Humboldt-Universität zu Berlin - Historische Diktaturforschung

Aktuelles

9. bis 11. März 2026: "Far-Right, Gender and Femonationalism. International colloquium: How does the far right fight–and weaponize–gender?" (Universität Lausanne) unter Teilnahme von M.A. Aurelia Rohrmann

Weitere Informationen zum Programm und zur Konferenz 

 

10. und 11. März 2026: Tagung "Ökonomische Regeln - und ihre Grenzen" im Rahmen des Verbundprojekts "Demokratisch legitimierte Fiskalpolitik in Zeiten des Wandels" 

Vorträge von 15:15 Uhr (10. März) bis 13 Uhr (11. März) im Lichthof (Ost) und Raum 2249a im Hauptgebäude, Unter den Linden 6, 10117 Berlin

 

 

Weitere Informationen zum Projekt „Demokratisch legitimierte Fiskalpolitik in Zeiten des Wandels“

Die Humbold-Universität zu Berlin, die Universität Mannheim, das Dezernat Zukunft (DZ) sowie das Kiel Institut für Weltwirtschaft starten das Projekt „Demokratisch legitimierte Fiskalpolitik in Zeiten des Wandels“. Die gemeinsame Forschung wird von der VolkswagenStiftung im Rahmen des Programms „Transformationswissen über Demokratien im Wandel – transdisziplinäre Perspektiven“ für fünf Jahre mit bis zu 1,3 Millionen Euro gefördert.

Staats­finanzen spielen eine entscheidende Rolle in Zeiten tiefgreifender gesellschaft­licher Veränderungen. Allein in den kommenden Jahren sollen 500 Milliarden Euro in die deutsche Infrastruktur investiert werden. Doch diese Pläne stoßen auch auf Kritik: Die hohen Ausgaben garanti­eren nicht den erhofften wirtschaft­lichen Aufschwung. Wie eine gezielte Fiskalpolitik wirtschaft­liche Stabilität sichern kann, ist eine der Kernfragen des neuen Forschungs­vorhabens.

Wir wollen die Bedingungen und Herausforderungen öffentlicher Finanzen besser verstehen. In Zeiten tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen kommt den Staatsfinanzen eine entscheidende Rolle zu. Dafür werden historische, juristische und ökonomische Perspektiven vereint, um Vorschläge für eine zukunftsfeste und demokratisch akzeptierte Fiskalpolitik zu entwickeln.

Die Leitfragen lauten:

Wie sieht ein demokratischer Rahmen für gelingende Fiskalpolitik im Umbruch aus?

Was können wir aus der Geschichte deutscher Fiskalregeln lernen?

Wie wirken staatliche Kreditaufnahmen, Steuern und die Kürzung von Ausgaben auf Wirtschaft und Gesellschaft?

Wie können Vertrauen, Planbarkeit und Tragfähigkeit von Staatsfinanzen im demokratischen Prozess gesichert werden?

Wie können Fiskalregeln so gestaltet werden, dass sie Transformationen ermöglichen, gleichzeitig aber soziale, ökologische und finanzielle Nachhaltigkeit sichern?

Team:

Prof. Dr. Moritz Schularick, Kiel Institut für Weltwirtschaft

Prof. Dr. Michael Wolfgang Müller, Universität Mannheim

Prof. Dr. Stefanie Middendorf, Humboldt-Universität zu Berlin

Dr. Max Krahé, Dezernat Zukunft e. V., Berlin