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Humboldt-Universität zu Berlin - Geschichte Westeuropas und transatl. Beziehungen

Birgit Lulay, M.A.

Name
Birgit Lulay M.A.
Status
Doktorandin
E-Mail
b.lulay (at) gmx.net

Einrichtung (OKZ)
Philosophische Fakultät → Institut für Geschichtswissenschaften → Geschichte Westeuropas und der transatlantischen Beziehungen

Thema | Vita 


Promotionsthema

 
Eugenik und Sozialismus. Zur Ideengeschichte der sozialistischen Bewegungen Deutschlands und Großbritanniens um 1900
 
In den von tiefgreifenden Umbrüchen und Verunsicherungen geprägten Jahrzehnten um die Wende zum 20. Jahrhundert fanden eugenische Ideen zunehmend Anklang – auch bei Sozialistinnen und Sozialisten. Diese verknüpften eugenische Konzeptionen mit sozialistischen Gegenwartsanalysen und Zukunftsvorstellungen. Gegenstand des Promotionsvorhabens ist die eigentümliche Verschränkung der beiden Ideengebäude »Eugenik« und »Sozialismus« in Großbritannien und Deutschland, also in den beiden Ländern, die bei der theoretischen Ausarbeitung des Konzepts »Eugenik« bzw. »Rassenhygiene« Vorreiterrollen einnahmen.
Die Leitfragen des Forschungsprojekts sind folgende: Mit welchen Problemen sahen sich die britischen und deutschen Sozialisten konfrontiert, für die sie Eugenik (und Sozialismus) als plausible oder gar notwendige Lösung betrachteten, und wo sahen sie die Verantwortung für die Probleme? Wie sahen dementsprechend die vorgeschlagenen Lösungsansätze aus? Welche Vorstellungen von Fortschritt und Entwicklung in Natur und Gesellschaft, von wissenschaftlicher Machbarkeit und Objektivität, von der Verfasstheit der Gesellschaft, von Rechten und Pflichten des Staates bzw. der Gemeinschaft auf der einen Seite und des Individuums auf der anderen Seite stehen dahinter?
Mittels des Ländervergleichs lässt sich zudem herausarbeiten, wie unterschiedliche politische, soziale und wissenschaftliche Rahmenbedingungen auf die spezifischen Ausprägungen eugenischen Denkens wirkten und welchen Einfluss andere, verschieden stark präsente Diskurse ›im Hintergrund‹ des im engeren Sinne eugenischen Diskurses ausübten.
 
 

Kurzvita

 

Wissenschaftlicher Werdegang

 

Seit 2013

Doktorandin am Lehrstuhl Geschichte Westeuropas und transatlantische Beziehungen der Humboldt-Universität zu Berlin (Betreuerin: Prof. Dr. Gabriele Metzler)

Elsa-Neumann-Stipendiatin (Promotionsförderung des Landes Berlin)

 

2011

Magistra Artium; Magisterarbeit (Betreuer: Prof. Dr. Wolfgang Hardtwig) ausgezeichnet mit dem Droysen-Preis der Humboldt-Universität

 

2007–2011

Stipendiatin der Rosa-Luxemburg-Stiftung (Studienförderung)

 

2005–2011

 

Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, Philosophie und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der Université Paris 1 – Panthéon Sorbonne, Paris

 

Berufstätigkeit

 

seit 2012

freie Lektorin

 

12/2011–02/2012

Volontariat im Sachbuchlektorat des Verlags C.H. Beck in München

 

2011

(Mit Bernadette Grubner, Roman Kuhn, Christoph Plutte) Übersetzung und Herausgabe von: Guy Debord, Ausgewählte Briefe 1957–1994, Berlin: Edition Tiamat

 

1998–2005

 

Ausbildung zur und Berufstätigkeit als Buchhändlerin