Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Geschichtswissenschaften

Publikationen

Die Reihe „Eigene und fremde Welten“ erscheint im Campus Verlag und wird für den Sonderforschungsbereich 640 herausgegeben von Jörg Baberowski, Stefan Beck, Thomas Mergel, Gabriele Metzler und Vincent Houben. Zwischen 2007 und 2014 sind 32 Monographien und Sammelbände entstanden, die die Arbeit des Sonderforschungsbereiches einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Im Zentrum stehen hierbei stets interkulturelle und intertemporale Begegnung und Vergleich.
 
Zusätzlich zu dieser Buchreihe veröffentlichte der Sonderforschungsbereich 640 in Kooperation mit dem Dokumenten- und Publikations-Server Edoc der Humboldt-Universität zu Berlin eine Reihe von Working Papers, in denen Doktoranden und Gäste des Sonderforschungsbereiches ihre Arbeiten vorstellen und Arbeitsgemeinschaften erste Diskussionsergebnisse und Erkenntnisse präsentieren. Für nähere Informationen klicken Sie bitte auf den Link "Working Paper" auf der linken Seite.

 

kinformation

Maren Klotz
Band 32: (K)information
Gamete Donation and Kinship Knowledge in Germany and Britain

 

Bekommt ein Paar ein Kind mithilfe von gespendeten Ei- und Samenzellen, stellt sich die Frage, wie diese Familie mit dem Wissen um die Spende im Alltag umgeht. Maren Klotz untersucht, wie Verwandtschaft vor diesem Hintergrund konstruiert wird. Sie zeichnet ein Bild von Familiengründung im 21. Jahrhundert, das weniger von einer Relevanz genetischen Wissens geprägt ist, als vielmehr von Transparenz und Informationsfreiheit als neuem moralischem Gebot.

Ausgezeichnet mit dem Humboldt-Preis 2013 der Humboldt-Universität zu Berlin.

Campus, 2014

carneval

Sebastian Klöß
Band 31: Notting Hill Carnival.
Die Aushandlung des Eigenen im multiethnischen Großbritannien

Migration und Multikulturalismus, Integration und Identität  bis heute lösen diese Themen in westlichen Gesellschaften Kontroversen aus. Die Begegnung mit dem Anderen hat in der Geschichte wiederholt vertraute Ordnungen und Vorstellungen herausgefordert. Sebastian Klöß analysiert diese Debatten am Beispiel des Notting Hill Carnivals in London. Die mehrtägige Großveranstaltung gilt als Kontaktzone, in der Afrokariben und Briten ihre eigene Identität und die Abgrenzung zum Anderen konflikthaft aushandeln. Die Analyse des multikulturellen Festes leistet einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von Migrations- und Integrationsprozessen.

Campus, 2014

vertrauen

Jörg Baberowski (Hg.)
Band 30: Was ist Vertrauen?
Ein interdisziplinäres Gespräch

Vertrauen ist ein ebenso alter wie alltäglicher Begriff. Vertrauen sei gut, Kontrolle jedoch besser, verkündeten die bolschewistischen Revolutionäre. In der aktuellen Schuldenkrise ist davon die Rede, dass man Banken und Staaten nicht mehr vertrauen könne und Vertrauen zurückgewonnen werden müsse. Was aber ist Vertrauen? Wie lässt es sich theoretisch erklären und empirisch erforschen? Historiker, Politikwissenschaftler und Juristen erörtern diese Fragen aus interdisziplinärer Perpektive. Sie zeigen in ihren Beiträgen, dass Vertrauen das Fundament sozialer Beziehungen ist, weil es Menschen Sicherheit gibt und Gesellschaften stabilisiert.

Campus, 2014

metzler

Gabriele Metzler (Hg.)
Band 29: Das Andere Denken.
Repräsentationen von Migration in Westeuropa und den USA im 20. Jahrhundert

Zuwanderung und ethnische Minderheiten prägten die westlichen Gesellschaften im 20. Jahrhundert. Aus Begegnungen mit den »Fremden« entstanden in Wissenschaft, Politik und Alltag Deutungen »des Anderen«, die in diesem Band thematisiert werden. Behandelt werden unter anderem juristische Diskurse über »Volksgruppen« in Österreich, die Wahrnehmung von Arbeitsmigranten in Deutschland oder die Veränderung von Sprache und Esskultur durch neue Einflüsse. Dabei werden sowohl die Selbstdeutungen und kulturellen Praktiken von Migranten als auch der Wandel in den »Aufnahmegesellschaften « in den Blick genommen.

Campus, 2013

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Stefan B. Kirmse (Hg.)
Band 28: Youth and Globalization in Central Asia.
Everyday Life between Religion, Media, and International Donors

The Central Asian Republic of Kyrgyzstan, formerly part of the Soviet Union, is home to the city of Osh - a city renowned as an epicenter of Islamism and political instability. Yet, it is also shaped by globalization in all its manifestations. Stefan Kirmse explores what this means for young people's everyday lives. He shows that youth move between global media, religious groups and Western donors, crafting their own unique experiences of globalization in an ongoing process of bricolage. At the same time, they are subject to particular economic constraints and communal expectations.

Campus, 2013
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Christiane Reinecke (Hg.), Thomas Mergel (Hg.)
Band 27: Das Soziale ordnen.
Sozialwissenschaften und gesellschaftliche Ungleichheit im 20. Jahrhundert

Die Sozialwissenschaften denken und beschreiben Gesellschaft und produzieren damit Wissen über soziale Ordnungen. Dieses Wissen spielt eine wichtige Rolle für die vielfältigen Ordnungen und Um-Ordnungen des Sozialen. In diesem Band werden Praktiken, Bilder und Semantiken untersucht, anhand derer sich Wissenschaftler, Politiker und andere Akteure in den USA, Großbritannien und Deutschland über den Aufbau von Gesellschaft verständigten. Die Beiträge geben auf diese Weise Aufschluss über den Umgang mit sozialer Differenz im 20. Jahrhundert.

Campus, 2012
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Maike Lehmann
Band 26: Eine sowjetische Nation.
Nationale Sozialismusinterpretationen in Armenien seit 1945

Der Genozid von 1915 im Osmanischen Reich und die Demonstrationen von 1988, die den Zusammenbruch der Sowjetunion mit anstießen, bestimmen unser Bild von Armenien. Doch nicht allein das nationale Trauma oder Repressionen im Staatssozialismus prägten die armenische Nation. Maike Lehmann zeigt, welche Handlungs- und Interpretationsspielräume sich armenische Bürger an der sowjetischen Peripherie in den Jahrzehnten nach 1945 erarbeiteten und wie sie dabei das sozialistische Projekt mit neuen, lokalen Bedeutungen versahen. So trugen sie gleichermaßen zur Legitimierung und Stabilisierung wie auch zur Erosion des Staatssozialismus bei.

Campus, 2011
 
Working Paper
Stefan B. Kirmse (Hg.)
Band 25: One Law for All?
Western Models and Local Practices in (Post)Imperial Contexts

Examining new archival material from the nineteenth and early twentieth centuries, One Law for All? discusses legal transfer and practice in imperial and post-imperial societies, including Russia, Latin America, Africa, and East Asia. The essays collected here analyze the legal sphere as a site of struggle, both in debate and in everyday life, from the level of universal aspirations to particular local practices. The contributors explore the ways in which both lawmakers and ordinary people talk about and actively use the law, thereby telling a story of contested European hegemony, local assertions, and multiple legal borrowings.

Campus, 2012
 
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Anna-Maria Blank, Vera Isaiasz, Nadine Lehmann(Hg.)
Band 24: BILD - MACHT - UnORDNUNG.
Visuelle Repräsentationen zwischen Stabilität und Konflikt

Bilder sind machtvoll. Sie sind keine bloßen Reflexionen der Wirklichkeit oder stumme und statische Zeugen der Geschichte. Sie spiegeln Meinungen, rechtfertigen oder delegitimieren soziales Handeln, können gar gesellschaftliche Ordnungen stützen oder destabilisieren. Der Band betrachtet das Instrumentarium der Bildanalyse, fragt nach der Bedeutung von Bildern in kommunikativenProzessen, erforscht ihren Einfluss auf den Bestand oder Wandel bestehender gesellschaftlicher Strukturen und beleuchtet schließlich ihre Konkurrenz gegenüber anderen Medien.

Campus, 2011
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Jörg Feuchter, Bee Yun, Friedhelm Hoffmann (Hg.)
Band 23: Cultural Transfers in Dispute.
Representations in Asia, Europe and the Arab World since the Middle Ages

Kulturen sind keine voneinander isolierten Gebilde, sie durchdringen und beeinflussen sich gegenseitig. Beschreibungen solchen Kulturtransfers sind dabei immer wertend, geschehen sie doch stets selbst von einem kulturellen Standpunkt aus. Anhand konkreter Beispiele untersucht der Band kontroverse Wahrnehmungen und Darstellungen von Kulturtransfer in und zwischen Asien, Europa und der arabischen Welt. In allen drei Weltregionen spielen die behandelten Repräsentationen eine bedeutende Rolle bei der Bestimmung von »eigener« und »fremder« Kultur.

Campus, 2011
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Tsypylma Darieva, Wolfgang Kaschuba, Melanie Krebs(Hg.)
Band 22: Urban Spaces after Socialism.
Ethnographies of Public Places in Eurasian Cities

Was geschieht in eurasischen Städten seit dem Ende der Sowjetunion? Wie werden periphere urbane Räume neu konstruiert, angeordnet und reflektiert in Stimmen der Subkulturen und im Alltag der postsozialistischen Stadt? Bei politischen Ungewissheiten und begleitet von Phänomenen der Globalisierung entsteht hier ein Labor spezifischer urbaner Kulturen. Der Umgang mit urbanen Räumen und Symbolen muss neu verhandelt, die Aneignung öffentlicher Plätze von neuen Akteuren erprobt werden. Der Band bietet ethnografische Einblicke in Städte wie Eriwan, Tiflis, Taschkent oder Osh, die diesen Umbruch erleben.

Campus, 2011
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Thomas Mergel (Hg.)
Band 21: Krisen verstehen.
Historische und kulturwissenschaftliche Annäherungen

Krisen scheinen ein maßgebliches Kennzeichen der westlichen Moderne zu sein. Die Autoren des Bandes betrachten Krisen aus kulturvergleichender und historischer Perspektive und analysieren sie dabei als soziale Konstrukte, als Wahrnehmungen, Erfahrungen oder auch als Diskurse. Sie zeigen, wie Krisen die Vorstellungen und Strukturen von Gesellschaften rasch und unerwartet von Grund auf verändern können. Und sie machen deutlich, dass jede Krise zugleich auch Ausdruck der Gesellschaft ist, in der sie erscheint.

Campus, 2012
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Jörg Baberowski, Gabriele Metzler (Hg.)
Band 20: Gewalträume.
Soziale Ordnungen im Ausnahmezustand

Gewalt ist ein menschliches Potenzial, überall und jederzeit. Die Autorinnen und Autoren des Bandes befassen sich aus historischer und ethnologischer Perspektive mit den Bedingungen von Gewalt. Sie zeigen, unter welchen Umständen Gewalt entsteht, wie sie sich ausbreitet und dynamisiert. Deutlich wird dabei, wie sehr Gewalt soziale Ordnungen prägen kann und wie Erfahrungen mit Gewalt Sichtweisen auf die Umwelt verändern. Nicht zuletzt behandeln die Beiträge aber auch den wichtigen Aspekt, wie Gewalt wieder beendet werden kann.

Campus, 2012
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Michi Knecht, Maren Klotz, Stefan Beck (Hg.)
Band 19: Reproductive Technologies as Global Form

In the thirty years since the first “test-tube baby,” in-vitro fertilization and other methods of reproductive assistance have become a common aspect of family life and medicine in developed nations—and, increasingly, throughout the world. This collection brings together ethnographic studies of how these reproductive technologies are deployed across a wide variety of nations and cultures, taking special account of how they are linked to aspirations towards modernity—and how they contribute to an ongoing reconfiguration of the boundaries of knowledge and human agency. The resulting volume offers both a current snapshot of the cultural state of reproductive technologies and a plethora of provocative questions for the future.

Campus, 2012
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Jörg Baberowski (Hg.)
Band 18: Arbeit an der Geschichte.
Wie viel Theorie braucht die Geschichtswissenschaft?

Die Beiträge des Bandes widmen sich der umfassenden Frage, was die Theorie für die Geschichtsschreibung leisten kann. Brauchen Historiker überhaupt Theorien? Und welche Rolle spielen speziell Theorien von Repräsentation in der Geschichtswissenschaft? Es kommen unter anderem Autoren zu Wort, die an historischen Fallbeispielen zeigen, was mit Theorien anzufangen ist und wie Geschichten erzählt werden müssen, die sich auf die Theorie berufen.

Campus, 2010
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Michael Pesek
Band 17: Das Ende eines Kolonialreiches.
Ostafrika im Ersten Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg war auch ein Krieg um Kolonien. Ostafrika gehörte zu den am längsten umkämpften Schlachtfeldern. Die Mehrzahl der Kriegsbeteiligten waren, neben den Europäern, Afrikaner und Inder. Ohne die Hunderttausende afrikanischer Arbeiter und Träger hätte der Krieg von keiner Seite geführt werden können. Michael Pesek schildert das Los der afrikanischen Soldaten und das Leben der Zivilbevölkerung, wo Zwangsarbeit und Kriegsverbrechen alsbald Teil des Systems waren.

Campus, 2010
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Susan Rößner
Band 16: Die Geschichte Europas schreiben.
Europäische Historiker und ihr Europabild im 20. Jahrhundert

Historiker zählten im 20. Jahrhundert zu den wichtigen Baumeistern Europas. Susan Rößner untersucht Europabilder von deutschen, britischen und niederländischen Historikern aus den Jahren nach dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg sowie nach 1989. Sie zeigt, wie Historiker ihr Land zu Europa, aber auch Europa zur Welt in Verhältnis setzten, was sie für europäisch und was für weniger europäisch hielten und wie Europa in ihren Idealvorstellungen aussah.

Campus, 2009
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Priska Jones
Band 15: Europa in der Karikatur.
Deutsche und britische Darstellungen im 20. Jahrhundert

Priska Jones untersucht Europadarstellungen in deutschen und britischen Karikaturen der 1920er und 1950er sowie 1980er und 1990er Jahre. Die Karikaturen vermitteln interessante Rückschlüsse darauf, wie Europa jeweils gedacht und bewertet wurde. Im Laufe der Jahrzehnte werden die nationalen Unterschiede in der deutschen und britischen Perspektive, aber auch ein genereller Wandel des jeweiligen Europabewusstseins und europäischen Selbstverständnisses deutlich. 

Campus, 2009
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Herfried Münkler, Jens Hacke (Hg.)
Band 14: Strategien der Visualisierung.
Verbildlichung als Mittel politischer Kommunikation

Seit jeher pflegen politische Gemeinschaften bestimmte Praktiken der Visualisierung. Im politischen Konkurrenzkampf behält meist derjenige die Oberhand, der geschickt suggestive und wirkungsmächtige Bilder einsetzt. Die Autoren gehen der Frage nach, in welcher Weise politische Themen auf bestimmte Formen der Verbildlichung angewiesen sind und wie die Bilder auf das kollektive Bewusstsein einwirken.

Campus, 2009
 
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Herfried Münkler, Jens Hacke (Hg.)
Band 13: Wege in die neue Bundesrepublik.
Politische Mythen und kollektive Selbstbilder nach 1989

Nach 1989 musste die Bundesrepublik ihr Selbstbild und ihre historische Tradition neu definieren. Dass Adenauer zum bedeutendsten Deutschen gewählt, die Erinnerung an 68 gepflegt oder sich mit dem »deutschen Herbst« beschäftigt wird, belegt den neuen Umgang mit der eigenen Geschichte. Die Beiträge beleuchten die politisch-kulturellen und ideengeschichtlich relevanten Debatten, auch diejenigen über Patriotismus und Leitkultur.

Campus, 2009
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Vincent Houben, Mona Schrempf (Hg.)
Band 12: Figurations of Modernity.
Global and Local Representations in Comparative Perspectives

This collection of essays offers a theoretical discussion and fresh empirical and interdisciplinary perspectives on the multiple and complex dimensions of non-European figurations of modernity. Historians, anthropologists and scholars of comparative education studies discuss colonialism in Africa and Southeast Asia, education in Latin-America, ethnicity and secular morality in post-Mao China, and hero construction and heritage in soviet Central Asia and Africa. The book deals with colonial, post-colonial and post-revolutionary contexts as well as with the intertwined dynamics of globalisation and localisation.

Campus, 2008
 
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Jörg Baberowski, David Feest, Christoph Gumb (Hg.)
Band 11: Imperiale Herrschaft in der Provinz.
Repräsentationen politischer Macht im späten Zarenreich

Am Beispiel des zarischen Russlands untersuchen die Autoren die Möglichkeiten und Grenzen von Herrschaft. Im Vielvölkerreich begegneten sich Bauern und Adlige, Zentrum und Peripherie, Russen und Nichtrussen unter verschiedenen Umständen auf verschiedene Weise. Die Ordnungen waren fragil, wurden in Frage gestellt und mussten gegen konkurrierende Ansprüche verteidigt werden. Der Band beleuchtet, wie unter diesen Umständen politische Herrschaft dargestellt, ausgeübt und vermittelt wurde.

Campus, 2008
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Jörg Baberowski, David Feest, Maike Lehmann (Hg.)
Band 10: Dem Anderen begegnen.
Eigene und fremde Repräsentationen in sozialen Gesellschaften

Soziale Gemeinschaften vergegenwärtigen, bestätigen und verändern durch Repräsentationen die Ordnung, in der sie leben. In der Begegnung mit anderen werden diese verteidigt oder mit neuer Bedeutung versehen. An Beispielen aus Europa, Südamerika, Afrika und Asien wird in diesem Band untersucht, wie Repräsentationen als Praktiken der Weltauslegung das Beharren, aber auch den Wandel sozialer Ordnungen beeinflussen und wie Einzelne und Gruppen durch sie klären, wer sie selbst sind und was das Andere ist.

Campus, 2009
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Jörg Feuchter, Johannes Helmrath (Hg.)
Band 9: Politische Redekultur in der Vormoderne.
Die Oratorik europäischer Parlamente im Spätmittelalter und Früher Neuzeit

Die europäischen Repräsentativversammlungen des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit verfügten über eine ausgeprägte rhetorische Kultur. Weniger als in modernen Parlamenten wurde kaum über Sachfragen gestritten, vielmehr wurden Formen symbolischer Kommunikation gepflegt. Die Reden dienten vor allem der Bewahrung des Konsenses, konnten aber durch feinste Nuancen in Inhalt und Form auch Konflikte zum Ausdruck bringen. Der Band versammelt erstmals Untersuchungen zu diesen vormodernen politischen Redekulturen in Europa.

Campus, 2008
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Heike Bock, Jörg Feuchter, Michi Knecht (Hg.)

Band 8: Religion and Its Other.

Secular and Sacral Concepts and Practices in Interaction

The possibility to conceptualize »the religious« and »the secular« as two differentiated spheres and to contrast them is a typical element of Western modernity. It is therefore no surprise that, while notions of religion as such are widespread through all times and cultures, systematic conceptions and universalizing definitions are often shaped by specifically Western developments and historical experiences, as cultural and social anthropologist Talal Asad has made us aware. Taking Asad’s reflections as a starting point and choosing the figure of »Religion and Its Other« as their specific research strategy, the chapters in this collection, representing a rich array of perspectives from historical, social and cultural sciences, examine the ways in which concepts and practices of the secular and the religious emerge in relation to one other in Christianity, Judaism and Islam.

Campus, 2008

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Jens Hacke, Matthias Pohlig (Hg.)
Band 7: Theorie in der Geschichtswissenschaft.
Einblicke in die Praxis des historischen Forschens

Welche Rolle spielt die Theorie in der Geschichtswissenschaft und was machen Historiker, wenn sie vorgeben, eine Theorie anzuwenden? An unterschiedlichen Beispielen aus der Praxis des historischen Forschens werden diese Fragen durchgespielt. Die Beispiele reichen von hermeneutischen und diskursanalytischen Theorien über die Textphilologie bis hin zur Ideen- und Begriffsgeschichte.

Campus, 2008
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Barbara Schulte
Band 6: "Zur Rettung des Landes".
Bildung und Beruf im China der Republikzeit

In der ersten chinesischen Republik von 1912 war die Verbindung von Bildung und Beruf in Form der Berufsbildung ein relativ neues Phänomen, das in der Gesellschaft auf wenig Akzeptanz traf. Gleichzeitig wurde die Berufsbildung seitens reformorientierter Eliten als effizientes Mittel zur Modernisierung und damit der »Rettung des Landes « gepriesen. Barbara Schulte führt vor Augen, wie diese Modernisierer zwischen eigenen Traditionen und westlicher Moderne zu vermitteln suchten – ein kreatives Zusammenspiel der Kulturen, das bis heute seine Spuren hinterlassen hat.

Campus, 2008
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Susann Baller, Michael Pesek, Ruth Schilling, Ines Stolpe (Hg.)
Band 5: Die Ankunft des Anderen.
Repräsentationen sozoaler und politischer Ordnungen in Empfangszeremonien

Eine Ankunft ist stets ein besonderer Moment. Der jeweilige Empfang, ob zeremoniell oder alltäglich gestaltet, gibt Aufschluss über die sozialen und politischen Vorstellungen von Reisenden und Gastgebern. In den Beiträgen werden Ankunftssituationen in unterschiedlichen kulturellen, sozialen und politischen Kontexten behandelt, Herrscher, Gesandte und Visitatoren betrachtet und gezeigt, wie sich Macht, Einfluss und Anpassung in den jeweiligen Epochen in verschiedenen Ankunftsszenarien widerspiegelten.

Campus, 2008
 
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Vera Isaiasz, Ute Lotz-Heumann, Matthias Pohlig, Monika Mommertz (Hg.)
Band 4: Stadt und Religion in der frühen Neuzeit.
Soziale Ordnungen und ihre Repräsentationen

Im frühneuzeitlichen Europa war die Stadt zugleich christliche Gemeinschaft, Bürger- und Kirchengemeinde waren eins. An Beispielen wie Berlin und Dublin, Prag und Venedig, Magdeburg und La Rochelle gehen die Autoren des Bandes der Bedeutung von Kirche und Konfession für das städtische Selbstverständnis nach. Dabei verbinden sie die klassische Stadtgeschichtsschreibung mit kulturgeschichtlichen Ansätzen. Der Band ist eine Festschrift für Heinz Schilling.

Campus, 2007
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Tsypylma Darieva, Wolfgang Kaschuba (Hg.)
Band 3: Representations on the Margins of Europe.
Politics and Identities in the Baltic anch South Caucasian States

Since the first Baltic nations joined the European Union, debates about reorganizing post-Soviet republics have grown increasingly heated. How do citizens in the Baltic and South Caucasian states cope with EU expansion and the feeling of existing simultaneously "inside" and "outside" Europe? Based on ethnographies and archival work, Representations on the Margins of Europe offers new insights into shifts in the national identity, cultural geography, and symbolic boundaries. This exploration of local responses to Europe’s new hegemony will appeal to anyone interested in anthropology, history, and politics.

Campus, 2007
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Jürgen Schriewer (Hg.)
Band 2: Weltkultur und kulturelle Bedeutungswelten.
Zur Globalisierung von Bildungsdiskursen

Bildungspolitik ist längst schon keine nationale Angelegenheit mehr. Das zeigen die PISA-Studie oder die Bologna-Initiative als auch die in letzter Zeit zunehmend im Blickpunkt stehenden Kulturtransfers. Dieser Band behandelt Formen und Prozesse der weltweiten Vernetzung von Bildungspolitik und Pädagogik seit dem 19. Jahrhundert: von frühen Beispielen internationaler Bildungsberichterstattung über die Rolle der Weltbank in den Bildungsreformen postsozialistischer Länder bis hin zur sozialwissenschaften Theoriedebatte über die Herausbildung der einen "Weltkultur" und die Beharrungskraft kulturspezifischer "Bedeutungswelten".

Campus, 2007
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Jörg Baberowski, Hartmut Kaelble, Jürgen Schriewer(Hg.)
Band 1: Selbstbilder und Fremdbilder.
Repräsentation sozialer Ordnung im Wandel

Im Mittelpunkt des Bandes stehen die Selbst- und Fremdbilder, Deutungsmuster und kollektiven Identitäten verschiedener Kulturen und Gesellschaften im historischen und innereuropäischen Vergleich, aber auch im Vergleich zwischen Europa und den Gesellschaften Asiens, Afrikas und Lateinamerikas.

Campus, 2008