Humboldt-Universität zu Berlin - Geschichte Osteuropas

Aktuelles

April 2022

Cover des Buches Crises in Authoritarian RegimesKrisen in autoritären Ordnungen.

Buchpräsentation und Diskussion

 

2. Mai 2022, 18 Uhr c.t. über Zoom:

https://hu-berlin.zoom.us/j/61926949509

eine Veranstaltung des Berliner Kolloquiums zur Geschichte Osteuropas, Humboldt-Universität zu Berlin und Freie Universität Berlin

Krisen offenbaren die Fragilität der Ordnung und fordern die Macht heraus. Wie gehen autoritäre Regime mit ihnen um? Welche Stärken und Schwächen zeigen sie in der Krisenbewältigung, verglichen mit demokratischen Ordnungen? Wie lässt sich ihre Anpassungsfähigkeit und Persistenz erklären? Die Beiträge dieses Bandes verbinden die Sichtweisen von Politikwissenschaft, Geschichte, Literaturwissenschaft, Soziologie und Regionalwissenschaften auf gegenwärtige und untergegangene Regime in Afrika, Ost- und Zentralasien, Ost- und Westeuropa und Lateinamerika. Die Fallstudien beleuchten die Verdichtung autoritärer Herrschaft in der Krise, die meist zwei konträre Ziele verfolgt: die Stabilität zu erhalten und die eigene Herrschaft zu erneuern.

Podium

Jörg Baberowski, Professor für Geschichte Osteuropas, Humboldt-Universität zu Berlin

Genia Kostka, Professorin für Politik Chinas, Freie Universität Berlin

Alexander Libman, Professor für Politik Osteuropas, Freie Universität Berlin

Stefan Rinke, Professor für Geschichte Lateinamerikas, Freie Universität Berlin

Moderation: Martin Wagner, Humboldt-Universität zu Berlin

 

Neuerscheinung

Jörg Baberowski/Martin Wagner (Hg.): Crises in Authoritarian Regimes. Fragile Orders and Contested Power, Frankfurt am Main/New Work, 376 Seiten, ISBN 978-3-593-51494-9.

erschien am 19. Januar 2022 im Campus Verlag, gefördert durch die Profilpartnerschaft der Princeton University und der Humboldt-Universität zu Berlin,  Link zum Campusverlag

 

 

März 2022

"Putin ist nicht mehr Herr der Lage"

 

Download des Artikels "Putin ist nicht mehr Herr der Lage"

 

Historiker Jörg Baberowski über Russland und die Ukraine

 

Download des Artikels "Ein Krieg, erfüllt vom Geist der Rache"

 

22.06.2020

[English version below]

Call for Papers „Nach dem Terror. Formen der Herrschaft und Repression im Spätsozialismus“
3. Hermann-Weber-Konferenz zur Historischen Kommunismusforschung

Alle kommunistischen Diktaturen unterdrückten ihre vermeintlichen und tatsächlichen Gegner: Kommunistische Herrschaft ohne Repression gab es nicht. Die Mechanismen und Praktiken, derer sich die einzelnen Regime dabei bedienten, unterschieden sich erheblich voneinander und sie veränderten sich im Laufe der Zeit. Setzten die meisten Diktaturen anfangs auf brutalen Terror, physische Gewalt und Willkür, wurden Repressionen zunehmend verrechtlicht und institutionalisiert. Sie wurden gezielter eingesetzt und damit für die Bevölkerung zu einem – wenigstens teilweise – kalkulierbaren Phänomen. Immer öfter trat die Androhung von Sanktionen an die Stelle konkreter Repressionen. Wer tat, was von ihm erwartet wurde, konnte in der Regel davon ausgehen, von direkter parteistaatlicher Gewalt verschont zu bleiben.

Was waren die Gründe für diesen bemerkenswerten Wandel, den alle kommunistischen Staaten – wenn auch auf sehr unterschiedliche Art und Weise – durchliefen? Waren sich die Herrscher ihrer Macht so sicher, dass sie auf den Terror verzichten konnten oder hatten sie verstanden, dass es effizientere Repressionsmechanismen gab als physische Gewalt? Lässt sich dieses Phänomen mit dem Begriff der „Verrechtlichung“ beschreiben und zeigte es sich tatsächlich überall in der sozialistischen Staatenwelt? Inwiefern beeinflussten transnationale Verflechtungen im „Kalten Krieg“ derartige Tendenzen?

Damit verbunden ist eine zweite Ebene: Wie rationalisierten Menschen in unterschiedlichen Staaten und kulturellen Kontexten diese Prozesse? Was bedeutete es, wenn Repressionen berechenbarer – und damit letztlich auch vermeidbar – wurden?

Drittens schließlich geht es um die Dauerhaftigkeit solcher Prozesse: Handelte es sich bei der Abkehr von der Gewalt um einen irreversiblen Vorgang? Oder wurde Gewalt in Krisensituationen wieder zu einer Option? Kam es hier auf die konkrete Situation an, wie es etwa ein Blick auf die unterschiedlichen Situationen in der DDR, Rumänien, der Sowjetunion oder China in den Jahren 1989/91 nahelegt?

Diese Fragen stehen im Zentrum der 3. „Hermann-Weber-Konferenz zur Historischen Kommunismusforschung“, die vom 6. – 8. Mai 2021 vom Lehrstuhl Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität zu Berlin in Verbindung mit dem Forschungsverbund „Landschaften der Verfolgung“ und dem „Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung“ ausgerichtet wird. Die Tagung wird von der „Gerda-und-Hermann-Weber-Stiftung in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur“ gefördert.

Im Rahmen der Konferenz sollen sowohl konzeptionelle Beiträge als auch konkrete empirische Untersuchungen diskutiert werden. Besonders willkommen sind Beiträge, die eine vergleichende oder transnationale Perspektive einnehmen.

Ziel ist es, ausgewählte Konferenzbeiträge im „Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung“ 2023 zu veröffentlichen. Mit der Bewerbung wird die Bereitschaft vorausgesetzt, einen Beitrag zur Begutachtung für diese Publikation einzureichen.

Bitte senden Sie Ihre Themenvorschläge (max. 300 Wörter) sowie einen kurzen CV bis zum 1. September 2020 an folgende Adresse: robert.kindler@hu-berlin.de. Die ausgewählten Beiträger werden bis Ende September benachrichtigt.

Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch.

Reise- und Unterkunftskosten werden von den Veranstaltern übernommen.

Prof. Dr. Jörg Baberowski (Humboldt-Universität zu Berlin)
Dr. Robert Kindler (Humboldt-Universität zu Berlin)

Weitere Informationen:
https://www.geschichte.hu-berlin.de/de/bereiche-und-lehrstuehle/geosteuropas/geschichte-osteuropas

www.landschaften-verfolgung.de

https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/jahrbuch

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Call for Papers “After the Terror. The Politics of Oppression in Late Socialism”

3rd Hermann Weber Conference for the Historical Research of Communism

All communist dictatorships oppressed their opponents, whether they were imagined or real. There was no communist rule that was free from practices of repression. The mechanisms and practices employed by the individual regimes, however, differed considerably and changed over time. While most dictatorships initially relied on brutal terror, physical violence and arbitrary despotism, the mechanisms of repression became increasingly legalized and institutionalized as the systems grew to be more consolidated over time. With the instruments of repression being used in a much more targeted manner, oppression became – at least partially – a predictable phenomenon for the citizens affected. The threat of imposing sanctions increasingly replaced actual repression. Everyone who did not openly oppose the regime could generally assume that they would be spared direct party-state violence.

What were the reasons for this remarkable transformation, which all communist systems went through – albeit in very different ways? Were the leaders confident enough of their power that they could renounce terror, or had they realized that there were more efficient mechanisms of oppression than physical violence? Can this phenomenon accurately be described as “juridification” and was it actually evident throughout the socialist world? To what extent did transnational 'Cold War' entanglements shape these tendencies?

There is a second aspect involved in this problem: How did people in different countries and cultural contexts rationalize these processes? What did it mean when repression became more predictable – and thus ultimately avoidable?

Thirdly, and finally, we are concerned with the lasting effects of these processes: Was the renunciation of violence and state terror an irreversible process? Or did they again become a feasible option in critical situations? Does this question depend on specific circumstances, as the different conditions in the GDR, Romania, the Soviet Union or China in 1989/91 suggest?

These questions are the focus of the 3rd “Hermann Weber Conference for the Historical Research of Communism” organized by the Department of Eastern European History at Humboldt University of Berlin, in cooperation with the research cluster “Landschaften der Verfolgung” (Mapping Persecution) and the “Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung” (Yearbook for Historical Research of Communism). The conference, which will be held from May 6-8, 2021, is funded by the “Gerda-und-Hermann-Weber-Stiftung in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur”.

Both conceptual contributions and specific empirical studies will be discussed. Papers that take a comparative or transnational perspective are particularly welcome.

Selected contributions will be published in German in the “Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung” (Yearbook for Historical Research of Communism) 2023. Translations from English will be arranged if required.

We encourage applicants to send abstracts of maximum 300 words, together with a brief CV to robert.kindler@hu-berlin.de by 1 September 2020. Notifications of acceptance will be sent out by the end of September.

The conference will be held in both English and German.

Costs for travel expenses and accommodation will be covered by the organizers.

Prof. Dr. Jörg Baberowski (Humboldt University, Berlin)
Dr. Robert Kindler (Humboldt University, Berlin)

Further information:

https://www.geschichte.hu-berlin.de/de/bereiche-und-lehrstuehle/geosteuropas/geschichte-osteuropas

www.landschaften-verfolgung.de

https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/jahrbuch

Kontakt

Dr. Robert Kindler
Lehrstuhl für Geschichte Osteuropas
Institut für Geschichte
Unter den Linden 6
10099 Berlin

robert.kindler@hu-berlin.de

 

 


 

9.12.2019

Neuerscheinung: Journal of Modern European History

Fragile Democracy, edited by M. Conway and J. Rainio-Niemi

 

The history of democracy in Scandinavia has often been written as a tale of success: the organic growth of a mature model of democracy out of its origins in the egalitarian social structures of the Nordic region, which was enriched by the influence of progressive ideas of social justice across the twentieth century. This collection of essays seeks, in contrast, to launch a more critical discussion of the complex history of democracy across the Nordic countries. It discusses the vicissitudes of democratic regimes in the region, and more especially the difficulty that they often experienced in balancing conflicting understandings of democracy as a culture and as a quasi-legal system. Those complexities had their origins in the divergent ideologies of democracy that emerged in Scandinavia, varying from different variant of people’s rule (often inflected by narratives of national emancipation) to more standardised systems of rights and freedoms. The articles in this collection do not therefore confine themselves to the political, but also explore the intellectual debates around democracy, as well as the interplay of social interests that influenced its evolution. In making a contribution to the histories of democracy in the Nordic states, this collection of essays also has the ambition of launching a larger discussion about the fragility of democracy across the twentieth century. What is often written about as the victory of a political system which seemed inseparable from modernity itself was in fact a more complex process with a contested past and an uncertain present.

M. Conway: On Fragile Democracy: Contemporary and Historical Perspectives
J. Nevers / J.L. Skov: The ‘folk'ish’ Heritage in Nordic Democracy: Denmark and Norway
P. Ihalainen: The Fragility of Finnish Parliamentary Democracy when Prussianism Fell
M. Hilson: Popular Movements and the Fragility of the Nordic Democracies
J. Kurunmäki: Finland, Sweden and the Interwar Crisis of Democracy
J. Strang: Scandinavian intellectuals and the fragility of democracy in World War II
J. Rainio-Niemi: Constitutionalist Ethos and Constrained Democracy in Finland

Forum I: Neoliberalism as a Concept of Contemporary History?

With contributions of P.-P. Bänziger/ L. Rischbieter/ M. Wulz, M. Ronca, P. Eichenberger, S. Marti, M. Cottier, S. Brandes

Forum II: The Crises of Europe / Europa in der Krise

Gespräch mit K.K. Patel und L. Raphael über die Geschichte der europäischen Integration und den Strukturwandel westeuropäischer Gesellschaften in den 1970er Jahren

 


23.09.2019

A joint conference organized by Kazan Federal State University (Russia) and Humboldt-Universität

Cultures of Participation, 16.-18. Oktober 2019

Location: "Germaine-Tillion-Saal", Centre Marc Bloch, 7th floor, Friedrichstr. 191

 

Thursday, 17 October 2019

 

10:00 – 11:00    Opening Session: Welcome Adresses

Jörg Baberowski, Alla Salnikova, Eduard Rung, Claudia Tiersch


11:30 – 13:00    Panel I – Developing Cultures of Participation

 

Eduard Rung
Royal Audiences in the Ancient Near East as Cultures of Participation


Claudia Tiersch
Disorder and Politics in Plato


Svetlana Malysheva
Trauernde Gesellschaft: die sowjetische Staatstrauer und die Kultur der Teilhabe

 

Moderator: Fabian Thunemann

 

14:00 – 15:30    Panel II – Fostering Cultures of Participation

 

Philipp Winterhager
Greek-Speaking Immigrants in Rome and Roman Anti-Iconoclasm (8th/9th Century)

 

Zhenia Lichten
Partizipation an der Geschichtswissenschaft: die Gruppe ‚Mekize Nirdamim‘ und ihre
Editionen jüdischer Quellen des Mittelalters als Transformationsakt

 

Alla Salnikova
From ‘Bourgeois’ Christmas to Soviet ‘New Year’: State Holiday Policy and Cultures of
Participation

 

Moderator: Claudia Tiersch

 

16:00 – 17:00    Panel III – Perceiving Cultures of Participation

 

Christopher Degelmann
Talk is Cheap! Gossip and the Power of the Weak in Classical Athens


Alexander Frese
Diplomacy and Sociability: the Diplomatic Corps in Moscow in the Interwar Years


Moderator: Jörg Baberowski


17:15 – 17:45 Experiencing cooperation - Impressions of Kazan

 

Friday, 18 October 2019

 

10:00 - 11:30    Panel IV – Practicing Cultures of Participation

 

Moritz Hinsch
Merchants from the Black Sea Region in Athens: between Social Participation and Cultural Distinction


Christian Jaser
Städtische Pferderennen im spätmittelalterlichen Italien und in Deutschland als Partizipationsphänomen


Robert Kindler
The Dark Side of Participation. Mechanisms of Inclusion and Exclusion during Soviet Famines


Moderator: Alexander Schnickmann

 

12:00 – 13:00    Panel V – Contextualizing Cultures of Participation

 

Nataliya Shadrina
The Formation of Eschatological Ideas as Culture of Participation

 

Louis M. Berger
Dem Leviathan widerstehen. Prophetie und politische Theologie bei Quirinus Kuhlmann (1651-1689)

 

Moderator: Johannes Helmrath

 

14:00 – 15.30    Panel VI – Meta-Leveling Cultures of Participation

 

Nataliya Nikolayeva
Vom Idealtext zum Hypertext: Der Text in den Geisteswissenschaften als ein Phänomen der Kulturen


Johannes Helmrath
Sprechen und Hören als Partizipation. Die Stimme der Redner in spätmittelalterlichen Versammlungen

 

Nataliya Bikeeva, Evgeny Chiglintsev
Reception of Antiquity as Culture of Participation in Contemporary Socio-Cultural Practices


Moderator: Sarah Matuschak

 

16:00 - 17:00    Panel VII - Taming the Lion

 

What are Cultures of Participation? Re-Thinking and Discussing Definitions of Cultures of Participation

 

Moderators: Jörg Baberowski, Johannes Helmrath

 


20. Mai 2019

20. Juni 2019 Auftaktkonferenz des Forschungsverbunds „Landschaften der Verfolgung“

 

Unter dem Titel „ÜberLeben in der Diktatur“ findet am 20.6.2019 die Auftaktkonferenz des interdisziplinären Forschungsverbunds „Landschaften der Verfolgung“ an der Europ-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) statt. Sprecher des Verbunds ist Prof. Dr. Jörg Baberowski. In welchem Verhältnis standen Repressionen und freiwillige Unterordnung in sozialistischen Diktaturen? Welches Erbe hinterließen sie und wie können wir heute, 30 Jahre nach dem Ende der SED-Diktatur, damit umgehen? Diese Fragen stehen im Zentrum der Konferenz, an der unter anderem Claudia Weber, György Dalos, Monika Maron, Roland Jahn, Frank Richter teilnehmen.

 


9. November 2018

BMBF Verbundprojekt „Landschaften der Verfolgung“ nimmt im Januar 2019 seine Arbeit auf


Im Januar 2019 nimmt das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte interdisziplinäre Verbundprojekt „Landschaften der Verfolgung“ seine Arbeit auf. Gegenstand des auf vier Jahre angelegten Vorhabens ist die Erstellung einer Datenbank mit den Namen und Biographien aller Opfer kommunistischer Diktaturen zwischen 1945 und 1989. Auf Grundlage dieser Daten können erstmals exakte Aussagen zur Gesamtzahl der Getöteten, Deportierten und aus politischen Gründen Inhaftierten in der SBZ und der DDR getroffen werden. Zudem widmen sich die Teilprojekte des Forschungsverbundes dem individuellen und kollektiven Umgang mit Repression und Verfolgung, der zunehmenden Verrechtlichung von Herrschaft in der DDR sowie der Erforschung von Spätfolgen der Hafterfahrungen.


Sprecher des Forschungsverbunds ist Prof. Dr. Jörg Baberowski. Über den Lehrstuhl Geschichte Osteuropas hinaus, an dem drei Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter besetzt werden, sind zahlreiche inner- und außeruniversitäre Partner an dem Vorhaben beteiligt. Neben der Gedenkstätte Hohenschönhausen, die bei der Erstellung der Datenbank federführend ist, beteiligen sich das Menschenrechtszentrum Cottbus, die Robert-Havemann-Gesellschaft, die Gedenkstätte Lindenstraße in Potsdam an dem Vorhaben. Zudem sind auch Prof. Dr. Barbara Zehnpfennig (Universität Passau), Prof. Dr. Johannes Weberling (Viadrina Frankfurt/Oder) und Prof. Dr. Isabella Heuser (Charité – Universitätsmedizin Berlin) Teil des Projekts.


Das Verbundprojekt „Landschaften der Verfolgung“ wird vom BMBF als eines von vierzehn Projekten gefördert, die sich mit der Geschichte der DDR auseinandersetzen sollen. Zu den zentralen Zielen dieser Forschungsinitiative zählt eine stärkere Verankerung der DDR-Forschung an den Hochschulen sowie die engere Vernetzung von (außer-)universitärer Forschung und Gedenkstätten. Auf diese Weise sollen Forschungsergebnisse einer interessierten Öffentlichkeit noch besser zugänglich gemacht werden.

 


9. November 2018

Neuerscheinung: Journal of Modern European History. Volume 16 (2018) Heft 1: Forum I: Europe and the Holocaust. Forum II: German 'Ostmitteleuropaforschung'


1. August 2018

Neuerscheinung: Journal of Modern European History. Volume 16 (2018) Heft 3: (In-)Securities across European Empires and Beyond; Forum: Ostmitteleuropaforschung II


10. Oktober 2017

Diktaturen als alternative Ordnungen, 12.-13. Oktober 2017

Auftaktkonferenz des interdisziplinären Verbunds für vergleichende Diktaturforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin

 

Programm-Download
 


Räume der Gewalt

+++ Warum tun Menschen einander Gewalt an? Eine eindringliche Studie über den kulturellen Umgang mit Gewalt von dem vielfach ausgezeichneten Stalinismusforscher und Historiker Jörg Baberowski +++

Jede Erklärung der Gewalt sehnt ihr Ende herbei. Das Leben soll schöner werden und die Gewalt aus ihm verschwinden. Doch die Gewalt war und ist eine für jedermann zugängliche und deshalb attraktive Handlungsoption – und kein »Betriebsunfall« oder »Extremfall«. Wer wirklich wissen will, was geschieht, wenn Menschen einander Gewalt antun, muss eine Antwort auf die Frage finden, warum Menschen Schwellen überschreiten und andere verletzen oder töten. Nach seinem preisgekrönten Buch über das stalinistische Gewaltsystem legt der bekannte Historiker Jörg Baberowski nun eine nicht minder beeindruckende Studie über den sozialen, kulturellen und wissenschaftlichen Umgang mit Gewalt vor.


Oral-History-Online-Archiv "Baumwollrepublik Tadschikistan? Zentrale Planung - lokale Gesellschaft"

Im Rahmen ihres Promotionsvorhabens führte Beate Giehler in Kooperation mit lokalen Partnern ein Oral-History-Projekt durch, das 60 Interviews zu einem Online-Archiv zusammenführte. Das Oral-History-Portal soll die gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformation Tadschikistans in der späten Sowjetunion und nach dem Zerfall der Sowjetunion dokumentieren.