Humboldt-Universität zu Berlin - Geschichte des Mittelalters in vergleichender Perspektive. Schwerpunkt: Früh- und Hochmittelalter

Wintersemester 2023/2024

 

Prof. Dr. Barbara Schlieben

Dr. Philipp Winterhager

 

Prof. Dr. Barbara Schlieben

 
Vorlesung: Europa im Frühmittelalter: Perspektiven, Debatten, Kontroversen

Fr. 10-12 Uhr (UL6, R. 3038/035) - AGNES

Europa im Frühmittelalter gab es nicht – jedenfalls nicht als eindeutiges Konstrukt mit definierten Grenzen und auch nicht als Wertebegriff. Doch stellten Regionen vom heutigen Bulgarien bis Südspanien, von Süditalien bis England einen vielfach verwobenen Sozial- und Kulturraum dar. Diese Verflechtungen aufzuzeigen, Entwicklungen unterschiedlicher Regionen vergleichend in den Blick zu nehmen und so zugleich einen Überblick über zentrale politische und soziale Organisationsformen, Formen des religiösen Lebens sowie kulturelle Errungenschaften des Frühmittelalters zu geben, ist das Ziel der Vorlesung.

 

Masterseminar: Geht zum Teufel! Kommunikation mit Dämonen, Geistern und dem Teufel im Mittelalter

Fr., 27.10.: 12-14 Uhr (FRS 191, R. 4026) - AGNES

Fr., 03.11.: 12-14 Uhr (FRS 191, R. 4026)

Fr., 17.11.: 12-14 Uhr (FRS 191, R. 4026)

Fr., 24.11.: 12-14 Uhr (FRS 191, R. 4026)

Fr., 15.12.: 12-14 Uhr (FRS 191, R. 4026)

Fr., 02.02.: 12-18 Uhr (FRS 191, R. 4026)

Sa., 03.02:  9-18 Uhr (FRS 191, R. 4026)

Es mag in unserer säkularen Welt seltsam klingen, aber: Im Mittelalter und weit darüber hinaus kommunizierte man nicht nur regelmäßig mit Gott, sondern auch mit dem Teufel, mit Dämonen und Geistern. Man sprach sie an, erwarte eine Reaktion und machte sie so zu einem sozialen Gegenüber – zu einem, das man zumeist rasch wieder los werden wollte; zahlreiche Quellen (Chronistik, Briefe, medizinische, juristische und theologische Traktaten) berichten davon.
Im Seminar soll untersucht werden, wie man diese Gespräche führte und was sie in den Augen der Zeitgenossen möglich machte. Dabei geht es auch um die Frage, was daraus folgt, wenn wir als Historiker:innen den Teufel, Dämonen und Geister als soziale Akteure des Mittelalters ernstnehmen und was das für eine Sozialgeschichte bedeuten kann.

 

Kolloquium zur Geschichte des Mittelalters (gemeinsam mit Prof. Dr. Dorothea Weltecke)

Mo. 18-20 Uhr (FRS 191, R. 4031)

Das Kolloquium dient der Diskussion aktueller Forschungsprojekte aus dem Bereich der mittelalterlichen Geschichte mit auswärtigen Gästen. Die „Master- und Doktorandenwerkstatt“ (Block Sitzung am 19.01., 12-18 Uhr und 20.01., 9-18 Uhr) bietet zudem die Gelegenheit, aktuelle Herausforderungen Ihrer eigenen Projekte zu diskutieren. Fortgeschrittene Bachelorstudierende sind zum Kolloquium ebenso willkommen wie Masterkandidat:innen und Doktoranden.

Programm

 

Dr. Philipp Winterhager

 

Übung: Geschichte wissenschaftlich schreiben

Di. 10-12 Uhr (DOR 24, R. 1.404) - AGNES

Wie fasse ich meine Gedanken präzise in Worte, was ist ein guter wissenschaftlicher Schreibstil, wie lässt sich Geschichte lesbar verfassen, und wie lässt sich all dies in der Praxis verbinden? Gutes wissenschaftliches Schreiben ist kein naturgegebenes Geschenk, sondern lässt sich lernen, üben und verbessern. Anregungen und Hilfestellung dazu wird diese Übung vermitteln. Studierende vom ersten bis zum letzten Semester sind zur Teilnahme eingeladen. Das regelmäßige Verfassen kleiner eigener Texte (etwa Response Paper, Essay, Rezension…) wie auch deren Diskussion in Gruppen oder im Plenum ist Teil der Lehrveranstaltung. Diese Übung wird im Rahmen der Initiative „Seid-Ihr-die-Ersten?“ unterrichtet.

 

Bachelorseminar: Stadt, Land, Fluss. Konflikt und Innovation im Rhein-Main-Gebiet am Beginn des Hochmittellaters

Mo. 16-18 Uhr (HVR 5, R. 0319-22) - AGNES

Das 11. und 12. Jahrhundert gelten in der Forschung als ein Zeitraum verdichteten gesellschaftlichen Wandels, der sich auf verschiedenen Feldern ausdrückt: Wirtschaftliche Innovation, neue soziale Schichten, eine stärker städtisch orientierte Gesellschaft, Reform der Kirche und Krisen des Königtums. All diese Entwicklungen lassen sich auf kleinem Raum an Main und Mittelrhein gut beobachten und untersuchen. Im Seminar fragen wir nach den Wechselwirkungen von Konflikten, Innovationen und Gesellschaftsentwürfen in diesem Gebiet.
Erwartet wird die Bereitschaft, sich mit Literatur und Quellen intensiv auseinanderzusetzen. Das Seminar wird einen hohen Anteil von Gruppenarbeits-Aufgaben enthalten und Raum für die Vorbereitung einer Hausarbeit bieten.

Zurück zum Seitenanfang