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Humboldt-Universität zu Berlin - Geschichte Osteuropas

Sarah Matuschak

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Name
Sarah Matuschak
Status
wiss. Mitarb.
E-Mail

Einrichtung (OKZ)
Philosophische Fakultät → Institut für Geschichtswissenschaften → Geschichte Osteuropas
Sitz
Friedrichstraße 191-193 , Raum 5004 A
Telefon
(030)2093-70594
Postanschrift
Unter den Linden 6, 10099 Berlin
Lehrveranstaltungen

 

Kurzvita | Forschung

 

Kurzvita

1983  geboren in Berlin
2002–2012

Doppelstudium Geschichte und Deutsch (Lehramt) sowie Neuere/Neueste Geschichte, Germanistische Linguistik und Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin

seit 2013

Promotion am Lehrstuhl für Geschichte Osteuropas (Antragsverfahren)

2012 - 09/2015

Lehrtätigkeiten an staatlichen Schulen und in Nachhilfeinstituten sowie nebenberufliche Tätigkeit im Dienstleistungssektor

seit 10/2015

wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Geschichte Osteuropas. Promotion in dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Projekt „Die gegeißelte Muse? Komponisten unter Stalin (1932-1953)“

Forschung

Dissertation/Forschungsprojekt: "Die gegeißelte Muse? Komponisten unter Stalin (1932-1953)" 

Das geplante Forschungsvorhaben legt als Hauptthese die Beobachtung zugrunde, dass die Steuerung der sowjetischen Musik durch den stalinistischen Machtapparat in ihrer Auswirkung auf die einzelnen Komponisten deutlich weniger kohärent ausfiel als die der Nachbarkünste. Die Ursache hierfür ist in der spezifischen Sprache der Musik zu suchen: Chiffriert durch Töne agiert sie auf einer abstrakten Ebene, die subjektiv-emotional rezipiert wird. Hierdurch ließ sie sich weitaus schwerer instrumentalisieren als andere Kunstformen, auch wenn die Kulturbürokratie mit der Schaffung eines zentralen Verbandes und der Initiierung ideologischer Kampagnen in allen Kulturbereichen ähnliche Mechanismen installierte, um auf diese Weise eine umfassende Kontrolle der musikalischen Produktion und Aufführung zu erreichen. Nicht zuletzt unterschied sich daher auch das Ausmaß an Repressionen gegen die Musikschaffenden von anderen Kunstbereichen: Kein Komponist der Stalin-Zeit fand durch das Regime den Tod.

Das Dissertationsprojekt beabsichtigt, anhand der Biographien ausgewählter sowjetischer Komponisten deren Lebenswege und künstlerisches Schaffen im Spiegel des gesellschaftspolitisch-ideologischen Kontextes der Stalin-Zeit zu untersuchen und herauszuarbeiten, wie es den Musikschaffenden gelang, eigene Handlungs- und Entwicklungsspielräume zu entwickeln und so Nischen jenseits dogmatisch-ideologischer Grenzen zu schaffen. Auf diese Weise soll die Musik der Stalin-Zeit neu verortet werden und letztendlich das Bild einer umfassend repressierten Kunst Relativierung finden.