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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Geschichtswissenschaften

London 2004/05

Undine Lieberwirth
University College London
 
 
“When you are tired of London you are tired of life!“ (Dr. Samuel Johnson).
Ich kann das nach meinem knapp einjährigen Aufenthalt hier nur bestätigen. Ich habe immer noch das Gefühl, nur einen Bruchteil dieser Stadt kennen gelernt zu haben.
 
Dagegen kenne ich mich in meinem Institut nach den intensivsten Studienmonaten, die ich jemals hatte, bestens aus. Wenn man möchte, kann man seine komplette Zeit mit Studieren ausfüllen, allerdings hat man als Sokrates-Student den Vorteil, dass man sich sein Arbeitspensum im Prinzip selbst aussuchen kann. Es ist möglich, an Kursen nur als Hörer (just sit in) oder ganz aktiv mit allen essays und benoteten Hausaufgaben teilzunehmen.
Es gibt hier keine eindeutige Unterscheidung zwischen Vorlesung und Seminar. Meistens startet eine lesson mit einem ca. einstündigen Vortrag, danach geht man zum praktischen Teil über.
Grundsätzlich sind wir Sokrates' hier als undergraduate eingestuft. Nach persönlicher Rücksprache ist es jedoch möglich auch Master-Kurse zu belegen.
Wer dann trotzdem noch denkt, dass er sein Englisch noch ein bisschen aufpolieren möchte, kann relativ preiswerte Sprach- oder Schreibkurse am Language Centre belegen.
 
Und da habe ich auch gleich die Überleitung zu den Finanzen: Außer Benzin habe ich nichts gefunden, was in diesem Land preiswerter ist als in Deutschland. Ein Tipp, um viel Geld zu sparen ist, dass man sich hier kostenlos beim National Health Service (NHS) krankenversichern lassen kann, sobald man eine feste Adresse besitzt. Studenten bekommen hier auch vielerorts, wie in Berlin, Vergünstigungen, z.B. bei der U-Bahn, Kino etc. Von Vorteil ist, dass man auch kleinere Beträge problemlos mit Kreditkarte zahlen kann, was die günstigste Variante ist, weil keinerlei Umtausch- oder Bankgebühren anfallen.
 
Insgesamt gesehen, ist es eine große Chance einen tiefen Einblick in das Leben in einem fremden Land zu bekommen, eine andere Sprache publikationsreif zu lernen und Fachkombinationen studieren zu können, die in dieser Form vielleicht nicht bei uns angeboten werden.
Auch mein 8-jähriger Sohn, der mich auf diesem Abenteuer begleitete, hat diese Zeit ebenso genossen wie ich und stellte kein Hindernis im Bezug auf mein Studium dar. Der Besuch einer staatlichen Schule ist kostenlos und umfasst den gesamten Tag von 9 – 15 Uhr.
 
Ja, es gibt noch so viel zu erzählen und wer daher zu einem speziellen Punkt noch eine Frage hat: Do not hesitate to contact me at <undine.lieberwirth@student.hu-berlin.de>!