Offenes Forschungskolloquium Digital History Berlin
Das Offene Forschungskolloquium Digital History Berlin ist seit 2020 ein zentraler Bestandteil des wissenschaftlichen Austauschs an der Professur. Jedes Semester wird ein Programm kuratiert, das in Kooperation mit wechselnden Partnerinstitutionen und -projekten Wissenschaftler:innen aus der internationalen Forschungslangschaft einlädt. Die Veranstaltung ist dabei vorrangig online mit ausgewählten Terminen im Hybrid-Format.
Im Zentrum des Kolloquiums steht die Anwendung digitaler Werkzeuge und Methoden in den Geschichtswissenschaften sowie deren methodisch-kritische Reflexion. Zudem greift es die aktuellen Debatten der digitalen Geschichtswissenschaften auf und bietet diesen einen festen, kontinuierlichen Raum für Austausch und Diskurs. Dabei werden bewusst auch die Schnittstellen zu anderen Bereichen der Digital Humanities einbezogen, um neue Ideen, Impulse und kreative Ansätze für das eigene historisch‑wissenschaftliche Arbeiten zu gewinnen.
Das Forschungskolloquium ist offen für alle, die sich für digitale Ansätze in den Geschichtswissenschaften interessieren – unabhängig von institutioneller Zugehörigkeit oder individuellem Forschungsstand.
Termin
Vorlesungszeit der Sommer- und Wintersemester
mittwochs, 16-18 Uhr c.t.
online
Zugangsdaten zum Kolloquium erhalten
Jeden Montag erhalten Sie eine Veranstaltungseinladung zum aktuellen Vortrag des darauffolgenden Mittwochs. Melden Sie sich gerne für diese Mailingliste an. Darin enthalten sind die Zugangsdaten zum Online-Raum sowie der Link zum Abstract. Sofern Sie kurzfristig einen Link zum Vortrag benötigen, kontaktieren Sie uns gerne via Email direkt.
- Anmelden: Mailingliste
- Vergangenes Programm auf YouTube nachsehen
- Blog der Professur: Eintrag zum Offenen Forschungskolloquium
Das Programm fürs Sommersemester 2026

> Zum Einbinden: Terminreihe
Digitale Technologien spielen inzwischen als Gegenstand und Methode in der geschichtswissenschaftlichen Forschung eine überragende Rolle. Die Lehrveranstaltung nimmt dies zum Anlass einer Bestandsaufnahme – und fragt auch nach möglichen "Updates" für die Digital History. Hybrid zwischen Kolloquium (HU Berlin/ Digital History) und Ringvorlesung (ZZF Potsdam, TU Berlin/ Technikgeschichte) angelegt, schlägt sie eine Brücke von der Geschichte der Digitalisierung über Computational History hin zu Public History.
Digitale Technologien spielen inzwischen als Gegenstand und Methode in der geschichtswissenschaftlichen Forschung eine überragende Rolle. Die Lehrveranstaltung nimmt dies zum Anlass einer Bestandsaufnahme – und fragt auch nach möglichen "Updates" für die Digital History. Hybrid zwischen Kolloquium (HU Berlin/ Digital History) und Ringvorlesung (ZZF Potsdam, TU Berlin/ Technikgeschichte) angelegt, schlägt sie eine Brücke von der Geschichte der Digitalisierung über Computational History hin zu Public History.
"Digitalität" verbindet diese unterschiedlichen Bereiche, wird aber je nach Zugang anders verstanden: Historische Ansätze untersuchen die Entwicklung von digitaler Computertechnik, Netzwerken und Datennutzung sowie deren gesellschaftliche Konsequenzen und historisieren dabei auch die Digital History selbst als Disziplin. Computational History und Public History hingegen nutzen Digitalität als Werkzeug – entweder um mit datengetriebenen Methoden den geschichtswissenschaftlichen Methodenkanon zu erweitern oder um historische Bildung kritisch reflektiert in digitalen Medien zu kommunizieren. Weitere Felder wie die Umweltgeschichte sind teils ohnehin stark datengetrieben und bringen zusätzliche Perspektiven und Anforderungen ein.
Digital History wird zudem in verschiedenen Weltregionen unterschiedlich definiert. Die wissenschaftlichen Communities unterschiedlicher Regionen setzen je eigene Schwerpunkte und verfolgen unterschiedliche Ansätze, weshalb die Veranstaltung auch explizit etwa nach Brasilien oder Südostasien blickt.
Die Lehrveranstaltung "Digital History – Aktuelle Entwicklungen und neue Ansätze" wird im Sommersemester 2026 gemeinsam von der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin und dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung organisiert; außerdem kooperieren wir mit dem Deutschen Historischen Institut Paris. Ziel ist, auf den jeweiligen Themenfeldern den neuesten Stand der Forschung abzubilden und nach Perspektiven digitalhistorischer Forschung zu fragen.
Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten aus den digitalen Geschichtswissenschaften. Die Vorträge werden per Zoom gestreamt; ausgewählte Termine finden in hybrider Form an einem der drei Standorte statt.
15.04.2026 | EN
Gerben Zaagsma (Université du Luxembourg)
Facing the History Machine: Why Histories of Digital History Matter
22.04.2026 | EN
Ian Kisil Marino (Universidade Federal de Juiz de Fora, BR)
Digital History from the Margins? Latin American Perspectives on an Emerging Field
29.04.2026 | EN
Mar Hicks (University of Virgina)
Rethinking Computable Subjects: Methods, Topics, and Boundaries in the History of Computing
06.05.2026 | EN
Jane Winters (University of London)
From "digital dark age" to "an age of historical abundance"? The Past, Present and Future of Born-Digital Cultural Heritage
13.05.2026 | online
Malte Thießen (Institut für westfälische Regionalgeschichte Münster)
Digitalgeschichte in 3D schreiben: Räume und Regionen der digitalen Transformation von den 1950er Jahren bis heute
20.05.2026 | hybrid
Gabriele Gramelsberger (Universität Aachen)
Save the Code! Wie lässt sich historische Software erforschen? – Ein Werkstattbericht
Neuer Veranstaltungsort: HU Berlin, Unter den Linden 6, Raum: H 3071
27.05.2026 | EN
Zachary Loeb (Purdue University, Indiana)
What's the worst that could have happened? Y2K and the Risks of the Information Age
03.06.2026 | hybrid
Martin Schmitt (Universität Paderborn)
Karikaturen digitaler Umwelten: Computer-Natur-Beziehungen im Anthropozän mit Vision Language Models erforschen
Veranstaltungsort: ZZF Potsdam, Am neuen Markt 1, 14467 Potsdam
10.06.2026 | EN
Adrian Wüthrich (Technische Universität Berlin)
Network Epistemology in Practice
17.06.2026
Cosima Wagner (Freie Universität Berlin), Jonas Müller-Laackman (Universität Hamburg), Jana Mende (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Till Grallert (Humboldt-Universität zu Berlin)
Mind the Gap: Multilinguale historische Daten und ihre digitale Repräsentation
24.06.2026 | EN
Stefano Dall'Aglio (Università Ca' Foscari di Venezia)
When Digital History Goes Public: Theory, Practice, Perspectives
01.07.2026 | hybrid | EN
Frédéric Clavert (Université du Luxembourg)
Caroline Muller (Université Rennes 2)
From Digital Humanities to History in the Digital Age: Reflecting on Discreet Digital Practices
In Kooperation mit dem DHI Paris.
Veranstaltungsort: Deutsches Historisches Institut Paris, 8 Rue du Parc Royal, F-75003 Paris
08.07.2026 | EN
Torsten Hiltmann (Humboldt-Universität zu Berlin)
(Re-)Defining Digital History
15.07.2026 | EN
Lik Hang Tsui (City University of Hong Kong)
Histories of Digital History in the Chinese World: Infrastructure, Method, and Its Discontents