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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Geschichtswissenschaften

London 2011/2012

#1

 

Vorbereitung des Auslandsaufenthalts

Im Großen und Ganzen erfordert das Auslandssemester in London keine besonders große Vorbereitung. Natürlich muss man es schaffen sich rechtzeitig zu bewerben, was einigen Papierkram erfordert. Wenn man dann erst von der HU und dann vom UCL angenommen wurde, werden einem wieder diverse Formulare zugesendet, die man ausfüllen und einreichen soll. Es bietet sich an, sich für ein Semester beurlauben zu lassen. Man kann trotzdem versuchen, sich Leistungen die man in London erbringt anrechnen zu lassen aber hat auch die Möglichkeit ein Semester zu Verlängern, ohne die Regelstudienzeit zu überschreiten. Ansonsten muss man nachweisen, dass man über ausreichende Englischkenntnisse verfügt, um in London studieren zu können. Dies kann man entweder über ein DAAD Sprachzeugnis tun, welches man am HU Sprachenzentrum ablegen kann oder, wie in meinem Fall, da ich bereits zuvor einen TOEFL gemacht hatte, diesen einreichen. Andere anerkannte Sprachtests gibt es sicherlich auch noch. Hat man den ganzen Papierkram erledigt, gilt es eigentlich nur noch den Flug zu buchen, eventuell einen Englischkurs zu besuchen, falls man sich in der Sprache nicht sicher genug fühlt sowie die Wohnsituation zu klären.

 

Anreisemöglichkeiten zum Studienort

Die Anreise nach London ist das geringste Problem. Hier gibt es unzählige Flughäfen und, da auch Billigflieger wie Ryanair und Easy Jet London mehrfach täglich von Berlin und vielen anderen deutschen Städten aus anfliegen, fallen für die Anreise keine großen kosten an. Zumindest wenn man rechtzeitig im Voraus bucht. Hat man zu viel Gepäck für das Flugzeug ist es ebenfalls möglich London mit dem Zug anzufahren. Dies dauert nicht einmal so lang, wie man vermuten könnte. Außerdem kann man  wenn man langfristig plant sehr günstige Konditionen erhalten. Ich persönlich habe diesen Weg jedoch nicht ausprobiert. Ist man in London erst einmal angekommen kann man bequem per Underground oder Bus an seinen Zielort fahren. Der Flughafen Heathrow ist direkt an das Underground Netz angeschlossen. Von den anderen Flughäfen aus muss man leider zunächst mit einem Zubringer in die Stadt fahren. Die Express Züge, die die Flughäfen mit der Stadt verbinden sind relativ teuer,  daher bietet es sich an, mit einem normalen Zug zu fahren, auch wenn das etwas komplizierter ist. Ansonsten gibt es auch Busse, wie den Easy Bus, die in die Stadt reinfahren. Dies ist der billigste aber auch langsamste Weg in die londoner City.

 

Vorstellung der Gastuniversität

Das University College London ist Teil der University of London, wie auch einige andere Colleges. Das System ist schwer verständlich scheint aber historisch bedingt zu sein. Der Hauptcampus, wo sich nahezu alles befindet, liegt mitten im Herzen Londons im Stadtteil Bloomsbury. Nach Oxford und Cambridge ist das UCL im Ranking der britischen Universitäten auf Platz 3 und gehört damit zu den sogenannten G5, den Britischen-Elite Universitäten. Im QS World University Ranking 2011 belegte das UCL insgesamt den 7. Platz, unter den besten Universitäten weltweit. Für Geschichte speziell ist es auf Platz 18 der Weltliste. Somit kann man insgesamt nur sagen, dass es keine ganz schlechte Universität ist. Das UCL bezeichnet sich selbst als London's Global University. Der hierin zum Ausdruck kommende internationale Charakter der Universität ist auch im täglichen Unileben deutlich zu sehen. 30 Prozent der etwa 20.000 Studenten kommen nicht aus dem United Kingdom. In einigen meiner Kurse waren jedoch auch deutlich über 50 Prozent internationale Studenten. Am UCL wird viel dafür unternommen, internationale Studenten in die Universitätsgemeinschaft zu integrieren. Zu Beginn des Terms findet die sogenannte ISOP statt. Die International Students Orientation Week. In dieser Zeit werden  Vorträge gehalten, darüber, wie man Universität und Leben in London am besten gestaltet. Darüber hinaus gibt es aber vor allem ein großes Angebot an sozialen Aktivitäten wie Bootsfahrten auf der Themse, Stadtrundfahrten, Parties oder Filmnächte, wodurch man sofort leicht Bekanntschaften schließt und Anschluss findet.

 

Beurteilung der Lehrveranstaltungen und Lernbedingungen

Grundsätzlich ist die Universität in London weniger forschungsorientiert als in Deutschland. Der Fokus liegt stärker auf der Vermittlung von Fakten und Inhalten als auf dem wissenschaftlichen Diskurs. Die meisten Veranstaltungen werden durch Essays abgeprüft. Diese muss man wenn man Geschichte studiert am laufenden Band produzieren.

Es gibt zwei verschiedene Arten von Kursen. Erstens Half-Year Courses und zweitens Full-Year-Courses. In Halbjahreskursen, die einen Term dauern, werden zwei Essays und eine Präsentation erwartet. Diese Kurse werden in Form von wöchentlichen zweistündigen Seminaren unterrichtet. In Ganzjahreskursen werden je ein Essay im ersten und zweiten Term sowie eine Klausur im dritten erwartet. Die Ganzjahreskurse werden normalerweise in einer Kombination von einer einstündigen Vorlesung und einem einstündigen Seminar gehalten, welches die Inhalte der Vorlesung noch einmal vertieft. Ich habe insgesamt einen Kurs weniger belegt als üblich, womit ich allerdings noch immer auf 10 Essays über die zwei Terms gekommen bin.

Die Lehrveranstaltungen an sich sind nicht viel anders als in Deutschland. In den Seminaren sitzen etwa 15 Studenten und zur Vorbereitung müssen Texte gelesen werden. Die Menge an Lesematerial ist zwar deutlich höher als in Deutschland jedoch hat man dafür auch nur ein Maximum von 8 Präsenzstunden die Woche.

Grundsätzlich ist das Niveau der Kurse und besonders der Diskussionen allerdings etwas geringer als in Deutschland. Dies liegt sicherlich auch daran, dass die meisten Studenten hier deutlich jünger sind. Im Schnitt fängt man in England mit 17 oder 18 an zu studieren.

 

Sprachvoraussetzungen und Sprachkompetenzen

Die Lehrveranstaltungen finden in London natürlich auf Englisch statt, daher sind sehr gute Englischkenntnisse absolute Voraussetzung für das Studium. Man muss in der Lage sein, den Veranstaltungen zu Folgen, sowie Essays auf Englisch zu Verfassen. Da das UCL eine sehr internationale Universität ist kann man jedoch davon ausgehen, dass hier alle auf Studenten eingestellt sind deren Muttersprache nicht Englisch ist. Dies hat jedoch auch einen Nachteil. Man hat hier als Erasmus Student keinen Fremdsprachenbonus. Dafür ist Englisch für zu viele der Studenten nicht die Muttersprache. Es wird schlichtweg erwartet, dass man sich sprachlich bestmöglich durchkämpft.

 

 

Wohnmöglichkeiten und Empfehlungen

Wohnen in London ist teuer! Ich habe, wie hier üblich, im Studentenwohnheim gewohnt. Mein Einzelzimmer hat pro Woche 140 Pfund gekostet, womit es noch eines der billigeren war. Auch wenn einen das schockieren mag, ist dies doch noch immer mit die günstigste Variante in London unterzukommen. Sucht man sich privat eine Unterkunft muss man noch mit deutlich höheren Mietpreisen rechnen. Als Austauschstudent wird einem sogar garantiert ein Platz im Wohnheim zur Verfügung gestellt. Man muss sich lediglich rechtzeitig mit dem Formular der Universität dafür bewerben. Das erspart einem, die in London sehr mühsame, Wohnungssuche. Man hat jedoch keinen Einfluss darauf, in Welchem Wohnheim man untergebracht wird. Ich war im Arthur Tattersall House untergebracht, welches sehr schön ist. Die Zimmer sind frisch renoviert und größtenteils recht geräumig und das Haus liegt quasi direkt gegenüber des Haupteingangs der Uni an der Gower Street in Bloomsbury. Von hier aus braucht man keine 5 Minuten bis man in seiner Veranstaltung sitzt. Die Anbindung ist großartig. Es sind mehrere Undergroundstationen fußläufig erreichbar und direkt vor dem Haus befindet sich eine Bus Station. Was allerdings auch den Hauptmakel des Wohnheims ausmacht. Die Einzelzimmer liegen zur Straße hin und es ist somit extrem laut. Nicht nur Busse sondern auch Krankenwagen hört man die ganze Nacht, da das Universitätsklinikum in direkter Nachbarschaft ist. Wenn man sich an so etwas gewöhnen kann - mir ist das erstaunlich schnell gelungen - kann man hier eine tolle Zeit verbringen.

 

Finanzierung und zu berücksichtigende monatliche Ausgaben

London ist – nicht nur zum Wohnen – sehr teuer. Mit dem Erasmus Geld kommt man also nicht furchtbar weit. Um nicht ständig auch noch Gebühren für das Geldabheben bezahlen zu müssen, bietet es sich an ein englisches Konto zu eröffnen. Sofern man bei der Deutschen Bank ist, kann man sonst auch bei Barclays kostenlos abheben. Ansonsten muss man sich informieren, mit welchem Konto man in England am günstigsten an Geld kommt. Hat man das Glück in der näheren Umgebung vom UCL zu wohnen, kann man viele Strecken in London zu Fuß zurücklegen. Zu den meisten Touristenattraktionen läuft man nicht länger als 45 Minuten. Ansonsten muss man mit hohen Ausgaben für öffentliche Verkehrsmittel rechnen. Hierbei lohnt es sich, sich eine Student 18+ Oyster Card zuzulegen. Damit sind Wochen oder Monatstickets deutlich billiger als mit einer normalen Oyster Card. Wenn man für jede Fahrt einzeln bezahlt ist der Preis allerdings der gleiche. Will man in London sparen, so gibt es für Studenten allerlei Angebote. Es lohnt sich oft in Geschäften nachzufragen, ob es Studentenrabatt gibt. Davon abgesehen gibt es die NUS Card, die man sich für 10 Pfund bestellen kann, welche einem auch allerlei Rabatte gewährt. Oder man kann sich online kostenlos bei Studentbeans registrieren. Hier kann man Voucher aller Art bekommen, wie beispielsweise 2 for 1 für Kinobesuche, was ich oft genutzt habe. Trotz aller Rabatt und Sparangebote für Studenten sollte man leider am Ende alles in allem doch mit Ausgaben von mindestens 1000 Euro im Monat rechnen. Allein die Miete beträgt ja schon etwa 700 Euro.

 

Freizeitaktivitäten

Die Freizeitaktivitäten in London sind unbegrenzt. Museen, Galerien, Clubs, je nach dem was man mag, alles ist vorhanden. Anders als an deutschen Universitäten ist es in England üblich, dass auch große Teile der Freizeit an der Uni verbracht werden. Die Universität selbst verfügt über zahlreiche Clubs und Societies. Dies sind von Studenten selbst organisierte Gruppen. Tritt man diesen bei kann man zahlreiche Sportarten praktizieren oder schlichtweg über Dinge diskutieren, die einen interessieren. Ich selbst habe an der Photo Society teilgenommen, hier kann man Workshops besuchen, bei denen man lernt, wie man in der Dunkelkammer arbeitet oder sich beispielsweise Vorträge über Bildkompositionen anhören. Für Austauschstudenten bietet sich zudem die Walking and Hiking Society an, mit der man Wanderungen etwas außerhalb Londons macht. Dies bietet eine tolle Chance auch das ländliche England ein wenig kennenzulernen. Die Societies helfen besonders zu Beginn des Studienaufenthaltes Leute kennenzulernen. Natürlich muss man sich in Bezug auf seine Freizeit keineswegs auf die Angebote der Uni beschränken. Wer sich für Kunst interessiert sollte auf jeden Fall zu den Time Out First Thursdays gehen. Jeden ersten Donnerstag im Monat öffnen in East London die Galerien bis 9 Uhr abends. Zum Teil gibt es auch kostenlosen Wein und Snacks. Ansonsten gibt es in London viele Märkte auf denen man ausgefallene Dinge kaufen kann. Der Camden Market ist vom UCL fußläufig erreichbar, ca. 30 Minuten. Grundsätzlich ist auch das Wetter in London nicht so schlecht, wie sein Ruf. Es ist bis recht spät im Jahr warm und wird auch früh wieder warm, so dass man beinahe bis Ende Oktober und dann wieder ab Mitte März ausgiebigen Gebrauch von London's diversen schönen Parks machen kann. In der nähe vom UCL befindet sich der Regent's Park, einer der größten Parks in London, der auf jeden Fall einen Besuch wert ist.

 

und darüber hinaus? (Allgemeines Fazit)

Insgesamt kann ich jedem nur empfehlen, sich für einen Erasmus-Aufenthalt am UCL zu bewerben. London ist eine faszinierende Stadt, in der es unendlich viel zu erleben gibt. Man kann hier einen Einblick in diverse andere Kulturen bekommen. Man studiert nicht einfach nur nach England sondern in eine internationale Metropole. Das UCL ist zudem eine der top Universitäten der Welt. Man kann also auch akademisch nur von diesem Aufenthalt profitieren. Von Nachteil ist lediglich, dass es sich als extrem schwierig herausstellt, sich die Leistungen, die man hier erbringt an der HU anrechnen zu lassen. Anders als an anderen europäische Universitäten wird an der HU erwartet, dass man in England die gleichen Prüfungsleistungen erbringt, die man auch in Deutschland erbringen würde. Aufgrund des andersartigen Aufbaus des Studiums ist dies jedoch nicht möglich. Man muss also leider von vornherein einplanen, dass sich das Studium durch diesen Auslandsaufenthalt voraussichtlich verlängern wird. Der Aufenthalt am UCL und die damit verbundenen Erfahrungen sind diese Verlängerung allerdings in jedem Fall wert.

 

 

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#2

 

Bericht über meinen Studienaufenthalt am University College London

 

Vom 26.09.2011 bis zum 16.12.2011 habe ich im Rahmen des Erasmus-Programms des Instituts für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität Berlin am University College London studiert.

Positive Erfahrung habe ich in folgenden Hinsichten gemacht: Die Seminare und Vorlesungen waren für mich interessant. Für mein Studium nehme ich insbesondere Begeisterung für ideengeschichtliche Ansätze, für Politische Philosophie und die Geschichte der USA mit. Ebenso war das Umfeld in London anregend: Im British Museum konnte ich die Weltgeschichte auf eine Weise erlaufen, die meine Neugierde für fremde Kulturen und Prägungen wesentlich gestärkt hat. In den studentischen Societies oder der London School of Economics konnte ich verschiedene Gäste, vor allem aus der in London beheimaten Wirtschafts- und Finanzwelt, kennen lernen. Das im Vergleich zu Berlin verschiedene Umfeld wartete einfach mit anderen Eindrücken auf.

Im Vergleich zur Berliner Situation war zu berücksichtigen, dass die Kommunikationssituation eine durchweg andere war: Von in Berlin auszugehendem Vorwissen kann man auf grundsätzlich allen Kommunikationsthemen natürlich nicht ausgehen. Was einem selbst wichtig ist, kennen die andern nicht. Man ist also entweder ständig am Erklären und Zuhören, oder aber man hat das Gefühl, als Fremder nicht dazu zugehören. Umgekehrt weiß man selbst als Ausländer sehr wenig im anderen Land. Die kulturell geprägten Erwartungen im Umgang mit anderen Menschen sind einem nicht bekannt. Was ist höflich? Was ist normal? Was ist ein bewusster Bruch des Erwarteten? Alles ist anders. Selbst die Gestaltung und der Inhalt der Gottesdienste. Aus dieser Erfahrung nehme ich mit, dass ich selbst in Berlin ausländische Studierende dabei unterstützen möchte, das Fremde zu Vertrautem werden zu lassen.

Mitgenommen habe ich außerdem die Beobachtung, dass in Großbritannien über die europäische Idee bzw. die Europäische Union anders in den Medien gesprochen wird als in Deutschland: In Großbritannien wird Europa eher als wirtschaftliche Gemeinschaft angesehen, der das Land angehört, solange sie dem eigenen Vorteil dient. Der Gedanke einer gewollten politischen Einigung Europas auf der Basis gegenseitiger, auch kultureller Verständigung ist wenig verbreitet. Auch in anderen Bereichen wird die Diskussion in den Zeitungen oder bei öffentlichen Veranstaltungen bemerkenswert anders geführt: Über die Atomkraft wird beispielsweise kaum kritisch diskutiert, vielmehr als Lösung für Energieprobleme weithin anerkannt. In der Öffentlichkeit geführte politische Debatten variieren somit stark zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten der EU. Gleichzeitig sind die Debatten in den anderen Ländern der EU zum gleichen Thema oftmals unbekannt – in Großbritannien wird meiner Beobachtung nach beispielsweise häufig Frankreich oder die USA als Vergleichsländer herangezogen, seltener jedoch andere Länder Europas. Auch die Debattenkultur scheint mir grundlegend verschieden zu sein: Als ungewöhnlich und beeindruckend habe ich etwa die Kultur der Debating-Clubs empfunden, in denen prinzipiell alles argumentativ in Frage gestellt werden kann, so etwa die Frage, ob bisher öffentlich geführte Universitäten privatwirtschaftlich geführt werden sollten. Offen bleibt, inwieweit im Debating-Club wirklich das bessere Argument oder nicht eher die bessere Rhetorik zählt.

Ich habe den Erasmus-Aufenthalt als Gelegenheit genutzt, andere Ansätze im Studium, aber auch andere Gepflogenheiten aller Art mit Neugierde aufzunehmen. Unterschätzt habe ich, dass die Übertragung der Art und Weise, wie ich in Berlin studiere, auf die Londoner Situation nur bedingt gelingt. Dazwischen steht etwa die Sprachbarriere, die sich in Form des wissenschaftlichen Englisch oder der verschiedenen Dialekte und umgangssprachlichen Ausdrücke des Englischen aufbaut, das die anderen Studenten sprechen. Ebenso war zu beachten, dass bei einem Auslandsaufenthalt sämtliche Lebensgewohnheiten nicht mehr umgesetzt werden können, insbesondere was Freunde und Familie angeht. Auf die Zusammensetzung der Wohngemeinschaften, in die die Uni die Erasmus-Studenten einteilt, hat man keinen Einfluss, so dass vielleicht eher anzudenken ist, auf eigene Verantwortung eine Wohngelegenheit zu suchen, was aber durch den Wohnungsmangel in London erschwert werden würde.

Anderen Erasmus-Studenten würde ich dazu raten, sich nicht zu sehr mit der Bewerbung und Organisation ihres Aufenthalts zu befassen, sondern vielmehr mit der Lebenssituation, die einen dort erwartet. Wer gerade in Berlin Fuß gefasst hat, sollte sich einen erneuten Reset-Vorgang gründlich überlegen. Daher bietet es sich vielleicht an, zunächst für einen Term in London zu bleiben, um danach ggf. den Aufenthalt  zu verlängern.

Es war insgesamt gesehen eine lehrreiche Zeit.