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Humboldt-Universität zu Berlin - Neueste und Zeitgeschichte

Stefanie Eisenhuth - Forschungsprojekt

 

Die Schutzmacht.
Eine Geschichte der 
Amerikaner in West-Berlin 1945-1994. 

(Dissertationsprojekt)

 

Die Studie verfolgt das Ziel, anhand der sich verändernden Bedingungen des Zusammenlebens von amerikanischen Soldaten und deutscher Zivilbevölkerung die vermeintlich lineare Erfolgsgeschichte der Beziehungen zwischen West-Berlin und den USA nach 1945 zu hinterfragen. Im Mittelpunkt stehen die Gestaltung der sogenannten troop-community relations durch die U.S. Army, das State Department und den Berliner Senat, Motivation und Ziele der Akteure sowie die narrative Deutung der Militärpräsenz. 

Der Untersuchung liegt die These zugrunde, dass das Verhältnis beeinflusst wurde durch 1) sich verändernde Konzepte von Sicherheit, 2) einen kulturellen Wandel in den Jahren „nach dem Boom“ (Doering-Manteuffel), 3) einen Prozess der Militarisierung in den USA und eine parallele „Entgewaltung“ (Sabrow) in der Bundesrepublik sowie 4) divergierende Konzepte des städtischen Selbstbildes. Diesen Annahmen geht das Projekt anhand von Fallbeispielen nach und untersucht verschiedene Formen des deutsch-amerikanischen Zusammenlebens: Begegnungen auf offizieller und informeller Ebene, inszenierte Freundschaftstreffen wie spontane Protestkundgebungen, in West- sowie in Ost-Berlin.