Humboldt-Universität zu Berlin - Geschichte Aserbaidschans

Sommersemester 2015

Prof. Dr. Eva-Maria Auch

 

Kultur national - Natur grenzenlos? Zur Geschichte des Natur-, Kultur- und Umweltschutzes in Kaukasien

LV-Nummer

51402

Dozent/in

Prof. Dr. Eva-Maria Auch

LV-TYP

Vorlesung

Kommentar

Gletscher, Wälder, Wüsten, Steppen: Mit über 100 verschiedenen Landschaftstypen ist der Kaukasus die Region der größten Biodiversität Europas. Diese Vielfalt an Lebensräumen war und ist insbesondere in Zeiten sozialen und politischen Umbruches besonderen Gefährdungen ausgesetzt. Zugleich waren und sind Natur- und Kulturlandschaften eng miteinander verflochten,  Varianten der phänomenologischen Interpretation des Kaukasus als Natur- und Kulturlandschaft prägten und prägen Eigen- und Fremdwahrnehmung der Bewohner.  In der Beziehung zu Natur und Umwelt widerspiegelt sich nicht zuletzt die Entwicklung von „Bürgergesellschaften“, Protest gegen gedankenlose Verschwendung von Naturressourcen, die Offenlegung schwerwiegender Umweltschäden und das Ringen um den Erhalt von bewährten Schutzgebietsystemen („zapovedniki“) oder Kulturdenkmalen waren und sind wichtige Komponenten der Entwicklung von Zivigesellschaft. Entsprechend werden Probleme des Natur-, Kultur- und Umweltschutzes in historischer und aktueller Perspektive unter dem spezifischen Blickwinkel ihrer Rolle in gesellschaftlichen Transformationsprozessen untersucht.      

Literatur

Radkau, J.: Die Ära der Ökologie. Eine Weltgeschichte, München 2011; Weiner, D.R.: A Little Corner of Freedom. Russian Nature Protection from Stalin to Gorbachev, Berkeley, New York 1999; Dömpke, St./ Succow, M. (Hrsg.): Cultural Landscapes and Nature Conservation in Northern Eurasia, Bonn 1998; Josephson, Paul  u.a.: An Environmental History of Russia, Cambridge 2013; Sunderland, W./ Nicholas Breyfoogle / Abby Schrader (Hrsg.), Peopling the Russian Periphery. Borderland Colonization in Eurasian History, London 2007; Gestwa, Klaus: Die „Stalinschen Großbauten des Kommunismus“. Sowjetische Technik- und Umweltgeschichte 1948-1964, München 2010; Melanie Arndt, Umweltgeschichte, Version: 2.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 29.10.2012, URL: http://docupedia.de/zg.

Eine ausführliche Literaturliste wird bei der ersten Sitzung besprochen.

Zeit/ Ort

Mittwochs, 10-12 Uhr, Friedrichstraße 191 (FRS191) - Raum 5009

 

Demokratie als Utopie? Südkaukasien zwischen Zerfall der UdSSR und Nationalstaatlichkeit

LV-Nummer

51472

Dozent/in

Prof. Dr. Eva-Maria Auch

LV-TYP

Masterseminar

Kommentar

Das Seminar wird Quellen, Akteure und Perzeptionen von Macht und Herrschaft seit dem Erringen der zweiten Unabhängigkeit in den drei südkaukasischen Republiken Georgien, Armenien und Aserbaidschan untersuchen und nach deren Beständigkeit fragen.   Im Mittelpunkt stehen u.a. folgende Schwerpunkte: Begriffe „Macht“ und „Herrschaft“ in armenischen, georgischen, aserbaidschanischen Kulturen (Linguistische Kontextualisierung); Traditionen der Generierung von Macht und Herrschaftseliten (sowjetische Kontextualisierung);„Machtergreifung“ - Quellen, Akteure, Ressourcen (zweite Staatlichkeit); Individuelles und Gruppenverhalten der vom Machtstreben bestimmten oder betroffenen Personen, Inszenierung von Macht; Geschichtspolitik und Mythologisierung von Geschichte als Machtinstrument.

Literatur

Repräsentation sozialer Ordnungen im Wandel, hrsg. von Jörg Baberowski u.a., Frankfurt/New York 2008; Foucault, M.: Analytik der Macht, Frankfurt am Main 2005; Arendt, H.: On Violence. New York, London 1970 (deutsche Ausgabe: Macht und Gewalt. Piper, München 1970, 15. Auflage 2003); Christophe, Barbara: Metamorphosen des Leviathan einer postsozialistischen Gesellschaft. Georgiens Provinz zwischen Fassaden der Anarchie und regulativer Allmacht. Bielefeld, Transcript. 2005; Fenz, Hendrik: Transformation in Aserbaidschan: Nationalismus als Brücke zur Demokratie? Dissertation. Universität Hamburg 2003; Köhler, Jan/ Zürcher, Christopher (Hg.): Potentials of Disorder. Introduction. Manchester 2003; Lehmann, M.: Eine Sowjetische Nation. Nationale Sozialismusinterpretationen in Armenien seit 1945, Frankfurt 2012.

Eine ausführliche Literaturliste wird bei der ersten Sitzung besprochen.

Zeit/ Ort

Donnerstags, 14:00 bis 16:00 /  Friedrichstraße 191 (FRS191)  - Raum 5008

 

Schlachtfeld der Imperien: Kriege im Kaukasus im XVIII.- XXI. Jahrhundert

LV-Nummer

51461

Dozent/in

Prof. Dr. Eva-Maria Auch/ M.A. Ibrahim Mirzayev

LV-TYP

Bachelorseminar

LV-Titel

 

Kommentar

Trotz seiner peripheren Lage zog der Kaukasus in der neuzeitlichen Geschichte immer wieder die Aufmerksamkeit von Großmächten auf sich. Im Rahmen des Seminars werden Interessen, innere und äußere Akteure sowie verschiedene Mittel und Methoden der Eroberung und Beherrschung Kaukasiens und zugleich Formen des Widerstandes erarbeitet. Es wird nach Kontinuitätslinien und Wendungen in der Kaukasuspolitik von Nachbarn und Großmächten zu fragen sein.

Literatur

Münkler, H.: Imperien. Die Logik der Weltherrschaft – Vom Alten Rom bis zu den Vereinigten Staaten, Berlin 2005; Uebersberger, H.: Russlands Orientpolitik in den letzten zwei Jahrhunderten bis zum Frieden von Jassy, Dt. Verl.-Anst. 1913; Zuercher, C.: The Post-Soviet Wars: Rebellion, Ethnic Conflict and Nationhood in the Caucasus, New York 2007; Reynolds, M.: Shattering Empires: The Clash and Collapse of the Ottoman and Russian Empires 1908–1918, Cambridge 2011; Kazemzadeh, F.: The struggle for Transcaucasia, 1917-1921”, New York 1951 (1981); Quiring, M.: Pulverfass Kaukasus. Konflikte am Rande des Russischen Imperiums, Berlin 2009; Seller, H.F.: Konfliktregion Transkaukasus: zur Politik der Türkei, Irans und Russlands im Transkaukasus, Band 15 von Beiträge zur internationalen Politik, Verlag Universität der Bundeswehr München, 1996;  ; Motika, R./M. Ursinus (Hg.): Caucasia Between The Ottoman Empire and Iran 1555-1914. Reichert Verlag: Wiesbaden 2000; Cornell, Svante E.: Small Nations and Great Powers: A Study of Ethnopolitical Conflict in the Caucasus, Curzon 2001.

Eine ausführliche Literaturliste wird bei der ersten Sitzung besprochen.

Zeit/ Ort

Freitags, 10:00 bis 12:00 / Friedrichstraße (FRS191) - Raum 5009

 

Forschungen zur Geschichte und Gegenwart Kaukasiens und Zentralasiens

LV-Nummer

51501

Dozent/in

Prof. Dr. Eva-Maria Auch

LV-TYP

 Öffentliches Forschungscolloquium

Kommentar

Im Kolloquium werden aktuelle wissenschaftliche Forschungsprojekte aus dem Bereich der Geschichte Kaukasiens und Zentralasiens in Vorträgen und Arbeitspapieren vorgestellt. Alle Interessierten sind herzlich willkommen! Eine Voranmeldung ist nicht nötig. Weitere Informationen unter: www.geschichte.hu-berlin.de/bereiche-und-lehrstuehle/aserbaidschan

Zeit/ Ort

siehe unter Aktuelles, Friedrichstraße 191 (FRS191) – Raum 5008

 

Dr. Rasim Mirzayev

 

Sprachkurs Aserbaidschanisch

LV-Nummer

51441

Dozent/in

Dr. Rasim Mirzayev

LV-TYP (nur wenn LV-Nummer nicht bekannt)

 

LV-Titel (nur wenn LV-Nummer nicht bekannt od. Änderung/Neumeldung)

Sprachkurs  Aserbaidschanisch (Aufbaukurs)

Kommentar

Der Aufbaukurs (4 SWS) vermittelt Sprachkenntnisse vergleichbar dem Niveau der Stufe B1 des Europäischen Referenzrahmens (kommunikative Sicherheit in Standardsituationen, Basisfertigkeiten in freier Kommunikation, gutes Leseverständnis, Grundfertigkeiten im schriftlichen Ausdruck) sowie weiterführende Kompetenzen auf

dem Gebiet der Kommunikationskultur und Einführung in die Fachsprache.

Anhand der Lektüre, Schreib- und Übersetzungsübungen von Alltagstexten und einfachen bis mittelschweren Fachtexten zur Geschichte Kaukasiens/Aserbaidschans werden Wortschatz sowie Grammatikkenntnisse vertieft, freie Kommunikation sowie Grundfertigkeiten im Verstehen und Produzieren mündlicher und schriftlicher Texte der Alltags- und einfachen Fachsprache geübt.

Ziel ist die Fähigkeit des verstehenden Hörens und schriftlichen Übersetzens von einfachen bis mittelschweren historischen Quellen zur Geschichte Aserbaidschans.

Abschluss: Sprachzertifikat - Leistungsschein mit Note und ECTS-Punkten bei regelmäßiger Teilnahme (4 SP) und bestandener Klausur (2 SP) max. 6 Punkte;

Für den Abschluss im Rahmen des Masterstudiengangs Central Asia Studies (S2) ist der Nachweis von insg. 6 SWS (i. d. R. 75 Std. Präsenzzeit) erforderlich, die Modulabschlussprüfung erfolgt mit Klausur (90-120 min) 2 SP und mündlicher Prüfung (20-30 min) 2 SP (insgesamt 10 SP).

Literatur

Landmann, Angelika: Aserbaidschanisch. Kurzgrammatik, Wiesbaden, 2013.

Rahmati, Nemat/ Korkut Bugday: Aserbaidschanisch. Unter Berücksichtigung des Nord- und Südaserbaidschanischen, Wiesbaden, 1998.

Rahmati, Nemat: Aserbaidschanisch-deutsches Wörterbuch, Engelschoff 1999.

Weitere Materialien werden vom Kursleiter verteilt.

Zeit/Ort

dienstags, 10.00 – 14.00 Uhr, Mohrenstraße 40/41 – Raum 114

 

LV-Nummer

51440

Dozent/in

Dr. Rasim Mirzayev

LV-TYP (nur wenn LV-Nummer nicht bekannt)

 

LV-Titel (nur wenn LV-Nummer nicht bekannt od. Änderung/Neumeldung)

Sprachkurs Aserbaidschanisch (Grundkurs)

 

Kommentar

Grundkurs II (4 SWS) wird angeboten für AnfängerInnen sowie Studierende mit sehr geringen bzw. stark verschütteten Vorkenntnissen. Er baut auf dem Wissen um kulturelle Besonderheiten der Sprachverwendung und Grundkenntnissen von Struktur und Aufbau der Sprache auf. Es werden grundlegende Sprachkenntnisse in Wort und Schrift (Grundwortschatz zu Alltagsthemen und zum Hochschulbereich, Grundregeln der aserbaidschanischen Grammatik und Phonetik, Satzbau, Fragewörter etc.) trainiert. Lese-, Schreib- und Übersetzungsübungen mit historischem Bezug dienen der Festigung grundlegender Fertigkeiten in diesen drei Bereichen. Die zwei wichtigsten angestrebten Endeffekte des Kurses sind: Die häufigsten Gesprächssituationen im alltäglichen und beruflichen Leben sprachlich bewältigen zu können. Einfache aserbaidschanische (mündliche und schriftliche) Texte im fachlichen Kontext verstehen bzw. selbst verfassen zu können.

Abschluss: Sprachzertifikat - Leistungsschein mit Note und ECTS-Punkten bei regelmäßiger Teilnahme und bestandener Klausur (max. 6 Punkte).

Für den Abschluss im Rahmen des Masterstudiengangs Zentralasienstudien (S1) ist der Nachweis von insg. 6 SWS (i. d. R. 75 Std. Präsenzzeit) erforderlich, die Modulabschlussprüfung erfolgt mit Klausur (90-120 min) 2 SP und mündlicher Prüfung (20-30 min) 2 SP (insg. 10 SP).

Literatur

Mammadova, Rena: Aserbaidschanisch Wort für Wort Reise Know-How Verlag, 2007.

Landmann, Angelika: Aserbaidschanisch. Kurzgrammatik, Wiesbaden, 2013.

Rahmati, Nemat/ Korkut Bugday: Aserbaidschanisch. Unter Berücksichtigung des Nord- und Südaserbaidschanischen, Wiesbaden, 1998.

Rahmati, Nemat: Aserbaidschanisch-deutsches Wörterbuch, Engelschoff 1999.

Weitere Materialien werden vom Kursleiter verteilt.

Zeit/Ort

montags, 10.00 - 14.00 Uhr, Mohrenstraße 40/41 – Raum 114