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Digital History Berlin – Offenes Forschungskolloquium | Sommersemester 2026

Das Offene Forschungskolloquium der Digital History Berlin findet im Sommersemester 2026 als Sonderausgabe und in Kooperation mit dem ZZF Potsdam und der Technikgeschichte an der TU Berlin statt. 

Digital History – Aktuelle Entwicklungen und neue Ansätze

Ringvorlesung und offenes Forschungskolloquium

 

15.04.–15.07.2026

mittwochs, 16–18 Uhr c.t.

 

 

Digitale Technologien spielen inzwischen als Gegenstand und Methode in der geschichtswissenschaftlichen Forschung eine überragende Rolle. Die Lehrveranstaltung nimmt dies zum Anlass einer Bestandsaufnahme – und fragt auch nach möglichen “Updates” für die Digital History. Hybrid zwischen Kolloquium (HU) und Ringvorlesung (ZZF, TU) angelegt, schlägt sie eine Brücke von der Geschichte der Digitalisierung über Computational History hin zu Public History.
 
„Digitalität“ verbindet diese unterschiedlichen Bereiche, wird aber je nach Zugang anders verstanden: Historische Ansätze untersuchen die Entwicklung von digitaler Computertechnik, Netzwerken und Datennutzung sowie deren gesellschaftliche Konsequenzen und historisieren dabei auch die Digital History selbst als Disziplin. Computational History und Public History hingegen nutzen Digitalität als Werkzeug – entweder um mit datengetriebenen Methoden den geschichtswissenschaftlichen Methodenkanon zu erweitern oder um historische Bildung kritisch reflektiert in digitalen Medien zu kommunizieren. Weitere Felder wie die Umweltgeschichte sind teils ohnehin stark datengetrieben und bringen zusätzliche Perspektiven und Anforderungen ein.
 
Digital History wird zudem in verschiedenen Weltregionen unterschiedlich definiert. Die wissenschaftlichen Communities unterschiedlicher Regionen setzen je eigene Schwerpunkte und verfolgen unterschiedliche Ansätze, weshalb die Veranstaltung auch explizit etwa nach Brasilien oder Südostasien blickt.
 
Die Lehrveranstaltung „Digital History – Aktuelle Entwicklungen und neue Ansätze“ wird im Sommersemester 2026 gemeinsam von der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin und dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung organisiert; außerdem kooperieren wir mit dem Deutschen Historischen Institut Paris. Ziel ist, auf den jeweiligen Themenfeldern den neuesten Stand der Forschung abzubilden und nach Perspektiven digitalhistorischer Forschung zu fragen.
 
Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten aus den digitalen Geschichtswissenschaften. Die Vorträge werden per Zoom gestreamt; ausgewählte Termine finden in hybrider Form an einem der drei Standorte statt.