Humboldt-Universität zu Berlin - Historische Diktaturforschung

M.A. Nina Huwer

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M.A. Nina Huwer
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Dissertationsprojekt:

Eigentum schreiben. Ökonomische Selbstentwürfe und Eigentumsvorstellungen in deutschen und französischen Ego-Dokumenten der 1970er Jahre

 

Das Projekt fragt danach, wie Individuen in den 1970er Jahren ökonomische Krisen und Unsicherheit als Teil ihres Alltags erfuhren und deuteten. Anhand von Tagebüchern aus Westdeutschland und Frankreich wird untersucht, wie Privateigentum im subjektiven Schreiben verhandelt wurde. Der Fokus liegt darauf, wie Tagebuchautor:innen in Notaten und Einträgen ihr Verhältnis zu ökonomischen Ressourcen reflektierten sowie ihr Selbstverständnis als ökonomische Subjekte in einer sich verändernden politischen Ökonomie formulierten.

 

Das Projekt wird folglich von drei zentralen Forschungsinteressen geleitet:

  1. Selbststabilisierung von Menschen in Krisenzeiten: Welche alltäglichen Praktiken

entwickelten Menschen in den 1970er Jahren, um ökonomische Krisen zu bewältigen?

  1. Eigentum als Stabilisierungsressource: Welche Bedeutung gewann Eigentum in den

1970er Jahren für den Umgang mit ökonomischer Unsicherheit und unter welchen

Bedingungen wurde es zu einer Ressource alltäglicher Stabilisierung?

  1. Eigentum als Subjektivierungsform: Welche Formen der Selbstbeschreibung bildeten

sich im Zusammenhang mit Eigentum heraus und welche sozialen, generationellen und

geschlechtsspezifischen Bedingungen prägten die Bedeutung von Eigentum im Umgang

mit ökonomischer Unsicherheit?