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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Geschichtswissenschaften

Lublin 2011/2012

# 1

 

Vorbereitung des Auslandsaufenthalts

Besuch eines Sprachkurses Polnisch am Sprachenzentrum der HU. Zwar ist die vorgesehene Unterrichtsprache in Lublin Englisch, im Alltag allerdings ist es  praktisch, etwas Polnisch zu sprechen/ zu verstehen.

Nicht so einfach war es, verlässliche Informationen über das englischsprachige Lehrangebot zu bekommen. Nach einem kurzen Mailwechsel mit dem Erasmus-Koordinator vor Ort habe ich Vorlesungsverzeichnisse zugesandt bekommen, die schon zwei bis drei Jahre alt waren. Aus diesen habe ich Veranstaltungen ausgewählt, den Koordinator in Lublin darüber informiert, woraufhin dieser mir mitgeteilt hat, welche der Veranstaltungen auch tatsächlich stattfinden. Ein Learning-Agreement mit einer ausreichenden Anzahl an ECTS-Punkten zusammenzustellen, hat so eine gewisse Zeit in Anspruch genommen.

Ansonsten war die Vorbereitung mit erfreulich wenig Aufwand verbunden, da sich die Gasthochschule beispielsweise um die Unterbringung in einem der Wohnheime auf dem Campus in Lublin gekümmert hat und der Aufenthalt in Polen (als EU-Land) für EU-Bürger/innen recht unkompliziert geregelt ist.

 

Anreisemöglichkeiten zum Studienort

Am besten per Bahn über Warschau. Es gibt kostengünstigere Bus-Verbindungen, bei denen allerdings recht strenge Gepäckregelungen gelten. Der Flugplatz in Sridnik nahe Lublin wird wohl erst 2013 eröffnet.

 

Vorstellung der Gastuniversität

Die UMCS ist eine der beiden großen Universitäten in Lublin (neben der katholischen KUL). Das historische Institut scheint sich schwerpunktmäßig mit der polnischen Geschichte des 19. Jahrhunderts zu befassen, leider werden hier jedoch wenige englischsprachige Lehrveranstaltungen angeboten. Das hatte zur Folge, dass ich auch Veranstaltungen in der Anglistik, der Psychologie und der Literaturwissenschaft belegt habe. In der Regel war aber ein für mich durchaus interessanter historischer Bezug gegeben, beispielsweise in einem Seminar zur Frage, wie die polnische Literatur und der polnische Film auf den Holocaust reagiert haben.

 

Beurteilung der Lehrveranstaltungen und Lernbedingungen

Dadurch, dass in diesem Semester nur wenige internationale Studierende in Lublin waren, waren viele Veranstaltungen recht klein, teils mit einem, zwei oder drei Studierenden. Die Qualität der Lehre war dabei äußerst wechselhaft. Einige Kurse waren wirklich hervorragend und durch großes Engagement seitens der Lehrenden geprägt. Andere Veranstaltungen wirkten eher halbherzig, waren durch einen wenig ansprechenden frontalen Unterrichtsstil geprägt und hatten offenbar für die Lehrenden keine besondere Priorität. Insgesamt wäre es sicher hilfreich, wenn das englischsprachige Angebot der Universität ausgebaut werden könnte, was aber in Anbetracht der geringen Zahl der internationalen Studierenden nur schwer möglich sein dürfte.

Die Bibliotheken der UMCS sind – was fremdsprachige Literatur angeht – leider nicht besonders gut ausgestattet. Literatur über die unmittelbaren Studieninhalte hinaus steht deshalb nicht unbedingt zur Verfügung, was die Seminare angeht, wurde das Material allerdings von den Lehrenden in der Regel in zufriedenstellendem Maß bereitgestellt. 

Ich selbst hatte diese Probleme nicht, aber einigen KommilitonInnen sind kurzfristig Lehrveranstaltungen ausgefallen, so dass es für die nicht immer leicht war, Ersatzveranstaltungen zu finden, um die vorgesehene Zahl an ECTS-Punkten zu erreichen.

Häufiger sind Sitzungen in den einzelnen Kursen ausgefallen bzw. verschoben worden.

 

Sprachvoraussetzungen und Sprachkompetenzen

Prinzipiell wäre es wahrscheinlich möglich, den Studienaufenthalt in Lublin auch ganz ohne Kenntnis der polnischen Sprache zu absolvieren. Zumindest in der Universität ist das Englische (und teilweise Deutsch) so weit verbreitet, dass eine Verständigung ohne größere Probleme funktionieren sollte. Was aber das alltägliche Leben außerhalb des UMCS-Campus angeht, ist es sehr hilfreich, etwas Polnisch zu sprechen. Den Umgang mit wenig sprachsicheren Ausländern habe ich dabei in der Regel als recht hilfsbereit erlebt, wodurch die praktische Verständigung sowie der Ausbau eines alltäglichen Wortschatzes erleichtert wurden.

 

 

Wohnmöglichkeiten und Empfehlungen

Die einfachste Möglichkeit, eine Unterkunft zu finden, sind die Wohnheime der Universität. Um ein solches Zimmer muss man sich im Falle eines Erasmus-Aufenthaltes nicht selbst bemühen, sondern kann dies bei Ankunft ohne weitere eigene Vorbereitung beziehen. Der Standard der Wohnheime ist dabei alles in allem völlig in Ordnung. Ein großes Manko stellt aber meines Erachtens der Umstand dar, dass es sich bei den Zimmern in aller Regel um 2-Personen-Zimmer handelt, man also auf engem Raum mit einer fremden Person zusammen leben soll. Da ich dies auf Dauer wenig attraktiv fand, bin ich nach meinem zweiten Monat in Lublin in ein privates Wohnheim umgezogen, das sich ebenfalls auf dem Campus befindet und in dem Einzelzimmer in Vier- und Fünfzimmerwohnungen vermietet werden. Insgesamt bietet das Wohnen auf dem Campus eine Reihe von Vorzügen, so ist es mit relativ wenig organisatorischem Aufwand verbunden, die Nähe zu Universität und Innen-/ Altstadt ist gewährleistet und auch die Mieten sind recht günstig. Unerfreulich ist allerdings der insgesamt beträchtliche Geräuschpegel. Die Wohnheimgebäude sind hellhörig und die Freizeit vieler Studierender scheint sich sich auf den Campus zu konzentrieren, so dass es gerade abends und nachts sehr laut sein kann. Grundsätzlich ist es möglich, außerhalb des Campus eine Unterkunft zu finden, da ich mich um eine solche aber nicht weiter bemüht habe, habe ich hierzu keine Erfahrungswerte.

 

Finanzierung und zu berücksichtigende monatliche Ausgaben

Die monatliche Miete belief sich auf 450 bzw. später 500zloty, also etwa 115 bzw. 125euro, darin enthalten ist auch ein eigener Internetzugang im eigenen Zimmer und über den eigenen Rechner (hierfür ist ein Kabel erforderlich!). Nicht in allen Wohnheimen sind Waschmaschinen verfügbar, so dass teilweise Kosten für einen Waschsalon eingeplant werden müssen, die bei etwa vier bis fünf Euro für eine Maschine plus Trockner liegen.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, auf dem Campus und in der Umgebung günstig essen zu gehen (Mahlzeiten zwischen sieben und zwölf Zloty, also um zwei, drei Euro). Natürlich kann es noch preiswerter sein, das Essen in der Küche im Wohnheim selbst zuzubereiten.

Insgesamt lassen sich die Lebenshaltungskosten relativ variabel gestalten. Nichtsdestotrotz war das Leben in Lublin insgesamt etwas teurer als erwartet, und das Geld aus der Erasmus-Förderung hat bei weitem nicht ausgereicht, um die anfallenden Kosten zu tragen, so dass ich für die Zeit meines Aufenthaltes auf angesparte Rücklagen angewiesen war.

 

Freizeitaktivitäten

Auf dem Campus findet sich eine große Anzahl an Kneipen, Clubs, Restaurants und Cafes. Ein Großteil der studentischen Freizeitgestaltung in Lublin scheint sich hier abzuspielen. Es sei aber angemerkt, dass Lublin auch darüber hinaus ein lebendiges und vielfältiges kulturelles Leben zu bieten hat. Es lohnt sich in jedem Fall, die Augen offen zu halten. Besonders im Frühling gibt es einige regelmäßig stattfindende Festivals wie etwa die Nacht der Kultur (Noc Kultury).

Auch in historischer Hinsicht bieten die Stadt Lublin und Ihre Umgebung interessante Anlaufpunkte. In Lublin sind dies beispielsweise die Gedenkstätte Majdanek und das Teatr NN / Brama Grodzka, wo an die jüdische Geschichte der Stadt erinnert wird.

 

 

und darüber hinaus? (Allgemeines Fazit)

Insgesamt nehme ich den Aufenthalt in Lublin als eine sehr interessante und bereichernde Zeit wahr. Mit den zur Verfügung gestellten Rahmenbedingungen war ich alles in allem zufrieden, würde aber auch dringend dazu raten, Lublin und Umgebung auf eigene Initiative zu erkunden. Zu meiner positiven Erfahrung vor Ort jedenfalls hat das wesentlich beigetragen.

 

 

 

#2

 

Vorbereitung des Auslandsaufenthalts

Die Vorbereitung auf meinen Auslandsaufenthalt in Lublin fiel nicht sonderlich umfangreich aus.  Ich habe mich lediglich mit einfachen Begriffen (Ja, Nein, Bitte, Danke) der polnischen Sprache vertraut gemacht, meine Kenntnisse der polnischen Geschichte aufgefrischt und mich über die Stadt Lublin und die Maria-Curie-Skłodowska-Universität informiert. Durch die Vermittlung einer  Berliner Kommilitonin, die ebenfalls mit dem Erasmus-Programm nach Lublin gegangen ist, habe ich mir ein Zimmer in einer privaten Wohngemeinschaft organisiert. Des Weiteren habe ich ein Bankkonto eröffnet, mit dem ich an bestimmten Geldautomaten in Polen kostenlos Geld abheben konnte.

 

Anreisemöglichkeiten zum Studienort

Von Berlin aus erreicht man Lublin am einfachsten mit der Bahn. Mehrmals am Tag fährt vom Hauptbahnhof der Berlin-Warszawa-Express in die polnische Hauptstadt. Von dort gibt es verschiedene Züge nach Lublin. Insgesamt dauert die Fahrt zwischen 8 ½ und 9 ½  Stunden und kostet circa 55 Euro. Sowohl bei der Online-Buchung als auch bei der Buchung am Schalter wird in der Regel Warszawa Wschodnia als Umsteigebahnhof angegeben. Allerdings wird dieser Bahnhof momentan umgebaut und daher sollte man – besonders wenn man kein Polnisch spricht – besser am Hauptbahnhof Warszawa Centralna umsteigen. Hier gibt es auch Bahnschalter für internationale Fahrgäste, an denen Englisch gesprochen wird. Dies ist leider eine Ausnahme, da die Mitarbeiter der Polnischen Bahn (PKP) in der Regel nur Polnisch sprechen. Besonders Züge, die über eine längere Strecke verkehren, sind in Polen nicht immer pünktlich. Es empfiehlt sich daher immer einen gewissen Zeitpuffer mit einzuplanen.

Theoretisch ist auch die Anreise per Bus möglich. Überlandbusse sind in Polen generell weit verbreitet und kosten in der Regel auch nicht allzu viel (dies gilt allerdings auch für die Bahn). Besonders für die Strecke Warschau-Lublin ist der Bus (z.B. Polskibus) eine wirkliche Alternative, da es sehr günstige Karten (zwischen 3 und 5 Euro) gibt und die Fahrt nur unwesentlich länger dauert als mit dem Zug. Die Fahrt von Warschau nach Berlin wiederum dauert deutlich länger als mit der Bahn und kostet so viel wie ein günstiges Bahnticket.

Ein internationaler Flughafen ist in Lublin gerade erst im Bau, daher macht die Anreise per Flugzeug via Warschau oder Krakau nur sehr wenig Sinn. Anschließend müsste man so oder so noch auf die Bahn oder den Bus zurückgreifen.

 

Vorstellung der Gastuniversität

Die Uniwersytet Marii Curie-Skłodowskiej ist eine von mehreren Hochschulen in Lublin. Sie wurde 1944 gegründet und ist in verschiedene Institute gegliedert, von denen sich die meisten auf dem (oder zumindest nahe am) Campus befinden. Neben der UMCS gibt es in Lublin mit der Katolicki Uniwersytet Lubelski (KUL) noch eine weitere Volluniversität. Die Kooperation der beiden Universitäten lässt sich allerdings nicht mit dem Verhältnis der HU und FU vergleichen. Dies äußert sich beispielsweise dadurch, dass man als Student keine Kurse an der jeweils anderen Universität besuchen kann. Die UMCS liegt – ebenso wie die KUL – recht zentral und in unmittelbarer Nähe zu einer der größten Einkaufsstraßen der Stadt. Auch die Altstadt und das Schloss sind zu Fuß in 20 Minuten zu erreichen.

Auf dem Campus der Universität gibt es verschiedene kleine Geschäfte, in denen man drucken, kopieren und scannen kann. Auch Buch-  und Lebensmittelläden, sowie Bars und Restaurants befinden sich in der unmittelbaren Umgebung. Dies gilt auch für die Sportanlagen der Universität, das Kultur- und Sprachzentrum und die Studentenwohnheime.

Die Bibliothek der UMCS ist im Bereich der Geschichtswissenschaft leider fast ausschließlich mit polnischen Büchern ausgestattet. Die wenigen englisch- oder deutschsprachigen Bücher reichen für das wissenschaftliche Arbeiten nicht aus. Es ist daher wahrscheinlich, dass man sich während des Semesters Literatur anderweitig organisieren muss.

 

Beurteilung der Lehrveranstaltungen und Lernbedingungen

Im Fachbereich Geschichte wurde während meines Erasmus-Aufenthaltes leider nur eine Lehrveranstaltung auf Englisch angeboten. Ursprünglich waren deutlich mehr Veranstaltungen geplant gewesen, jedoch konnten diese aufgrund der geringen Anzahl an Erasmus-Studenten nicht realisiert werden. Dies wurde mir allerdings bereits im September mitgeteilt, so dass ich bei meiner Ankunft keine böse Überraschung erleben musste. Es bestand dafür die Möglichkeit in anderen Fachbereichen Kurse auf Englisch zu besuchen. Dies erwies sich in der Praxis jedoch als komplizierter als erwartet. So fand zum Beispiel auch im Fachbereich Geografie aufgrund der geringen Nachfrage kein englisch-sprachiger Kurs statt. Es dauerte allerdings mehrere Wochen nach Semesterbeginn bis uns dies mitgeteilt wurde. Im Fachbereich Politik fand zwar eine Vielzahl an Kursen auf Englisch statt, jedoch war es hier sehr kompliziert den richtigen Ansprechpartner zu finden. Letztendlich habe ich auch dort keinen Kurs belegt. Im Nachhinein betrachtet wäre es wohl am besten gewesen, einfach mit Erasmus-Kommilitonen aus den Fachbereichen die Kurse aufzusuchen und vor Ort mit dem jeweiligen Dozenten zu sprechen.

Als Ersatz für die fehlenden Kurse im Fachbereich Geschichte habe ich, bzw. werde ich, zwei Hausarbeiten verfassen. Diese sogenannten Projekte werden von jeweils einem Dozenten betreute und umfassen circa 25 Seiten.

Für alle Erasmus-Studenten bietet die UMCS eine Einführungsvorlesung auf Englisch über die Geschichte und Kultur Polens an. Obwohl es sich dabei ausdrücklich nicht um eine geschichtswissenschaftliche Veranstaltung handelte, habe ich aus dieser Vorlesung deutlich mehr mitgenommen als aus dem Kurs aus dem Fachbereich Geschichte. Dies lag vor allem am individuellen Engagement der jeweiligen Dozenten.

Am Institut für Polnische Sprache und Kultur wurde ein für Erasmus-Studenten kostenloser Einsteiger-Sprachkurs angeboten. Dieser fand zweimal die Woche statt und wurde – nach anfänglich mehr Teilnehmern – am Ende von 5 Personen (davon waren 2 keine Studenten) besucht.

Die Voraussetzungen für das Bestehen der drei Lehrveranstaltungen waren sehr unterschiedlich. Für den Geschichtskurs waren lediglich Anwesenheit und das Lesen von Texten notwendig. Bei der Einführungsvorlesung und dem Sprachkurs hingegen wurden am Ende des Semesters Klausuren geschrieben. Zusätzlich war im Sprachkurs auch die regelmäßige Anwesenheit eine Voraussetzung für das Erlangen des Scheins.

 

Sprachvoraussetzungen und Sprachkompetenzen

Für das alltägliche Leben ist Polnisch nicht zwingend notwendig, jedoch erleichtern einige einfache Sätze und Worte den Umgang erheblich. Hierbei kommt es nicht so sehr darauf an, ob man sich perfekt verständigen kann, sondern mehr darauf, dass die Leute merken, dass man sich bemüht ihre Sprache zu sprechen. In der Regel ist danach eine Unterhaltung auch auf Englisch einfacher. Vieles hängt jedoch auch von dem Alter des Gesprächspartners ab. Während in der jüngeren Generation nahezu jeder Englisch spricht und versteht, ist diese Sprache bei den Menschen, die noch zu kommunistischen Zeiten zur Schule gegangen sind, nicht sonderlich verbreitet. In der Regel verstehen aber auch sie die einfachen Begriffe, die mit ihren Beruf zu tun haben. Eine Ausnahme hierbei bilden – meiner Erfahrung nach – die Mitarbeiter der Polnischen Eisenbahngesellschaft (PKP). Sowohl die Beschäftigen am Schalter, als auch das Personal im Zug spricht in der Regel nur Polnisch.

 

Wohnmöglichkeiten und Empfehlungen

Während meines Erasmus-Aufenthaltes habe ich in einer Wohngemeinschaft mit zwei jungen Polen gewohnt. Die Miete betrug umgerechnet circa 115 Euro, was auch für Lubliner Verhältnisse sehr günstig ist. Ein Nachteil war allerdings, dass ich relativ weit vom Campus entfernt gewohnt habe. Viele der anderen Erasmus-Studenten haben in den universitätseigenen Wohnheimen auf dem Campus gewohnt. Jedoch haben einige von ihnen – besonders die, die länger als ein Semester geblieben sind – nach einiger Zeit in ein privates Wohnheim gewechselt. Dies ist deutlich komfortabler ausgestattet, nur unwesentlich teurer und befindet sich ebenfalls direkt am Campus der Universität.

 

Finanzierung und zu berücksichtigende monatliche Ausgaben

Das Leben in Lublin und Polen im Allgemeinen ist generell günstiger als in Deutschland. Dies gilt besonders für Grundnahrungsmittel, sowie für den Nah- und Fernverkehr. Auch Übernachtungen im Hostel, Bar- und Restaurantbesuche, sowie universitäre Ausgaben wie Kopien, Bürobedarf, Studienausweis usw. sind sehr günstig. Die Mieten sind ebenfalls im Vergleich zu Deutschland niedriger. Bei Elektronikartikeln und importierten Markenlebensmitteln ist der Preisunterschied zu Deutschland hingegen nicht sonderlich groß.

 

Freizeitaktivitäten

In Lublin leben sehr viele Studenten und dementsprechend groß ist das Angebot an Bars, Restaurants und Clubs. Da die meisten ausländischen Kinofilme im Original mit polnischen Untertiteln gezeigt werden, kann man auch ins Kino gehen. Die Studentenorganisation ESN organisiert viele verschiedene Freizeitaktivitäten für die Erasmus-Studenten. In der Region Lublin gibt es einige interessante Ziele für Tagesausflüge wie zum Beispiel die Städte Zamość und Kazimierz Dolny. Während Warschau auch in weniger als 3 Stunden zu erreichen ist, dauert die Fahrt nach Danzig, Breslau oder Krakau deutlich länger. Lohnend ist es auf jeden Fall, da man so einen besseren Eindruck von Polen bekommt.

 

und darüber hinaus? (Allgemeines Fazit)

Auf mein Studium bezogen hat mich der Erasmus-Aufenthalt in Lublin leider enttäuscht. Auch wenn mir vorab angekündigt wurde, dass nicht alle Kurse auf Englisch im Bereich Geschichte stattfinden werden, hätte ich mir gerade von dem Übriggebliebenen deutlich mehr erwartet.

Ansonsten war das halbe Jahr in Lublin und Polen eine sehr interessante Erfahrung. Ich werde mich auch in Zukunft weiter mit der Geschichte des Landes beschäftigen und versuchen meine Sprachkenntnisse zu verbessern.