Humboldt-Universität zu Berlin - Geschichte Aserbaidschans

Wintersemester 2011/2012

 

LV-Nummer

51480

Dozent/in

Prof. Dr. Eva-Maria Auch

LV-TYP

Hauptseminar

LV-Titel

Kaukasuspolitik der Westmächte

Kommentar

Die spezifische geopolitische Lage und die äußerst wechselvolle Geschichte der Region an den Peripherien mehrerer Großreiche hat Kaukasien, das 2% des Territoriums mit ca. 30 Mio. Menschen der ehemaligen Sowjetunion umfasste, kulturräumlich zu einer äußerst interessanten, wenn auch komplizierten, Nahtstelle zwischen Europa und Asien werden lassen. Dass es sich zugleich zu einer besonders sensiblen Region aus sicherheitspolitischer Sicht handelt zeigt nicht nur die Tatsache, dass beim Zerfall der UdSSR 1991 von 76 ethno-territorialen Streitfälle 27 allein in Kaukasien ausgemacht wurden. Man ist leicht geneigt, die Ursachen dieses konzentrierten Konfliktpotentials in der kulturellen Vielfalt auszumachen oder imperialen Einflüssen zuzuschreiben. Letzteren nachzugehen, wird Anliegen des Hauptseminars sein. Im Mittelpunkt stehen Großmachtinteressen in der Region im Fokus der Interaktion innerer und äußerer Prozesse vom Ende des 18. Jh.s bis zur Gegenwart.    

 

Literatur

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Zeit/ Ort

 

donnerstags 10-12 Uhr, Raum:219/220 Mohrenstraße 40/41

 

 

LV-Nummer

51479

Dozent/in

Prof. Dr. Eva-Maria Auch

LV-TYP

Vorlesung

LV-Titel

Russische Kolonialpolitik in Kaukasien und Zentralasien

Kommentar

Das Werden des Russischen Reiches ist zugleich die Geschichte einer gewaltigen Expansion. Anders jedoch als bei den imperialistischen Mächten Westeuropas ist die koloniale Periode in der russischen Geschichte und der Geschichte der von Rußland kolonisierten Völker erst seit kurzer Zeit formal beendet. Im Unterschied zu westeuropäischen Ländern hat in Russland und den Nachfolgestaaten der SU bislang keine breite bzw. eine stark ideologisierte Debatte über die Kolonialvergangenheit stattgefunden. Hier ordnet sich die LV ein. Ausgehend von den Grundzügen zarischer Machtausdehnung vom 16. bis zum 19. Jh. wird der Politik in den „südlichen Peripherien“ besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Zugleich stehen anhand von Entwicklungen in Kaukasien und Mittelasien Prozesse frühnationaler Bewegungen (Trägerschichten und Akteure, Diskurse, Artikulationsräume und Aktionsfelder) unter den Muslimen des Russischen Reiches im Mittelpunkt.

Literatur

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Zeit/ Ort

donnerstags 14–16 Uhr, Raum 0109 Hausvogteiplatz 5-7


    

 

LV-Nummer

51482

Dozent/in

Prof. Dr. Eva-Maria Auch

LV-TYP

Übung

LV-Titel

Autobiographische Dokumente als Quellen russlanddeutscher Geschichte und Kultur

 

Kommentar

Seit 1989 kann man in fast allen osteuropäischen Ländern einen Kampf um die Vergangenheit und das gesellschaftliche Aushandeln von neuen Geschichtsbildern beobachten. Rekonstruktion von Vergangenheit, historisierende Identitätskonstruktionen und staatliche Erinnerungskultur wurden zu Schlüsselbegriffen bei der Suche nach Indikatoren für Transformationsprozesse der politischen Kultur. Verlor der Staat sein alleiniges Deutungsmonopol über Vergangenheitsfragen, so bildet sich stellenweise eine sehr heterogene Erinnerungslandschaft in der Aufzeichnungen von Russlanddeutschen noch immer ihre Anerkennung als wichtige Quellen zur Geschichte und Kultur eines multiethnischen (Ost-)Europa suchen. Im Fokus der Übung stehen vor allem Selbstzeugnisse von Kaukasusdeutschen, deren Relevanz für die Alltags-, Erfahrungs- und Mentalitätsgeschichte, untersucht werden.

 

Literatur

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Zeit/ Ort

 

dienstags 14-16 Uhr, Raum:219/220 Mohrenstraße 40/41

 

 

LV-Nummer

51483

Dozent/in

Dr. Rasim Mirzayev

LV-TYP

Übung

LV-Titel

Lektürekurs zur Geschichte Aserbaidschans

Kommentar

...findet voraussichtlich erst ab dem 18.11 statt und dann als Blockveranstaltung
Raum: 5061 Friedrichstraße 191 (FRS191)

Literatur

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Zeit/ Ort

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