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Humboldt-Universität zu Berlin - Geschichte Osteuropas

Kerstin Bischl

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Name
Kerstin Bischl
Status
wiss. Mitarb.
E-Mail

Einrichtung (OKZ)
Philosophische Fakultät I → Institut für Geschichtswissenschaften → Geschichte Osteuropas
Sitz
Friedrichstraße 191-193 , Raum 5082
Telefon
(030) 2093-70572
Fax
(030) 2093-70654
Postanschrift
Unter den Linden 6, 10099 Berlin

 

 
Kurzvita  |  Forschung  |  Publikationen

 

Kurzvita

1980 

geboren in Witten/Ruhr
2000-2009 Studium der Neueren und Neuesten Geschichte (HF), der Philosophie und der Politikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie an der Freien Universität Berlin
04-11/2000 Dramaturgie- und Regiehospitanz am Maxim-Gorki-Theater in Berlin
01-07/2001 Dramaturgie- und Regieassistenz am Hans-Otto-Theater Potsdam
seit 2002 langjährige Tätigkeiten als politische Bildnerin für reflect! e.V., den AK Internationale Politik des Bildungswerks der Heinrich-Böll-Stiftung, der Jugendbildungsstätte Kurt-Löwenstein in Werftphuhl bei Berlin, ....
2005/2006 DAAD-Stipendiatin an der Staatlichen Universität Voronezh, RF
03-09/2006 Interview-/Lektorentätigkeit für die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft in Voronezh, RF
08-09/2006 Mitarbeit bei der 2. Int. Sommerschule des DAAD und der Historischen Fakultät der Staatlichen Universität Voronezh „Russland – ein Imperium und seine Regionen“
seit 08/2009 Leitung der jährlich stattfindenden Internationalen Sommerschule der Historischen Fakultät der Staatlichen Universität Voronezh
12/2009-03/2010 DAAD-Promotionsstipendiatin für Archivrecherchen in Moskau
05-09/2010 Honorarvertrag am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin
10-12/2010 Promotionsstipendium am Deutschen Historischen Institut, Moskau, RF
seit 06/2011 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, drittmittelfinanziert über das Hamburger Institut für Sozialforschung

 

Forschung

Dissertation/Forschungsprojekt: "Geschlechterverhältnisse, Gewalt und Sinnstiftungen in der Roten Armee 1941-45"

Im „Großen Vaterländischen Krieg“ 1941-45 kämpften bis zu einer Million Frauen in den Reihen der Roten Armee gegen die Wehrmacht. Auch wenn dieses historische Novum inzwischen vielfach Gegenstand geschichtswissenschaftlicher Untersuchungen war – eine kulturgeschichtliche Analyse der Geschlechterverhältnisse an der Front, des Miteinanders der Männer und Frauen in der Roten Armee, sowie ihrer geschlechtlich codierten Selbst- und Fremdbilder steht aber noch aus. Über zeitgenössische Selbstzeugnisse untersucht das Projekt all dieses mit einem besonderen Fokus auf die sich unter Kriegsbedingungen entwickelnde Männlichkeit und will darüber neue Perspektiven auf die Entstehung (sexualisierter) Gewalt werfen.

 

Publikationen

Aufsätze

Telling stories. Gender relationships and masculinity in the Red Army 1941-45. In: Röger, Maren; Leiserowitz, Ruth (Ed.): Women and Men at War – A  gender Perspective on World War II and its Aftermath in Central and Eastern Europe, Osnabrück: fibre 2012 (im Erscheinen).

"Nina + Mascha + Katjuscha. Women in the Red Army 1941-1945", in: Ukraina Moderna, http://www.uamoderna.com/md/141 (April 2012).

"Was für eine Person!" Frauen und Geschlechterverhältnisse in der Roten Armee 1941-1945, in: 360° Das studentische Journal für Politik und Gesellschaft. Mai 2012 (im Druck).

Über Probleme und Möglichkeiten im deutsch-russischen Austausch. Überlegungen und
Erfahrungen einer ehemaligen DAAD-Stipendiatin, Sommerschulleiterin und
wissenschaftlichen Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte an der
Humboldt-Universität Berlin, in: Zyablova, Olga u.a. (Hrsg.): Rossija – Germanija v naučnom dialoge. Ljuboznatel’nost‘ – Kompetencija - Opyt. Russland – Deutschland im wissenschaftlichen Dialog. Neugier - Kompetenz – Erfahrung, Berlin: Frank&Timme  Verlag 2012 (Im Erscheinen).

"Man opfert Aphrodite keine Schweine". Zur Bedeutung von heterosexuellem Sex und Frauen in den Komödien des Aristophanes, in: Bulletin-Texte 31, 2006, S. 4-20.

Und dann war ich nicht mehr da. Überlebende erinnern sexuelle Gewalt bei der Befreiung. In: Alina Bothe, Christina Brüning (Hg.): Geschlecht und Erinnerung im digitalen Zeitalter – neue Perspektiven auf ZeitzeugInnenarchive, Berlin: LIT 2015, 135-156.

Seksualnoe nasilie i povsednevnaja žizn‘. Rassuždenija o Krasnoj Armii. In: Nikolaj Michajlov, Jan Plamper (Hg.) Malenkij čelovek i bol’šaja vojna v istorii Rossii, seredina XIX-seredina XX v., St. Petersburg: Nestor-istorija 2014, 530-542.

 

Lexikonbeiträge

"Privatheit" in: Gender@Wiki - Gesellschaft zur Förderung von frei zugänglichem Fachwissen der Frauen- und Geschlechterforschung e.V., http://www.genderwiki.de/index.php/Privatheit.

 

Rezensionen

Anna Krylova (2010): Soviet Women in Combat: A History of Violence on the Eastern Front, Cambridge: Cambridge University Press, in: L'HOMME. Europäische Zeitschrift für Feministische Geschichtswissenschaft 22 (2011), 2, S. 170–173.

Regina Mühlhäuser (2010): Eroberungen. Sexuelle Gewalttaten und intime Beziehungen
deutscher Soldaten in der Sowjetunion, Hamburg: Hamburger Edition, in: recensio.net,
Rezensionsplattform für die europäische Geschichtswissenschaft, http://www.recensio.net/rezensionen/zeitschriften/jahrbucher-fur-geschichte-osteuropas/jgo.e-reviews-2011/4/eroberungen.

Heinz-Jürgen Voß (2010): Making Sex Revisited: Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive. Bielefeld: transcript, in: H-Soz-u-Kult, 24.06.2011, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2011-2-236.

Pinar Selek (2010): Zum Mann gehätschelt. Zum Mann gedrillt. Männliche Identitäten. Berlin: Orlanda, in: iz3w 326, Sept./Okt.2011, https://www.iz3w.org/zeitschrift/ausgaben/326/rez%203.

Katharina Inhetveen (2010): Die politische Ordnung des Flüchtlingslagers. Akteure – Macht – Organisation. Eine Ethnographie im Südlichen Afrika. Transcript: Bielefeld, in: iz3w 326, Sept./Okt.2011, https://www.iz3w.org/zeitschrift/ausgaben/326/rez%201.

 

Vorträge (Auswahl)

"Gender and Violence in the Great Patriotic War". "Sexual Violence in World War II" International Workshop, Universität Bonn, Februar 2010.

"Alltag und Gewalt, soziale Dynamiken und Geschlechterdiskurse. Die Rote Armee 1941-1945". Kolloquium für Nachwuchswissenschaftler/-innen der Militärgeschichte, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Mai 2010.

"Mangel, Gewalt und männliches Heldentum: Das Innenleben der Roten Armee 1941-45",
Universität Bielefeld, Juni 2010.

"Perspectives on war-caused sexual violence - The Red Army 1941-45". "New Research in the History of Warfare". An International Graduate Conference, University of Cambridge, August 2010.

"Geschlechterverhältnisse und Gewaltdynamiken in der Roten Armee 1941-45". "Gender relationships and dynamics of violence in the Red Army 1941-45". Deutsches Historisches Institut Moskau, November 2010.

"Gender Roles in the Red Army 1941-45". "Dynamization of Gender Roles in Wartime: World War II and its Aftermath in Eastern Europe". Internationale Konferenz am Deutschen Historischen Institut Warschau, März 2011.

"Über Probleme und Möglichkeiten im deutsch-russischen Austausch. Überlegungen und
Erfahrungen einer ehemaligen DAAD-Stipendiatin, Sommerschulleiterin und
wissenschaftlichen Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte an der
Humboldt-Universität Berlin". "Neugier — Kompetenz — Erfahrung Deutschland und Russland im wissenschaftlichen Dialog". Forum im Rahmen des Deutsch-Russischen Jahres der Bildung, Wissenschaft und Innovation, Berlin, September 2011.

"Kriegsgewalt als Resultat erschütterter sozialer Strukturen? Die Rote Armee 1941-45".
"The Red Army 1941-45", Eberhart-Karls-Universität Tübingen, Januar 2012.