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Humboldt-Universität zu Berlin - Geschichte Westeuropas und transatl. Beziehungen

Tommy Stöckel, M.A.

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Name
Tommy Stöckel M.A.
Status
Doktorand
E-Mail
tommy.stoeckel (at) gmail.com

Einrichtung (OKZ)
Philosophische Fakultät → Institut für Geschichtswissenschaften → Geschichte Westeuropas und der transatlantischen Beziehungen

Promotionsthema

 

Das Dissertationsprojekt untersucht am Beispiel der Sozialwissenschaften im Zeitraum von den 1890er bis zu den 1940er Jahren Figuren von Wissenschaftsorganisatoren, die im Zuge einer sich ausdifferenzierenden und sich spezialisierenden wissenschaftlichen Landschaft zu unerlässlichen Akteuren im Wissenschaftsprozess avancierten. Der Untersuchungszeitraum kann dabei wesentliche Konstellationen einfangen, so etwa die beginnende Institutionalisierung der Sozialwissenschaften, die Anfänge der projektförmigen Wissenschaftsorganisation oder die kapitalintensiver werdende Forschung. Da innerhalb der Forschung zwar bereits vereinzelt Wissenschaftler als Organisatoren bezeichnet worden sind (etwa Theodor Mommsen oder Max Weber), eine systematische Untersuchung für die Untersuchungsperiode jedoch fehlt, setzt sich das Projekt zum Ziel, diese Figuren auszuleuchten. Zu unterscheiden sind die dabei betrachteten Organisatoren jedoch von Akteuren des Wissenschaftsmanagements nach 1945 (bsplw. Clemens Heller). In drei Fallstudien sollen Organisatoren in unterschiedlichen Konstellationen analysiert werden: Zunächst werden anhand der französischen Soziologen René Worms und Émile Durkheim frühe Versuche, disziplinäre Infrastrukturen für die Soziologie zu schaffen, bis 1914 betrachtet. Dann soll am Beispiel der Encyclopaedia of the Social Sciences (1923–1935) die projektförmige Organisation in den Sozialwissenschaften untersucht werden. Schließlich wird am Beispiel des in Paris ansässigen Conseil universitaire de la recherche sociale die Rockefeller Politik der 1930er in den Sozialwissenschaften unter den Aspekten Zentralisierung und Flexibilisierung verhandelt.
Die Arbeit möchte so einen Beitrag zu einer nicht disziplingeschichtlich verstandenen Geschichte der Sozialwissenschaften leisten und schreibt sich ferner in aktuelle Forschungen zur Philanthropiegeschichte und der Geschichte der Projektforschung ein.

 

 

Kurzvita

 

Seit April 2016

Doktorand am Lehrstuhl Geschichte Westeuropas und der transatlantischen Beziehungen

 

2013 – 2015

Master of Arts im Deutsch-Französischen Master in Geschichtswissenschaften an der EHESS Paris sowie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Masterarbeit: La science ne connaît pas de frontières. Die transnationale Konstituierung des historischen Feldes in Frankreich (1864–1889)

 

2009 – 2013

Bachelor of Arts in Geschichte an der Philipps-Universität Marburg

Bachelorarbeit: Deutscher Idealismus und frühe Sozialdemokratie. Ferdinand Lassalles Philosophie der Geschichte

 

2008

Abitur am Johannes-Kepler-Gymnasium in Chemnitz

 

Publikationen

 

Rezension zu: S. Czarnowski, Listy do Henri Huberta i Marcela Maussa
(1905–1937)/Lettres à Henri Hubert et à Marcel Mauss (1905–1937), in:
Francia-Recensio 2016/2.

http://www.perspectivia.net/publikationen/francia/francia-recensio/2016-2/zg/czarnowski_stoeckel

Rezension zu: T. Korwin-Szymanowski, L’avenir économique, social et politique en Europe, in: Francia-Recensio 2016/4

http://www.perspectivia.net/publikationen/francia/francia-recensio/2016-4/zg/korwin-szymanowski_stoeckel

Rezension zu: Heilbron, Johan, French Sociology. Ithaca 2015 , in: H-Soz-Kult, 17.10.2017.

http://www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-27028