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Humboldt-Universität zu Berlin - Mittelalterliche Geschichte I

Forschung

Die Forschungstätigkeiten am Lehrstuhl konzentrieren sich auf die vergleichende Geschichte Europas im Mittelalter, auf trans­kulturelle Verflechtungen in global­historischer Perspek­tive sowie auf eine inter­kulturell-vergleichende Geschichte des vormodernen Stiftungs­wesens.

 

Vergleichende Geschichte Europas im Mittelalter

Für den ersten Schwerpunkt wurde 1998 ein „Institut für vergleichende Geschichte Europas im Mittelalter“ (IVGEM) gegründet, das seither zahlreiche Symposien abgehalten sowie Gäste aus dem europäischen und außer­europäischen Ausland betreut hat und unter dessen Dach mehrere Forschungs­projekte durch­geführt wurden.

Zuletzt koordinierten Mitarbeiter/innen des Lehrstuhls und des IVGEM im Rahmen des Schwerpunktprogramms 1173 der Deutschen Forschungs­gemeinschaft „Integration und Desintegration der Kulturen im europäischen Mittelalter“ (2005–2012) die inter­disziplinäre Arbeit von ca. drei Dutzend Projekten an etwa 20 deutschen Universitäten. Unter der Leitung des Lehrstuhl­inhabers konnten in diesem Rahmen am IVGEM selbst foglende Projekte durch­geführt werden:

  • Juliane Schiel, „Produktive Zerstörung – zerstörte Produktivität. Ein Vergleich zwischen dem Mongolen­sturm und dem Fall von Konstanti­nopel aus dominikanischer Sicht“
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  • Jan Rüdiger und Michael Brauer, „Die Zungen Europas. Sakralität, Welt­deutung und Vielfalt der Sprachen im euro­medi­terranen Mittel­alter“
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  • Marcel Müllerburg, „Gesprächsräume. Netzwerke der christlich-jüdischen Kommunikation seit dem Hohen Mittelalter“
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Am IVGEM wird außerdem die seit 1999 laufende Schriftenreihe „Europa im Mittelalter. Abhandlungen und Beiträge zur historischen Komparatistik“ (bisher 25 Bände) herausgegeben.

 

Transkulturelle Verflechtungen in globalhistorischer Perspektive

Im zweiten Schwerpunkt der Forschung am Lehrstuhl wird zur Zeit unter Mitwirkung der Byzanti­nistik, Islam­wissenschaft und Judaistik ein euro­mediterran angelegtes Projekt „Migrationen als transkulturelle Verflech­tungen. Italien von ca. 400 bis ca. 1000“ vorbereitet.

 

Interkulturell-vergleichende Geschichte des vormodernen Stiftungswesens

Im dritten Schwerpunkt wurden mehrere Projekte der Deutschen Forschungs­gemeinschaft sowie der Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschafts­förderung durchgeführt:

  • 1998/99: „Quellencorpus zum mittel­alterlichen Stiftungs­wesen“
  • 1999/2000: „Die Stiftungen der fränkischen und deutschen Könige und ihre Wirklichkeiten“
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  • 2003: „Stiftungen in den großen Kulturen des alten Europa“
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  • 2006–2008: „Stiftungstod. Säkularisation von Kirchengut und andere Gefähr­dungen für die Stiftungs­zwecke durch staatliche Gewalt in der lateinischen und griechisch-orthodoxen Christen­heit des Mittel­alters – ein trans­kulturelles und inter­nationales Forschungs­projekt“
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Die Ergebnisse sind in der eigenen Reihe „StiftungsGeschichten“ (bisher zehn Bände) publiziert.

Durch einen European Advanced Grant des European Research Councils wird nun ein fünfjähriges Forschungs­programm zu „Foundations in medieval societies. Cross-cultural comparisons“ ermöglicht, an dem Indologen, Islam­wissen­schaftler, Judaisten und Byzanti­nisten gemeinsam mit Mediävisten arbeiten werden.