Humboldt-Universität zu Berlin - Lehrstuhl für Europäische Geschichte der Frühen Neuzeit

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Neuer Aufsatz von Tobias Graf: „Knowing the ‚Hereditary Enemy‘. Austrian-Habsburg Intelligence on the Ottoman Empire in the Late Sixteenth Century“



Im 16. Jahrhundert war das Osmanische Reich der bedeutendste Rivale des Hauses Habsburg um die Vorherrschaft in Europa. Diese Rivalität und die militärischen Konflikte, die aus ihr entstanden, machten es unerlässlich, dass die Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und ihre Berater Zugang zu verlässlichen Informationen aus dem Osmanischen Reich und rechtzeitige Warnungen vor geplanten Angriffen erhielten. Auf der Grundlage einschlägiger Dokumente aus den Beständen der Wiener Archive argumentiert ein neuer Aufsatz von Tobias Graf, dass Informationsgewinnung eine integrale Aufgabe derjenigen habsburgischen Institutionen war, die zur militärischen und diplomatischen Bewältigung der osmanischen Herausforderung für die österreichisch-habsburgischen Interessen geschaffen wurden. Insbesondere Ausgabenverzeichnisse der kaiserlichen Gesandten in Istanbul aus den frühen 1580er Jahren zeigen, dass die Habsburger Informationsgewinnung in deutlich systematischerer und professionellerer Art und Weise betrieben, als die Forschung bisher angenommen hat.

Der Aufsatz ist im Journal of Intelligence History erschienen und dank der Unterstützung des Open Access Publikationsfonds der Humboldt-Universität zu Berlin als Open Access verfügbar. Den Volltext des Aufsatzes finden Sie hier.