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Humboldt-Universität zu Berlin - Sozial- und Wirtschaftsgeschichte

Dr. Marie Huber

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Name
Dr. Marie Huber
E-Mail
marie.huber (at) hu-berlin.de

Forschungsschwerpunkte:

Marie Huber forscht aus globalhistorischer Perspektive zur Geschichte der Entwicklung und Nationenbildung in Afrika sowie zur transnationalen Entstehung und Zirkulation von Wissen. In ihrem Promotionsprojekt untersuchte sie die Implementierung der Welterbekonvention in Entwicklungsländern, am Beispiel von Äthiopien. Die Ergebnisse des Projekts zeigen, wie wichtig die Repräsentation nationaler Identitäten im Rahmen der Vereinten Nationen und der neuen internationalen Ordnung ab 1960 war und wie sehr das offizielle Erbe Äthiopiens von ausländischen Experten mitgestaltet wurde. Es zeigt auch, wie strategisch Regierungen in Nehmer-Ländern mit Entwicklungshilfe umgingen.

In ihrem DFG-geförderten Projekt zur Unternehmensgeschichte der westafrikanischen Fluggesellschaft „Air Afrique“ verbindet sie diese Erkenntnisse aus der politischen und Staatsgeschichte mit einem wirtschaftsgeschichtlichen Ansatz. Als Teil des Schwerpunktprogramms "Experience & Expectation - Historical Foundations of Economic Behaviour" untersucht sie, welche Rolle die Fluglinie beim Aufbau der neuen westafrikanischen Nationalstaaten spielte, und wie die vielen äußeren Ereignisse und Vorgaben das unternehmerische Handeln beeinflusst haben. Link zum Forschungsprojekt


Vorstellung:

Marie Huber studierte an der TU Berlin Geschichte und Soziologie und war anschließend freiberuflich in der Stadtforschung tätig, vor allem für Gutachten und Berichte. Sie wurde 2017 am Institut für Geschichtswissenschaften der HU promoviert. Für ihr von der Gerda-Henkel gefördertes Promotionsprojekt war sie als Gastwissenschaftlerin in Paris und Addis Ababa.

Nach der Promotion war sie ein Jahr als PostDoc fellow am Lehrstuhl für afrikanische Geschichte am Institut für Asien- und Afrikawissenschaften der HU, gefördert mit einem Stipendium der Humboldt-Graduate School. In dieser Zeit warb sie erfolgreich Fördermittel der DFG für eine „Eigene Stelle“ ein, seit 2020 ist sie Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Als Lehrbeauftragte unterrichtete sie in den letzten Jahren Seminare zur afrikanischen Geschichte des 20. Jahrhunderts und zum wissenschaftlichen Arbeiten mit digitalen Ressourcen. Sie hat drei Kinder und ist ehrenamtlich als Mentorin in einem Frauennetzwerk aktiv, zu den Themen Vereinbarkeit und Karriereplanung in Expertinnenberufen.


aktuelle Publikationen:

- Ihr erstes Buch “Developing Heritage – Developing Countries: Ethiopian Nation Building and the Origins of UNESCO World Heritage, 1960-1980” erscheint am 29.11.2020 beim De Gruyter Verlag in der Reihe “Africa in Global History".

- Rezension zu: Akerman, James R.: Decolonizing the Map. Cartography from Colony to Nation.Chicago  2017ISBN 9780226422787, in: Connections. A Journal for Historians and Area Specialists, 06.12.2019, <www.connections.clio-online.net/publicationreview/id/reb-28077>.

‘Altes Wissen auf neuen Wegen - Die Verbreitung von Äthiopienwissen durch internationale Netzwerke 1950-1980’. In Wissen in Bewegung: Migration und globale Verflechtungen in der Zeitgeschichte seit 1945., Simone Lässig, Stephanie Zloch, Lars Müller (Hg.) 291–321. Berlin; Boston: De Gruyter 2018.


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