weitere Materialien werden vom Kursleiter verteilt.

Zeit/ Ort

Dienstags, 14-18 Uhr,
Dorotheenstr. 24, 10117 Berlin; Raum 1.405

 

LV-Nummer 51 612

Dozent/in

Dr. Rasim Mirzayev

LV-TYP

Vertiefungskurs

Kommentar

Der Vertiefungskurs vermittelt Sprachkenntnisse vergleichbar dem Niveau der Stufe B2 des Europäischen

Referenzrahmens (kommunikative Sicherheit in Standardsituationen, gute Fertigkeiten in freier Kommunikation,

sehr gutes Leseverständnis, vertiefte Fertigkeiten im schriftlichen Ausdruck) sowie weiterführende vertiefte

Kompetenzen auf dem Gebiet der Kommunikationskultur, passive und aktive Kompetenz in Fachsprache,

Sicherheit im Umgang mit Quellentexten zu ausgewählten wissenschaftlichen Themen.

In Fortführung des Aufbaukurses werden Kommunikation, Übersetzung und Produktion freier Texte vertieft geübt.

In Abstimmung mit den Sachthemen des Profilbereichs werden vor allem Quellentexte herangezogen.

Ziel ist die Fähigkeit des verstehenden Hörens und schriftlichen Übersetzens von einfachen bis mittelschweren historischen Quellen zur Geschichte Aserbaidschans.

Abschluss: Sprachzertifikat - Leistungsschein mit Note und ECTS-Punkten bei regelmäßiger Teilnahme (4 SP) und bestandener Klausur (2 SP) max. 6 Punkte;

Für den Abschluss im Rahmen des Masterstudiengangs Central Asia Studies (S2) ist der Nachweis von insg. 6 SWS (i. d. R. 75 Std. Präsenzzeit) erforderlich, die Modulabschlussprüfung erfolgt mit Klausur (90-120 min) 2 SP und mündlicher Prüfung (20-30 min) 2 SP (insgesamt 10 SP).

Literatur

Landmann, Angelika: Aserbaidschanisch. Kurzgrammatik, Wiesbaden, 2013.

Rahmati, Nemat/ Bugday, Korkut: Aserbaidschanisch. Unter Berücksichtigung des Nord- und Südaserbaidschanischen, Wiesbaden, 1998.

Rahmati, Nemat: Aserbaidschanisch-deutsches Wörterbuch, Engelschoff 1999.

Weitere Materialien werden vom Kursleiter verteilt.

Zeit/ Ort

Mittwochs, 14-18 Uhr, Friedrichstr. 191-193a, 10117 Berlin, Raum 5061

 

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