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Humboldt-Universität zu Berlin - Neueste und Zeitgeschichte

Aktuelles

CfP »Die Grenzen der Gerichtsbarkeit. Irritationen und Herausforderungen der Justiz in Deutschland im 20. Jahrhundert«

Benjamin Lahusen | Marcus Payk | Johanna Rakebrand | Karin Trieloff | Timo Walz
Workshop an der Humboldt-Universität zu Berlin | 26./27. Januar 2018
Call for Papers bis zum 30. September 2017

 

Wir möchten interessierte Wissenschaftler/innen zu einem Workshop einladen, der sich mit Phänomenen der Irritation, Improvisation und Irregularität in der Justiz vom Kaiserreich bis zum wiedervereinigten Deutschland beschäftigt. Im Anschluss an aktuelle historische Forschungen soll ein neuer Blick auf die normativen Kategorien und statischen Regelmodelle der juristischen und politikwissenschaftlichen Diskussion geworfen und die Justiz in größeren Kontexten betrachtet werden. Wir interessieren uns dabei für alle Formen der Rechtsprechung in sämtlichen Instanzen und fachlichen Zweigen, um verschiedene Konstellationen einer krisenhaften Herausforderung und Resilienz auszuloten. Weitere Informationen.

 

 

Forschungskolloquium Geschichte, Recht und Rechtsgeschichte

Marcus Payk | Julia Eichenberg | Benjamin Lahusen | Kim Christian Priemel
14.07.2017
Freitag 14 Uhr c. t. – 18 Uhr
Unter den Linden 6 | Raum 210

 

Der Arbeitskreis Geschichte, Recht und Rechtsgeschichte lädt ein zu einem Kolloquium zum Thema »Skandalprozesse«. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Programm und weitere Informationen.

 

Forschungskolloquium zur deutschen Zeitgeschichte nach 1945

Prof. Martin Sabrow
Montags 18.00-20.00 Uhr
Friedrichstr. 191-193 | Raum 4031

 

20.04. Martin Sabrow: Begrüßung, Vortrag und Diskussion zu dem Thema "Geschichte als Aufklärung"
15.05. Karin Trieloff: Gerichtsprozesse im Rheinland unter alliierter Besatzung, 1918-1930
22.05.
Scott Krause: Willy Brandts Berlin
Stefanie Eisenhuth: Die Schutzmacht. Eine Geschichte der amerikanischen Besatzung West-Berlins, 1945-1994
29.05. Meta Stephan: Unternehmen als (außen)politische Akteure – methodische Probleme bei der Untersuchung von transnationalen Wirtschaftsakteuren in kultur- und politikgeschichtlicher Perspektive
12.06.
Antrittsvorlesung Rüdiger Bergien: Von der Gegnerbekämpfung zur Gesellschaftsanalyse? Perspektiven einer Wissensgeschichte deutscher Geheimdienste und Polizeibehörden, ca. 1960–2000
19.06.
Nils Theinert: On the Road Again. Repräsentationen des „Hippie Trails“ in (west)deutschen TV-Dokumentationen
Ellen Pupeter: „Performative Heritage“ in Kraków-Kazimierz. Urbaner Raum und jüdische Geschichte im Spannungsfeld touristischer Inszenierung und gesellschaftlicher Neu-Aneignung
26.06. Moritz Reininghaus: Philosophie zwischen Garmisch und Dresden. Rudolf Schottlaender und die deutsche Nachkriegsphilosophie
03.07. Lena Kuhl: Die DDR-Bezirke. Eine Herrschaftsgeschichte der Region auf der empirischen Basis von drei Bezirken, 1952-1989
10.07. Patrik Schmidt: Kultur und Kritik. Das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und die kulturelle Öffentlichkeit der Bundesrepublik seit den späten 1960er Jahren
17.07.
Jakub Szumski: Die revolutionäre Situation in den 1980-er Jahren. Volkspolen und die DDR im Vergleich

 

 

Neuerscheinung:

Das 20. Jahrhundert vermessen
Signaturen eines vergangenen Zeitalters

Martin Sabrow und Peter Ulrich Weiß (Hg.)

Wallstein
Göttingen 2017
Geschichte der Gegenwart
(hg. von Frank Bösch und
Martin Sabrow), Bd. 13
333 S., geb., Schutzumschlag
29,90 €
ISBN 978-3-8353-1878-6

 

Welchen Ort hat das 20. Jahrhundert im kulturellen Gedächtnis der Gegenwart?

Das 20. Jahrhundert trägt schon jetzt eine Vielzahl schillernder Titel, die seinen weltgeschichtlichen Platz bestimmen sollen: das Katastrophenjahrhundert, das Zeitalter
der Extreme, das Jahrhundert der Ideologien, das Amerikanische Jahrhundert. Doch
wie plausibel sind solche Etikettierungen im Licht aktueller Forschungen? Gemeinsames
Ziel der hier versammelten Beiträge ist es, das je nach Perspektive »kurze« oder
»lange« 20. Jahrhundert als eine von Kontinuitäten und Zäsuren durchzogene, aber
doch unter gemeinsamen Blickwinkeln erfassbare Epoche zu begreifen.

Aus dem Inhalt:
Gabriele Metzler – Das Jahrhundert der Gewalt und ihre Einhegung
Peter Ulrich Weiß – Grenzregime als Epochenphänomen
Jörg Baberowski – Die Sowjetunion im Zeitalter der Moderne
Ute Frevert – Rationalität und Emotionalität
Rüdiger Graf – Krise als epochemachender Begriff
Frank Bösch – Medienumbrüche und Zäsuren
Jochen Oltmer – Flucht, Vertreibung, Deportation
Heinz–Gerhard Haupt – Der Siegeszug der Konsumgesellschaft
Jan Eckel – Menschenrechte in der internationalen Politik
Winfried Süß – Aufstieg und Krisen des Sozialstaats
Lutz Raphael – Frankreichs Modernität
Sybille Steinbacher – Der Holocaust
Bodo Mrozek – Jugendkultur
Martin Sabrow – Das Gedächtnis des Jahrhunderts