Humboldt-Universität zu Berlin - Geschichte Aserbaidschans

Wintersemester 2012/2013

LV-Nummer

51430

Dozent/in

Prof. Dr. Eva-Maria Auch

LV-TYP

Colloquium

LV-Titel

Forschungen zur Geschichte und Gegenwart Kaukasiens und Zentralasiens

Kommentar

Im Colloquium werden aktuelle wissenschaftliche Forschungsprojekte aus dem Bereich der Geschichte Kaukasiens und Zentralasiens in Vorträgen und Arbeitspapieren vorgestellt. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!  

Eine Voranmeldung ist nicht nötig.

Zeit/ Ort

donnerstags, 18 – 20 Uhr / 5008 Friedrichstraße 191 (FRS191) - (Seminar- und Unterrichtsraum)

 

LV-Nummer

51401

Dozent/in

Prof. Dr. Eva-Maria Auch

LV-TYP

Vorlesung

LV-Titel

Aufbruch in die Moderne? Identitätswandel und frühnationale Bewegungen in Südkaukasien (19./20. Jhd.)

Kommentar

Im Mittelpunkt der VL stehen die Spezifik russischer Kolonialpolitik in Südkaukasien und die Konsequenzen für sozialökonomische und geistig-kulturelle Prozesse.  Neben der Rekonstruktion von Identitätswandel in gesellschaftlichen Umbruch­situa­tionen der Provinzen Südostkaukasiens im 19. bis zum beginnenden 20. Jahr­hundert werden spezifische Ursachen, Einflussfaktoren, Träger und Aktivitäten von Selbstvergewisserung und Vergemeinschaftungsprozessen unter Armeniern, Aserbaidschanern und Georgiern besprochen.

Literatur

ADANIR, FIKRET / BONWETSCH, BERND (Hg).: Osmanismus, Nationalismus und der Kaukasus. Muslime und Christen, Türken und Armenier im 19. und 20. Jahrhundert. Wiesbaden 2005 (Kaukasische Studien – Caucasian Studies   Bd. 9).

ALTSTADT, AUDREY L.: The Azerbaijani Turks. Power and Identity under Russian Rule. Stanford 1992 (Studies of Nationalities).

AUCH, EVA-MARIA: Muslim-Untertan-Bürger. Identitätswandel in gesellschaftlichen Transformationsprozessen der muslimischen Ostprovinzen Südkaukasiens (Ende 18. - Anfang 20. Jh.). Ein Beitrag zur vergleichenden Nationalismusforschung, Wiesbaden 2004 (= Kaukasische Studien – Caucasian studies, Bd. 7).

AUCH, E.M./ T.MAURER, T.: Leben in zwei Kulturen, Wiesbaden 2000.

BABEROWSKI, JÖRG (b): Nationalismus aus dem Geiste der Inferiorität. Autokratische Modernisierung und die Anfänge der muslimischen Selbstvergewisserung im östlichen Transkaukasien 1828-1914, in Geschichte und Gesellschaft 26 (2000), H.3, S.371-406

BROWER, D. R. / E.J. LAZZERINI (Hg.): Russia's Orient. Imperial Borderlands and Peoples 1700-1917, Bloomington, Ind. 1997.

LIBARIDIAN, G. J.: The Ideology of Armenian Liberation: The Development of Armenian Political Thought before the Revolutionary Movement (1639-1885), Diss., Los Angeles 1987.

OSTERHAMMEL, JÜRGEN: Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts. München 2009.

REISNER, O.: Die Schule der georgischen Nation. Eine sozialhistorische Untersuchung der nationalen Bewegung in Georgien am Beispiel der „Gesellschaft zur Verbreitung der Lese- und Schreibkunde unter den Georgiern“ (1850-1917), Wiesbaden 2004.

SARKISJANZ, EMANUEL: Geschichte der orientalischen Völker Rußlands bis 1917. Eine Ergänzung zur ostslawischen Geschichte Rußlands. Mit einem Vorwort von Berthold Spuler. Oldenbourg, München 1961.

SUNY, RONALD: The Making of the Georgian Nation, Bloomington, Ind. 1988.

SUNY, RONALD (Hg.): Transcaucasia: Nationalism and Social Change. Essays in the History of Armenia, Azerbaijan and Georgia. Ann Arbor 1983 (= East European Series, 2). Revised edition: University of Michigan Press, Ann Arbor 1996.

Eine ausführliche Literasturliste wird bei der ersten Sitzung besprochen.

Zeit/ Ort

Donnerstags, 14 – 16 Uhr / Institutsgebäude (Friedrichstraße 191) / Seminarraum 5009

 

LV-Nummer

51435

Dozent/in

Prof. Dr. Eva-Maria Auch

LV-TYP

Masterseminar

LV-Titel

Nationale-Geschichtsschreibung, Erinnerungskultur und Geschichtspolitik in Kaukasien

Kommentar

Seit 1985 erhielt Geschichte in allen Sowjetrepubliken durch die Aufdeckung sogenannter „weißer Flecken“ eine neue Dimension. Während der Staat allmählich sein Deutungsmonopol über Vergangenes verlor, wurde insbesondere in Kaukasien ‚Geschichte’ in den Konflikten instrumentalisiert. Seit der zweiten staatlichen Unabhängigkeit stehen historisierende Identitätskonstruktionen und staatliche  Geschichtspolitik in engem Zusammenhang mit Transformationsprozessen der politischen Kultur. Der Fokus des Seminars wird auf den Zusammenhang von Konflikten und Geschichtsinstrumentalisierung, historischer Sinnstiftung und nationalistischer Perzeption gerichtet. Ausgewählte Aspekte von Geschichtspolitik und Erinnerungskultur werden in (länder)vergleichender Perspektive analysiert.

Literatur

ASSMANN, ALEIDA: Erinnerungsräume: Formen und Wandlungen des kulturellen Gedächtnisses, 3.Aufl., München 2006.

ASTOURIAN, STEPHAN H.: In Search of their Forefathers: National Identity and the Historiography and Politics of Armenian and Azerbaijani Ethnogeneses, in: Donald V. Schwartz and Razmik Panossian (Hg.): Nationalism and History. The Politics of Nation-Building in Post-Soviet Armenia, Azerbaijan and Georgia. Toronto 1994, S.41-94.

BARTETZKY, ARNOLD / MARINA DMITRIEVA / STEFAN TROEBST (HG.): Neue Staaten – neue Bilder? Visuelle Kultur im Dienst staatlicher Selbstdarstellung in Zentral- und Osteuropa seit 1918, Köln / Weimar 2004

HASLINGER, PETER: Erinnerungskultur und Geschichtspolitik in der historischen Forschung zum östlichen Europa, zeitenblicke 6 (2007), Nr. 2 -  http://www.zeitenblicke.de/2007/2/haslinger/dippArticle.pdf (12.12.2008).

HÖPKEN, WOLFGANG (HG.): Öl ins Feuer? Schulbücher, ethnische Stereotypen und Gewalt in Südosteuropa, Hannover 1996.

KARL, LARS/ IGOR J. POLANSKIJ: Geschichtspolitik und Erinnerungskultur im neuen Russland, Göttingen 2009.

Schulbücher im postsowjetischen Kaukasus und in Zentralasien, Internationale Schulbuchforschung, Jg. 30, H. 4 (2008).

Eine ausführliche Literasturliste wird bei der ersten Sitzung besprochen.

Zeit/ Ort

freitags, 10 - 12 Uhr / 5007 Friedrichstraße 191 (FRS191) - (Seminar- und Unterrichtsraum)

 

LV-Nummer

51462

Dozent/in

Prof. Dr. Eva-Maria Auch

LV-TYP

Bachelorseminar --> Beginn erst am 23. Oktober 2012!

LV-Titel

Reiseberichte über Kaukasien als historische Quelle

Kommentar

Deutsche Forschungsreisende trugen nicht nur in erheblichen Maße zur wissenschaftlichen Erschließung Kaukasiens bei, sondern ihre Berichte präg(t)en das (west-)europäische Bild von Kaukasien und seinen Völkern nachhaltig. Anhand ausgewählter Lesetexte wird die Übung Reisewegen und – erfahrungen nachspüren und den Wert von Reiseberichten als historische Quelle besprechen. 

Literatur

AUCH, E. M. /STIG FÖRSTER (HG.): „Barbaren" und „weiße Teufel": Kulturkonflikte und Imperialismus in Asien vom 18. bis zum 20. Jahrhundert, Paderborn et al., Schöningh, 1997.

Auch, E.M.:  Deutsche Forschungsreisende, Kolonisten und Unternehmer im vorrevolutionären Aserbaidschan, Wiesbaden 2001.

AUCH, E.M.: Die Kaukasusmission der Basler Missionare. In: Beer, M./D. Dahlmann (Hg.): Migration nach Ost- und Südosteuropa vom 18. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts. Ursachen-Verlauf-Ergebnis, Tübingen 1999, S. 245 - 262.

TIGGESBÄUMKER, GÜNTER: Zur Kulturgeographie von Transkaukasien und Armenien in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts nach den Aufzeichnungen der Freiherrn August v. Haxthausen. Münster 1980.

Eine ausführliche Literasturliste wird bei der ersten Sitzung besprochen.

Zeit/ Ort

dienstags, 14 - 16 Uhr / 5007 Friedrichstraße 191 (FRS191) - (Seminar- und Unterrichtsraum)

 

LV-Nummer

51475

Dozent/in

Dr. Razim Mirzayev

LV-TYP

Sprachkurs

LV-Titel

Sprachkurs Aserbaidschanisch

Kommentar

-> Der Sprachkurs beginnt in der ersten Novemberwoche! Weitere Informationen unter julia.stadtfeld@hu-berlin.de

 

Grundstufe - Grundkurs 1 (Sprachniveau A1+)

 

Kursaufbau: Angeboten wird ein Grundkurs für AnfängerInnen sowie Studierende mit sehr geringen bzw. stark verschütteten Vorkenntnissen.

 

Zielsetzung: Es werden grundlegende Sprachkenntnisse in Wort und Schrift vermittelt (Grundwortschatz zu Alltagsthemen und historische Termini, Grundregeln der aserbaidschanischen Grammatik und Phonetik, Satzbau, Fragewörter etc.)

Die zwei wichtigsten angestrebten Endeffekte des Kurses sind:

  1. Die häufigsten Gesprächsituationen im alltäglichen und beruflichen Leben sprachlich bewältigen zu können.
  2. Einfache aserbaidschanischen Texte mit historischem Bezug (mit Hilfe eines Wörterbuchs) verstehen bzw. selbst verfassen zu können.

Abschluss: Sprachzertifikat - Leistungsschein mit Note und ECTS-Punkten bei regelmäßiger Teilnahme und bestandener Klausur (max. 6 Punkte)

 

(Teil II des Grundkurses ist für das SS 2013 geplant; daran kann sich ein Aufbaukurs von bis zwei Semestern anschließen)

Literatur

  1. Nemat Rahmati, Korkut Bugday:  Aserbaidschanisch (Lehrbuch) Unter Berücksichtigung des Nord- und Südaserbaidschanischen, Harrassowitz Verlag, Wiesbaden, 1998.
  2. Rena Mammadova: Aserbaidschanisch Wort für Wort Reise Know-How Verlag, 2007.
  3. Nemat Rahmati: Aserbaidschanisch-deutsches Wörterbuch Verlag Auf Dem Ruffel 1999.
Weitere Materialien werden vom Kursleiter verteilt.

Zeit/ Ort

montags, 10 - 12 Uhr und mittwochs, 14 - 16 / 219/220 Mohrenstraße 40/41 (MO 40) - (Seminar- und Unterrichtsraum)

 

LV-Nummer

51469

Dozent/in

Andrej Götze

LV-TYP

Übung

LV-Titel

Praxisfelder für Kaukasusstudien

Kommentar

Regional Studies gelten in Deutschland immer noch als Orchideenfächer. Dabei kann eine gute regionalwissenschaftliche Vorbereitung respektable Karrieren ermöglichen.

In der Blockveranstaltung wird ein breiter Überblick über berufliche Praxisfelder von Kaukasusstudien gegeben – Institutionen, Karrierewege, mögliche Aufgaben und Arbeitspakete. Einen Teil der Zeit werden wir der individuellen Analyse von Lebenslauf, Bewerbungsstrategien und Zielen widmen. Je nach Verfügbarkeit werden Co-Referenten mit Regionalerfahrung zu Gast sein.

Literatur

Von Gumppenberg, Marie-Carin/Udo Steinbach (Hrsg.), Der Kaukasus, Geschichte, Kultur, Politik, München 2010 (2. Auflage)

De Waal, Thomas, The Caucasus: An Introduction, Oxford 2010

Nuscheler, Franz, Lehr- und Arbeitsbuch Entwicklungspolitik, Bonn, 2012 (7. Auflage)

Zeit/ Ort

Die Blockveranstaltung findet im Seminarraum 5008 im Institutsgebäude Friedrichstraße 191 statt. Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben.