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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Geschichtswissenschaften

London 2000/01

Zwischenbericht University Colledge London 2000/2001

Mich auf einen Platz am University College of London zu bewerben, war eine der besten Entscheidungen, die ich je im Laufe meines Geschichtsstudiums getroffen habe. Zwar ist London fuer mich mit einem grossen finanziellen Aufwand verbunden und bringt deshalb von vornherein einige Probleme mit sich, die sich in Berlin nicht stellen; der Aufenthalt hier gab und gibt mir aber viele Moeglichkeiten und Erfahrungen, die ich auf keinen Fall missen moechte.
So kann ich jedem Mittelalterstudenten einen Platz am UCL waermstens empfehlen. Die Auswahl an historischen und linguistischen Kursen ist hervorragend (vom Fruehmittelalter bis zur Renaissance - fuer jeden ist garantiert etwas dabei) und das Lehrpersonal ist aeusserst kompetent und stets hilfsberreit. Man muss also keine Angst haben, dass man als Neuling (und dazu noch Auslaender) auf sich selbst gestellt ist.
Es gibt allerdings einige Dinge, um die man sich selbst - und schon vor der Reise nach London kuemmern sollte. Besonders wichtig ist, dass man sich moeglich schnell nach der Annahme des Platzes am UCL um eine passende Unterkunft bemueht. Das heisst, dass man sich entweder auf ein Zimmer in einem der Studentenwohnheime bewirbt (die uebrigens alle sehr billig sind und im Zentrum Londons situiert sind und deshalb in meinem Augen die beste Unterkunft darstellen), oder man macht sich auf die Suche nach einer privaten Unterkunft. Leider muss man sich darauf gefasst machen, dass bei dem derzeitigen Umtauschkurs ein grosser Teil des monatlichen Geldes von der Miete aufgesaugt wird. Dummerweise muss man die Studentenwohnheime fuer einen ganzen Term im voraus bezahlen - man sollte also genug Geld dafuer zur Seite legen...
Staendiger Geldmangel war das einzige wirkliche Problem, dass sich mir in London stellte. Wenn es ganz schlimm werden sollte, hat man aber immernoch die Moeglichkeit fuer die Studentunion zu arbeiten - das bedeutet studentenfreundliche Arbeitszeiten, relativ gute Bezahlung und eine nette Umgebung.
Leider kann ich nicht allzu viel ueber das Studium der Neueren und Neuesten Geschichte am UCL sagen, da ich keinen dieser Kurse belegt habe. Von Freunden habe ich aber erfahren koennen, dass das UCL seinen Ranking - Platz (3.) durchaus verdient hat.
Und natuerlich darf man nicht vergessen, dass man hier am UCL in einer der schoensten Staedte Europas studiert. In London gibt es immer etwas zu sehen und zu tun - mit Langeweile ist also nicht zu rechnen.
Man sollte sich allerdings darauf gefasst machen, dass man einen grossen Teil seiner Zeit in der Bibliothek verbringt. Es wird erwartet, dass man circa 40 Stunden die Woche mit Lernen verbringt - das kann manchmal sehr hart sein, zahlt sich aber auf jeden Fall aus. Auch wenn man manchmal nicht soviel von London zu sehen bekommt.
Abschliessend moechte ich noch sagen, dass ich sehr froh bin, dass mir dieser Austausch moeglich gemacht wurde. Ich habe sehr viel gelernt und erfahren, dass in meinem zukuenftigen Studium von grosser Bedeutung sein wird. Wenn man sich also von meinem Bericht nicht abschrecken laesst, kann man sich auf ein sehr schoenes und lehrreiches Jahr freuen, dass das Studium auf jeden Fall bereichert.