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Humboldt-Universität zu Berlin - Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte

Alrun Schmidtke, M.A.

Foto
Name
Alrun Schmidtke M.A.
Status
Doktorand/in
E-Mail
alrun.schmidtke (at) hu-berlin.de

Einrichtung (OKZ)
Philosophische Fakultät → Institut für Geschichtswissenschaften → Wissenschaftsgesch. /Schwerpkt. Bild.u.Org.d.Wissens 19./20.Jhd.
Sitz
Friedrichstraße 191-193 , Raum 5069
Telefon
(030)2093 70625
Sprechzeiten

nach Vereinbarung

Postanschrift
Unter den Linden 6, 10099 Berlin

→ Vita

→ Arbeitsschwerpunkte

→ Forschungsprojekt

→ Publikationen

→ Außerkurrikulare Lehr/Lernprojekte

 

Vita

Alrun Schmidtke ist Doktorandin am Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte. Ihr Promotionsvorhaben zu Beratern in Wissenschaftsverlagen im 20. Jahrhundert wird von der Gerda Henkel-Stiftung gefördert.

Alrun Schmidtke hat Wissenschafts- und Technikgeschichte an der Technischen Universität Berlin (B.A.) und Geschichtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (M.A.) studiert. Sie besuchte Summer Schools in Luton, Heidelberg und Basel und war 2009-2013 Hilfskraft am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte. 2012/13 lief die von ihr initiierte und koordinierte Sonderausstellung „Wohlsein!“ im Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité. Nach ihrem Masterabschluss mit einer Arbeit über die Berliner Hygieneausstellung 1883 erhielt sie ein Forschungsstipendium der Thyssen-Stiftung. Seit 2014 ist sie Mitglied am Forschungszentrum Gotha. Vom WiSe 2014/15 bis zum WiSe 2015/16 hat sie Anja Sattelmacher als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte vertreten. Sie war seither Stipendiatin im Sonderforschungsbereich „Kulturen des Entscheidens“ (Universität Münster) und am Deutschen Historischen Institut London. Seit Februar 2017 ist sie Promotionsstipendiatin der Gerda Henkel-Stiftung.

 

Arbeitsschwerpunkte

  • Wissenschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
  • Wissens- und Mediengeschichte des wissenschaftlichen Buchhandels
  • Historische Epistemologie des Archivs

 

Forschungsprojekt

Veröffentlichungspolitik und Entscheidungsbefugnisse:

Der Verlagsberater Paul Rosbaud und die wissenschaftlichen Verlage Julius Springer, Pergamon Press und Wiley Interscience, 1927-1963

Das Promotionsvorhaben untersucht das Spannungsfeld zwischen Naturwissenschaft und Buchmarkt historisch und leistet damit einen originären Beitrag zu gegenwärtigen wissenschaftshistorischen Debatten zum Verhältnis von Wissenschaft und Ökonomie. Im Zentrum der Untersuchung steht die Figur des Verlagsberaters im wissenschaftlichen Buchhandel in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Der freiberufliche Berater zeichnete sich durch eine dezidiert externe Position aus, die dazu geeignet war, die betreffende Person als neutralen Mediator zwischen Verlegern und Wissenschaftlern inszenieren zu können und damit unternehmerische Interessen mit neuen Mitteln durchzusetzen. Anhand erst kürzlich zugänglich gewordener Archivbestände wird untersucht, wie sich die flexible Positionierung des Beraters auf die Praktiken der wissenschaftlichen Publizistik ausgewirkt hat. Ausgehend von einer Untersuchung des Verlags Julius Springer und seiner Berater in der Vorkriegszeit wird der Fokus auf die Beratungskarriere des Chemikers Paul Rosbaud gelegt. Zunächst mehr als zehn Jahre als wissenschaftlicher Berater für den Springer-Verlag tätig, lebte er nach 1945 in London und war dann im angloamerikanischen naturwissenschaftlichen Verlagsbuchhandel, unter anderem für Pergamon Press, North-Holland, Oxford University Press und Wiley Interscience, aktiv.

Abbildung: Schutzumschlag von „Book Publishing as a career“ von Philip Unwin, London: Hamish Hamilton 1965. Foto: Alrun Schmidtke.

 

Außerkurrikulare Lehr/Lernprojekte 

  • Lesegruppe Archivgeschichte (seit SoSe 2016)
  • Arbeitsgruppe Experten als Ressourcen in Entscheidungskontexten (seit Juni 2016)

 

Publikationen 

  • „Mapping a distant empire: Bruno Hassenstein’s Atlas of Japan (1885/87)“, in: Holt Meyer, Susanne Rau, Katharina Waldner (Hg.), SpaceTime of the Imperial, Berlin/Tokyo: De Gruyter 2016 [SpatioTemporality/RaumZeitlichkeit 1].
  • (Hg. mit Angelika Kaminska und Elena März), Dokumentation zum Projekttutorium „Intervention im Museum“ und zur Ausstellung „Wohlsein!“, Berlin 2013.
  • (Hg. mit Tina Müller), Katalog zur Ausstellung „Wohlsein! Gesund werden – gesund bleiben. Einblicke in die integrative Medizin“ (Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité, 2. November 2012 - 27. Januar 2013), Berlin 2012.
  • Tagungsbericht „Ausgestelltes Wissen. Ausstellungen als Modus und Medien der Wissenskommunikation im 20. Jahrhundert“ (Bielefeld, 21.-23. Juli 2011), in: H-Soz-u-Kult, 8. Oktober 2011.