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Humboldt-Universität zu Berlin - Europäische Geschichte des 19. Jahrhunderts

Albrecht Spranger, M.A.

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Name
Albrecht Spranger M.A.
E-Mail
albrecht.spranger (at) googlemail.com

Vita

Seit 07/2014

Stipendiat des Elsa-Neumann-Stipendiums des Landes Berlin

Seit 11/2013

Doktorand am Lehrstuhl für Europäische Geschichte des 19. Jahrhunderts an der Humboldt-Universität zu Berlin
06/2013 – 09/2014 Freier Mitarbeiter am Projekt ‚Die Liste der jüdischen Einwohner im Deutschen Reich 1933-1945‘ des Bundesarchivs Lichterfelde
2010 – 2013 Masterstudium der Geschichtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin
2008 – 2013 Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung

2006 – 2010

Bachelorstudium der Geschichtswissenschaften und Erziehungswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin

2006

Abitur am Diesterweg-Gymnasium Plauen

Publikationen und Vorträge

11/2016

Rezension zu Langeheine, Romy: Von Prag nach New York. Hans Kohn. Eine intellektuelle Biographie, in: Medaon. Magazin für jüdisches Leben in Forschung und Bildung 19 (2016), http://www.medaon.de/de/artikel/romy-langeheine-von-prag-nach-new-york-hans-kohn-eine-intellektuelle-biographie-2/.

 

11/2016

Hulda Zlocisti – Women in the Zionist movement, in: ZioScience, 17.11.2016, http://zioscience.wixsite.com/zioscience/single-post/2016/11/17/Hulda-Zlocisti-–-Women-in-the-Zionist-movement.

 

06/2016

Tagungsbericht: Streben nach Emanzipation? Judentum und Arbeiterbewegung im 20. Jahrhundert, 31.01.2016 – 02.02.2016 Berlin, in: H-Soz-Kult, 28.06.2016, http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6583.

 

05/2016

Rezension zu Shumsky, Dimitry: Zweisprachigkeit und binationale Idee. Der Prager Zionismus 1900–1930, in: haGalil, 18.05.2016, http://www.hagalil.com/2016/05/shumsky/.

 

01/2016

Rezension zu Ivonne Meybohm: Zionismus. David Wolffsohn – Aufsteiger, Grenzgänger, Mediator, in: haGalil, 21.01.2016, http://www.hagalil.com/2016/01/wolffsohn/.

 

11/2015

Vortrag „Frühe zionistische Perspektiven auf den Antisemitismus am Beispiel Theodor Zlocisti“ auf der Nachwuchstagung Jüdische Studien/Judaistik in Frankfurt a. Main (15. - 17. Nov. 2015).

 

09/2015

Rezension zu Samuel Salzborn (Hg.): Zionismus. Theorien des jüdischen Staates, in: haGalil, 24.09.2015, http://buecher.hagalil.com/2015/09/zionismus/.

 

06/2015

Rezension zu Rezension: Volker Weiß: Moses Hess. Rheinischer Jude, Revolutionär, früher Zionist, in: haGalil, 03.06.2015, http://buecher.hagalil.com/2015/06/moses-hess/.

 

02/2015

Von den Aufklärern bis Arnold Zweig, Rezension zu Hans-Joachim Hahn / Olaf Kistenmacher (Hgg.): Beschreibungsversuche der Judenfeindschaft. Zur Geschichte der Antisemitismusforschung vor 1944, in: haGalil, 24.02.2015, http://buecher.hagalil.com/2015/02/antisemitismusforschung/.

 

Forschungsprojekt

„Theodor Zlocisti – Jüdische Identitätssuche zwischen Zionismus und deutschem Patriotismus“

Das Dissertationsprojekt untersucht anhand des frühen Zionisten Theodor Zlocisti (1874–1943) die multiplen Zugehörigkeiten und Möglichkeiten im deutschen Zionismus. Zlocisti war einer der ersten deutschen Zionisten, nahm am Ersten Zionistenkongresses teil und engagierte in einer ganzen Reihe national-jüdischer Organisationen. Seinen Zeitgenossen war er als Propagandaredner der zionistischen Partei, Autor verschiedenster Zeitschriftenprojekte und Gedichtbände sowie Biograph Moses Hess’ und Übersetzer aus dem Jiddischen bekannt. Er spielte vor allem in den Anfangsjahren eine wichtige Rolle im deutschen Zionismus. 1920 emigrierte er nach Palästina. Dort lebte er fortan in Tel Aviv und später in Haifa. Auf einen ersten Blick erscheint Zlocistis Biographie damit zielgerichtet vom Frühzionismus der 1890er Jahre auf die Auswanderung hinzulaufen. Schaut man jedoch genauer hin, so wird schnell deutlich, dass seine Biographie keineswegs geradlinig verlief, sondern durch vielfache Widersprüche gekennzeichnet war. Zlocisti stand immer wieder zwischen den Stühlen und fühlte sich verschiedenen, teils widersprüchlichen Ideen oder Gruppen zugehörig. Mit einer eindimensionalen Lesart und Einordnung Zlocistis in starre Analysekategorien lässt sich seine Person daher nur unzureichend fassen. Als Zugang für das Verständnis von Zlocistis Person und seiner Entwicklung sollen deshalb multiple (auch nationale) Zugehörigkeiten in den Mittelpunkt rücken. Dabei geht die Arbeit davon aus, dass Zlocistis Leben und Wirken gerade wegen seiner Besonderheiten und vielfachen Anknüpfungspunkte an verschiedene innerjüdische und darüber hinausgehende Debatten einen Blick auf die historische Offenheit und Widersprüchlichkeiten des deutschen Zionismus zulässt. Denn wenngleich Zlocisti als radikales Beispiel gelten muss, dessen Positionen keinesfalls mit denen der Mehrheit deutscher Zionisten identisch waren, so lassen sich anhand seines publizistisches Werks und Engagements doch die ambivalenten Zugehörigkeiten deutscher Zionisten aufzeigen.