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Humboldt-Universität zu Berlin - Geschichte des Westens

Prof. i. R. Dr. phil. Heinrich August Winkler

Bibliographie, Stand 11.02.2019
Name
Prof. i. R. Dr. phil. Heinrich August Winkler
Status
ausgeschiedene/r Prof./in
E-Mail
winklerh (at) hu-berlin.de

Einrichtung (OKZ)
Philosophische Fakultät → Institut für Geschichtswissenschaften → Seniorprof. u. Prof. i.Ruhestand
Funktion / Sachgebiet
Forschungsbereich Geschichte des Westens
Telefon
None(030)2093-70636
Fax
(030)2093-70628

Sitz
Mohrenstraße 40/41 , Raum 223
Postanschrift
Unter den Linden 6, 10099 Berlin

 

Kurzbiographie | Forschungsschwerpunkte | Auszeichnungen und Preise | Mitgliedschaften und Stiftungen | Veröffentlichungen

 

Kurzbiographie



geb. 1938 in Königsberg, altsprachliches Gymnasium in Ulm, Studium der Geschichte, der Philosophie, des Öffentlichen Rechts und der Politischen Wissenschaft in Münster, Heidelberg, Tübingen. 1963 Promotion zum Dr. phil. in Tübingen. 1964-1970 Assistent an der Freien Universität Berlin, 1970 Habilitation in den Fächern Neue Geschichte und Wissenschaftliche Politik, 1970-1972 Professor an der Freien Universität Berlin, 1972-1991 o. Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Freiburg, seit 1991 an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1968 und 1970/71 German Kennedy Memorial Fellow an der Harvard University, Cambridge/Mass., 1977/78 Guest des Woodrow Wilson International Center for Scholars, Washington, D.C., 1985/86 Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin, Januar bis März 1988 Gast der Maison des Sciences de l'Homme, Paris; 1990/91 Stipendiat des Historischen Kollegs München; seit Herbst 1991 o. Professor für Neueste Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, seit 1. April 2007 im Ruhestand. Seit 1974 verheiratet mit Dr. Dörte Winkler, geb. Schnurr, seit 1962 Mitglied der SPD.

 

Forschungsschwerpunkte


 

  • Liberalismus, Nationalismus, Sozialismus, Faschismus/Nationalsozialismus
  • Soziale Bewegungen und politische Ideologien im internationalen Vergleich
  • Geschichte des Mittelstandes und der Arbeiterbewegung in Deutschland
  • Geschichte der Weimarer Republik
  • Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
  • Geschichte des transatlantischen Westens

 

Auszeichnungen und Preise


 

1977: Chester Penn Higby Prize des Journal of Modern History.

2000: Offizierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen und Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

2001: Preis: "Das Politische Buch" der Friedrich-Ebert-Stiftung (für: "Der lange Weg nach Westen").

2002: Friedrich Schiedel-Literaturpreis der Stadt Bad Wurznach.

2002: Commendatore des Verdienstordens der Italienischen Republik.

2005: Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

2014: Europapreis für politische Kultur, vergeben von der Hans-Ringier-Stiftung, Zürich.

2016: Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung

2018: Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland

 

Mitgliedschaften und Stiftungen


 

Ausschuss des Verbandes der Historiker Deutschland (1972-1980), Arbeitskreis für moderne Sozialgeschichte (1985-1998), Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte (1990-2000), des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (1996-2005), des Instituts für Zeitgeschichte (1998-2003), des Einstein-Forums Potsdam (2004-2008); Mitglied der Gemeinsamen Kommission zur Erforschung der jüngeren Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen (1997-2003) sowie der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (1999-2012); Ko-Präsident des Willy-Brandt-Zentrums für Deutschland- und Europastudien, Breslau (2003/2004); Mitglied des Internationalen Beirats der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung (2007-2013); Mitglied des Senats der Deutschen Nationalstiftung (seit 2007); Korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (seit 2008).

 

Hans-Rosenberg-Gedächtnispreis

Der Hans-Rosenberg-Gedächtnispreis wird alle zwei Jahre von der Heinrich-August- und Dörte-Winkler-Stiftung zur Förderung von Nachwuchshistorikern, einer unselbstständigen Stiftung in der Friedrich-Ebert-Stiftung, verliehen.
Preisträger: 2004: Dr. Stephan Malinowski; 2006: Dr. Christian Nottmeier; 2008: Dr. Norbert Götz, Dr. Sebastian Ullrich; 2013: Dr. Christiane Reinecke

 

Mitherausgeber der Zeitschrift "Geschichte und Gesellschaft" (1975-1999), Mitherausgeber der "Berliner Ausgabe" der Reden und Briefe von Willy Brandt.


 

Veröffentlichungen


 

laufendes Projekt: Werte und Mächte. Geschichte des Westens in einem Band (Arbeitstitel)

 

Aktuelle Beiträge

 

  • Schluss mit den Tränen. Europa lässt sich nicht gegen die Nationen vereinigen, sondern nur mit ihnen. Ein Plädoyer für mehr Realismus, in: Die Zeit, Nr. 26, 19.6.2019.

  • "Das Grundgesetz ist die beste deutsche Verfassung" (Interview), in: Gong, 10.5.2019 und Hörzu, 17.5.2019.

  • Die verdrängte Finalität, in: Internationale Politik 74 (2019), Nr. 3 (Mai/Juni), S. 8-13 (gekürzt unter dem Titel "Ende gut!" in: Tagesspiegel, 5.5.2019). 

  • "Wir sind nicht die moralische Leitnation" - Historiker sieht Europa am Scheideweg (Interview mit Thorsten Riecke), in: Handelsblatt, 17. April 2019.

  • Mehr Revolution wagen? Mangelnder Radikalismus ist nicht das Problem der Sozialdemokratie. Eine Entgegnung auf Matthias Geis und Bernd Ulrich, in: DIE ZEIT, Nr. 9, 21.2.2019.

  • 100 Jahre deutsche Verfassung. Was Weimar für den Umgang mit der AfD lehrt (Interview mit Dominik Peters), in: SPIEGEL Online, 6. Februar 2019.

  • „Das Grundgesetz ist die Zusammenfassung aller Lehren, die uns die deutsche Geschichte vermittelt“ (Interview mit Ulrike Ruppel), in: B.Z. am Sonntag (Berlin), 3. Februar 2019.

  • Pflicht und Schuldigkeit. 9. November 1918: Seit hundert Jahren gibt es eine deutsche Republik, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. November 2018.

  • Heinrich August Winkler „L’entrée de l’AfD dans l’histoire“ (Interview mit Thomas Wieder), in: Le Monde, 7./8.10.2018.

  • Der Westen erodiert, in: Der Spiegel, Nr. 41, 6.10.2018.

  • "Regieren mit wechselnden Mehrheiten": Der Historiker Heinrich August Winkler über das Scheitern von Weimar und die Gefährten von heute (Gespräch mit Michael Hesse), in: Kölner Stadt-Anzeiger 22./23.9.2018.

  • „Deutschlands Öffnung gegenüber dem Westen ist nicht abgeschlossen“, (Gespräch mit Jacques Schuster), in: Welt am Sonntag, Nr. 30, 29.7.2018, S. 2.

  • Ist das transatlantische Projekt zu retten? Ein Gespräch über die Zukunft der westlichen Wertegemeinschaft zwischen Friedrich Merz und Professor Dr. Heinrich August Winkler, Atlantik-Brücke, Berlin Juni 2018. (Das Gespräch fand am 15. März 2018 in der Landesvertretung von Nordrhein-Westfalen in Berlin-Tiergarten statt.)
  • "Der Westen ist nicht zum Niedergang verurteilt" (Interview mit Martin Helg und Christoph Zürcher), in: NZZ am Sonntag, 7.1.2018.
  • Das historische Buch meines Lebens [Eugen Rosenstock-Huessy, die europäischen Revolutionen und der Charakter der Nationen, Stuttgart 19612], in: NZZ-Magazin Geschichte, 14.12.2017, S. 14.
  • Das nationale Unbehagen. Historiker Heinrich August Winkler sieht europäische Werte bedroht (Interview mit Rena Lehmann), in: Rhein-Zeitung, 6.12.2017.
  • Ohne Werte ist Europa nichts. Abschied von einer Illusion: Nur die liberalen Demokraten können das europäische Projekt retten, in: DIE ZEIT, Nr. 49, 30.11.2017.
  • Was geschehen muss. Nur keine vierte GroKo!, in: Süddeutsche Zeitung, 28.11.2017.
  • "Die europäischen Nationen verbindet mehr, als sie trennt", Interview mit Ricarda Fait, in: Dialog Forum 22.11.2017.
  • "Ignoriert, verdrängt, abgehängt" (Interview mit Antje Berg und Gunther Hartung), in: Südwestpresse (Ulm), 9.11.2017.
  • Diktatur über das Proletariat - und alle anderen (Beitrag zu einer Historiker-Umfrage zum 100. Jahrestag der russischen Oktoberrevolution), in: Der Tagesspiegel, 6.11.2017.
  • Zur Wiederholung nicht empfoheln (Zum 100. Jahrestag der russischen Oktoberrevolution), in: FAZ, 6.11.2017.
  • "Die AfD wird die Parlamentskultur verändern", in: Bild, 24.10.2017.
  • Europas falsche Freunde. Wer die Natonen abschaffen wil, fördert die Nationalisten, in: Der Spiegel, Nr. 43, 21.10.2017.
  • "Ich warne vor deutschem Größenwahn" (Interview mit Benedict Neff), in: Neue Züricher Zeitung, 4.10.2017.
  • Ein Abklatsch der Konservativen Revolution (Interview mit Susanne Gaschke und Jacques Schuster), in: Welt am Sonntag, 24.9.2017.
  • Die EU braucht schärfere Konturen, in: Tagesanzeiger Zürich, 2.9.2017.
  • Die Europäische Union muss Wertegemeinschaft bleiben, in: Focus, Nr. 36, 2.9.2017.
  • "Der Westen wird nicht zerbrechen" (Interview mit Michael Hesse), in: Kölner Stadt-Anzeiger, 26./27.8.2017 (unter anderem Titel ebenfalls erschienen in: Berliner Zeitung, 30.8.2017 u. Frankfurter Rundschau, 30.8.2018).
  • "Wir haben gelernt, mit dem Terror zu leben" (Interview mit Christian Dorer), in: Sonntagsblick. Magazin (Zürich), 16.7.2017.

 

Monographien

 

Aktuell: Zerbricht der Westen? Über die gegenwärtige Krise in Europa und Amerika, München 2017.

 

  • Preußischer Liberalismus und deutscher Nationalstaat, Tübingen 1964. 
  • Mittelstand, Demokratie und Nationalsozialismus, Köln 1972. 
  • Revolution, Staat, Faschismus, Göttingen 1978. 
  • Liberalismus und Antiliberalismus, Göttingen 1979. 
  • Die Sozialdemokratie und die Revolution von 1918/19, Berlin 1980.
  • Arbeiter und Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik, 3 Bde., Berlin/Bonn 1984-1987.
  • Weimar 1918-1933. Die Geschichte der ersten deutschen Demokratie, München 1993.
  • Streitfragen der deutschen Geschichte, München 1997.
  • Der lange Weg nach Westen, Bd.1: Deutsche Geschichte vom Ende des Alten Reiches bis zum Untergang der Weimarer Republik, München 2000; Bd. 2: Deutsche Geschichte vom "Dritten Reich" bis zur Wiedervereinigung 1933-1990, München 2000.
  • Auf ewig in Hitlers Schatten? Über die Deutschen und ihre Geschichte, München 2007.
  • Geschichte des Westens, Bd.1: Von den Anfängen in der Antike bis zum 20. Jahrhundert, München 2009; Geschichtes des Westens, Bd.2: Die Zeit der Weltkriege 1914 - 1945, München 2011; Geschichte des Westens, Bd.3: Vom Kalten Krieg zum Mauerfall, München 2014; Geschichte des Westens, Bd.4: Die Zeit der Gegenwart, München 2016.
  • Zerreissproben. Deutschland, Europa und der Westen, München 2015.

 

Herausgeberschaften

 

  • Nationalismus, Königstein 1978. 
  • (zus. mit Carola Stern), Wendepunkte deutscher Geschichte 1848-1990, erw. und erg. Aufl. Frankfurt 1994. 
  • Die deutsche Staatskrise 1930-1933, München 1992. 
  • (zus. mit Hartmut Kaelble) Nationalismus, Nationalitäten, Supranationalität, Stuttgart 1993. 
  • (zus. mit Michael Mertes u. Steven Muller) In Search of Germany, New Brunswick 1996. 
  • Weimar im Widerstreit. Deutungen der ersten  deutschen Republik im geteilten Deutschland, München 2002. 
  • Griff nach der Deutungsmacht. Zur Geschichte der Geschichtspolitik in Deutschland, Göttingen 2004.

 

Außerdem zahlreiche Aufsätze in wissenschaftlichen Zeitschriften, Rezensionen und Beiträge zu historischen und politischen Themen in Tages- und Wochenzeitungen.

 

Vollständige Liste der Veröffentlichungen

 

Arbeiten über Heinrich August Winkler

 

Artikel zur Abschiedvorlesung

Patrick Bahners, Westwärts. Heinrich August Winkler hält seine letzte Vorlesung, in: FAZ, 16.2.2007; Gustav Seibt, Winklers Vermächtnis. Großer Bahnhof eines Historikers in Berlins Mitte, in SZ, 16.2.2007; Alexander Cammann, Atlantische Erfahrung. Wie sich der Historiker Heinrich August Winkler von der Humboldt- Universität verabschiedet, in: Der Tagesspiegel, 16.2.2007; Harry Nunn, Winklers Westen. Abschied von der "Humboldt", in: Frankfurter Rundschau, 16.2.2007; Eckhard Fuhr, Vom langen Weg nach Westen zum langen Weg des Westens. "Historiker der Berliner Republik": Die Berliner Humboldt-Universität verabschiedet Heinrich August Winkler, in: Die Welt, 16.2.2007.

 

Zusammenfassende Würdigung:

 
 
Sven Felix Kellerhoff, Prof. Heinrich A. Winkler zum 60.: Ein streitbarer Historiker, in: Berliner Morgenpost, 19.12.1998; Berthold Seewald, Glückwunsch. Heinrich August Winkler 60, in: Die Welt, 19.12.1998; Ulrich Raulff, Die Fackel im Kopf. Flamme ist er sicherlich: Heinrich August Winkler, dem politischen Historiker zum Sechzigsten, in: FAZ, 19.12.1998; Gustav Seibt, Vom Sonderweg nach Berlin Mitte. Nationalhistorie aus sozialdemokratischem Geist: Zum 60. Geburtstag von Heinrich August Winkler, in: Berliner Zeitung, 19./20.12.1998; Leonzi, Christophe, Heinrich August Winkler, historien de la « République de Berlin », in: Esprit, Juni 2002, S. 159-169; Jürgen Leinemann, Der Zeitgenosse. Für den Geschichtsprofessor Heinrich August Winkler wurde der Umzug der Bundesregierung nach Berlin zur Chance seines Lebens - er schrieb einen Bestseller über die neuere deutsche Geschichte und wurde zum Ratgeber für Politiker aller Parteien, in: Der Spiegel Nr. 52, 21.12.2002.  Jürg Altwegg, Deutschland, Platz der Nationen. Ein Cicerone der Erinnerungsorte: Heinrich August Winklers Weg nach Frankreich, in: FAZ, 12.12.2005. Hannes Britschgi, Chronist des Westens, in: SonntagsBlick (Zürich), 10.8.2014 (zur Verleihung des Europapreises für politische Kultur 2014); Felix Müller, Der Erzähler des Westens, in: Berliner Morgenpost, 8.10.2017; Andreas Kilb, Westgeschichte. Ein Welthistoriker aus dem Geist der Ideen von 1776: Zum achtzigsten Geburtstag von Heinrich August Winkler, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.12.2018; Joachim Köppner, Demokratische Gelassenheit von Königsberg bis Berlin: Heinrich August Winkler, der Historiker des Westens, wird achtzig, in: Süddeutsche Zeitung, 19.12.2018; Von Weimar in den Westen. Streitbares Temperament: Dem Historiker Heinrich August Winkler zum achtzigsten Geburtstag, in: Der Tagesspiegel, 19.12.2018.