Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin - Neueste und Zeitgeschichte

Dr. Sabine Moller - Forschungsprojekt

 

"Zeitgeschichte sehen"
Die empirische Erforschung des Zusammenhangs von Geschichtsbewusstsein und Filmwahrnehmung

 

Filme und ihre Bilder stellen einen wichtigen Deutungsrahmen für die Wahrnehmung historischer Ereignisse bereit. Wie allerdings Filme von ihren Zuschauern konkret angeeignet werden, wie bewegte Bilder sowohl vor dem Hintergrund des subjektiven Geschichtsbewusstseins als auch vor dem der öffentlichen Erinnerungskultur gedeutet werden, ist bis heute weitgehend unerforscht.

Für diese aus geschichts- wie medienkulturwissenschaftlicher Perspektive außerordentlich bedeutsame Fragestellung wird im Forschungsprojekt ein methodenkombinierender Untersuchungsansatz entwickelt und erprobt. Die Untersuchung der medialen Vermittlung von zeithistorischen Themen setzt am Beispiel von zwei national wie international überaus erfolgreichen Geschichtsfilmen zur deutschen bzw. amerikanischen Vergangenheit an: Die Aneignung der Tragik-Komödien Forrest Gump (1994) und Good Bye, Lenin! (2003) durch deutsche und amerikanische Zuschauer wird eingehend analysiert und miteinander verglichen.

Das an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg am Lehrstuhl für Geschichtsdidaktik (Prof. Dr. Dietmar von Reeken) begonnene Forschungsvorhaben wird in Kooperation mit der Stanford History Education Group durchgeführt. Dieser transkulturelle Ansatz bietet die Chance, das Projekt für eine weitere internationale Vernetzung der Geschichtsbewusstseinsforschung zu nutzen.