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Humboldt-Universität zu Berlin - Geschichte Osteuropas

Aktuelles

 

With a focus on collaboration and resistance against Fascism/Nazism in the 190s and 1940s, this special issue addresses a topic that has drawn a lot of scholarly attention, but is most commonly discussed in nation-centric debates. Within those debates, collaboration is often considered a betrayal of national ideals while resistance is seen to affirm them. Both resistance and collaboration, however, had transnational dimensions which reflected the international reach of communism and fascism and the destruction of many nation-states in the wartime period. Collectively, the essays in this special issue indicate new ways of approaching the complex topics of resistance and collaboration in the age of the Second World War. Without suggesting that this is the only way of thinking about both subjects, we hope that these approaches will further enrich what has become a much more open-ended discussion about some of the most contested aspects of that war.

 

Resistance and Collaboration in the Second World War Transnational
Edited by R. Gerwarth / R. Gildea

S. Kruizinga: The Dutch in a Transnational Army, 1936-1939
D. Gaspar Celaya: Spanish Contribution to the French National Defence Campaign
J. Böhler / J.A. Młynarczyk: Collaboration and Resistance in Wartime Poland (1939–1945)
I. Tames / P. Romijn: Transnational Identities of Dutch Nazi-Collaborators
X. M. Núñez Seixas: The War Experiences of Spaniards and Italians on the Eastern Front


Forum: Yugoslavia and the War (ed. by M.J. Calic)
Mit Beiträgen von N. Barić, X. Bougarel, M.J. Calic, D. Stojanović

 

Editors: J. Baberowski, A. Eckert, R. Gerwarth, C. von Hodenberg, J. Leonhard, A. Nützenadel,  J. von Puttkamer, L.  Rischbieter, T. Snyder, S. Steinbacher, D. Süß,  H. te Velde, A. Wirsching


Journal of Modern European History erscheint viermal jährlich. Umfang je Heft rund 150 Seiten. Bezugspreise 2014: Jährlich € 92,–[D] / sFr 125,– / € 94,60[A]. Einzelheft € 34,–[D] / sFr 45,90 / € 35,–[A]. ISSN 1611-8944. www.chbeck.de/jmeh.

 


 

Diktaturen als alternative Ordnungen

Auftaktkonferenz des interdisziplinären Verbunds für vergleichende Diktaturforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin

 

12.-13. Oktober 2017

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Kronenstr. 5, 10117 Berlin, Veranstaltungssaal

 

Veranstalter

Prof. Dr. Jörg Baberowski, Prof. Dr. Michael Wildt

 

Sponsoren

Leibniz-Zentrum Moderner Orient

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Stiftung Humboldt-Universität

 

Programm

Diktaturen sind komplexe politische, soziale und kulturelle Ord­nungen, die auf Unfreiheit, Gewalt und Unterdrückung beruhen. Sie sind aber auch Konfigurationen des politisch Möglichen, die Zustimmung erzeugen und verstanden werden müssen. Der interdisziplinäre Verbund für Vergleichende Diktaturforschung sucht nach Antworten auf die Frage, weshalb sich Menschen in spezifischen historischen Situationen freiwillig für die Diktatur entscheiden, sich für sie engagieren oder sich ihr widerspruchslos unterordnen.

 

Donnerstag, 12. Oktober 2017

18:00 - 18:30 Eröffnung

18:30 - 20:00 Keynote - György Dalos: "Große und Kleine Diktaturen"

György Dalos, geboren 1943 in Budapest, studierte Geschichte in Moskau von 1962 bis 1967. Sein erster Gedichtband erschien 1964. 1977 ge­hörte er zu den Mitbegründern der demokratischen Oppositionsbewegung in Ungarn. 1988-1989 gehörte er zur Redaktion der ostdeutschen Unter­gundzeitschrift Ostkreuz. Von 1995 bis 1999 leitete er das Ungarische Kulturinstitut in Berlin. Dalos war bis Ende 2011 Mitherausgeber der deut­schen Wochenzeitung Freitag. Dalos ist Mitglied der Sächsischen Akade­mie der Künste. Er lebt als freier Autor in Berlin.

 

Freitag, 13. Oktober 2017

10:00 - 12:00 Herrschaftsdurchsetzung: Furcht und Teilhabe

In allen Diktaturen berufen sich die Machthaber auf den außerlegalen Willen des Volkes. Welche plebiszitären Elemente setzen Diktaturen in der Phase der Herrschaftsdurchsetzung ein, um den Druck auf die Entschei­dungsträger und die besitzenden und gebildeten Schichten zu erhöhen? Inwieweit dienten Gewalt und Terror der Einschüchterung und der Mobil­isierung von Unterstützung?

• Birgit Aschmann: Spanien
• Aloys Winterling: Römisches Imperium
• Jörg Baberowski: Sowjetunion
• Sebastian Lange: Naher und Mittlerer Osten

Moderation: Iris Därmann

 

13:00 - 15:00 Wohlfahrt und Sicherheit

Von Beginn an verbanden Diktaturen ihre Existenzberechtigung mit der Einlösung des Versprechens, Wohlstand zu schaffen und Sicherheit zu ga­rantieren. Dieses Versprechen war sowohl Grund für Ihre Stabilität als auch Ursache für Ihre Delegitimation. Denn die Beherrschten stellten Ans­prüche an die Diktatur, die offen oder indirekt artikuliert wurden und von deren Erfüllung ihre Loyalität gegenüber der Diktatur abhing.

• Hannes Grandits: Südosteuropa
• Stefan Kirmse: Postsowjetische Republiken
• Daniel Hedinger: Japan
• Andreas Eckert: Afrika

Moderation: Stefan Rinke

 

15:30 - 17:30 Legitimität und Öffentlichkeit

Welche Legitimationsmuster entwickelten Diktaturen und wann und unter welchen Umständen wurden diktatorische Ordnungen als legitim empfun­den? Stand die Sicherheit des Einzelnen vor Gewalt im Vordergrund? Oder war das Gefühl von wiedergewonnener Einheit und Gemeinschaft ein ent­scheidendes Legitimationselement? War es die Hoffnung, dass die Dikta­tur Unordnung und Chaos beseitigen und Erwartungssicherheit in den Alltag bringen werde?

• Benjamin Lahusen: NS-Deutschland
• Martin Sabrow: DDR
• Sonja Hegasy: Nordafrika
• Klaus Mühlhahn: China

Moderation: Michael Wildt

 

18:00 - 19:00 Abschlussdiskussion

Jörg Baberowski, Iris Därmann, Klaus Mühlhahn, Christian Waldhoff, Michael Wildt

 

 


Räume der Gewalt

+++ Warum tun Menschen einander Gewalt an? Eine eindringliche Studie über den kulturellen Umgang mit Gewalt von dem vielfach ausgezeichneten Stalinismusforscher und Historiker Jörg Baberowski +++

Jede Erklärung der Gewalt sehnt ihr Ende herbei. Das Leben soll schöner werden und die Gewalt aus ihm verschwinden. Doch die Gewalt war und ist eine für jedermann zugängliche und deshalb attraktive Handlungsoption – und kein »Betriebsunfall« oder »Extremfall«. Wer wirklich wissen will, was geschieht, wenn Menschen einander Gewalt antun, muss eine Antwort auf die Frage finden, warum Menschen Schwellen überschreiten und andere verletzen oder töten. Nach seinem preisgekrönten Buch über das stalinistische Gewaltsystem legt der bekannte Historiker Jörg Baberowski nun eine nicht minder beeindruckende Studie über den sozialen, kulturellen und wissenschaftlichen Umgang mit Gewalt vor.


Oral-History-Online-Archiv "Baumwollrepublik Tadschikistan? Zentrale Planung - lokale Gesellschaft"

Im Rahmen ihres Promotionsvorhabens führte Beate Giehler in Kooperation mit lokalen Partnern ein Oral-History-Projekt durch, das 60 Interviews zu einem Online-Archiv zusammenführte. Das Oral-History-Portal soll die gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformation Tadschikistans in der späten Sowjetunion und nach dem Zerfall der Sowjetunion dokumentieren.

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