Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Geschichtswissenschaften

Paris 1: 2005/06

Université Paris I Panthéon-Sorbonne

von Katrin Jordan
 

1. Einschreibung
Bei seiner Ankunft meldet man sich im Maison Internationale, Bureau Erasmus (58, Boulevard Arago, 75013 Paris) mit seinem Erasmusschreiben der Heimatuniversität und dem E111 oder E128. Hier bekommt man wichtige Unterlagen und den Termin für den Einstufungstest für den Sprachkurs. Wichtig ist aber vor allem der Termin für eine zweite Einschreibung (Convocation) im Centre Pierre Mendès France (90, rue Tolbiac, 75013 Paris). Man muss alle Unterlagen des Maison Internationale, zwei Passphotos, seinen Reisepass oder Personalausweis und den E11/E128 mitbringen, dann erhält man sofort seinen Studentenausweis.
 
2. Studium an der Gastuniversität
2.1 Kurswahl
Wenn man eingeschrieben ist, kann man sich um die Erstellung seines Stundenplans kümmern. Die Licence entspricht dem dritten Studienjahr. Wie in den anderen Fächern auch, gibt es für den Studiengang Histoire einen relativ festen Stundenplan, der nur wenig Freiraum zur Wahl bietet. Als Erasmus-Student kann man jedoch frei zwischen den Veranstaltungen wählen. Man kann sowohl Licence- als auch Master-Kurse besuchen. Die Kurse sind den fünf Bereichen „Histoire Ancienne“, „Histoire Médiévale“, „Histoire Moderne“, „Histoire Contemporaine“ und „Sciences connexes“ zugeordnet. Das kostenlose Vorlesungsverzeichnis bekommt man im Sekretariat des U.F.R. (Centre Sorbonne; 17, rue de la Sorbonne, 75005 Paris, Escalier C/ 2ème étage). Wer anstrebt, das gleiche Programm wie die französischen Studenten zu absolvieren, findet einen allgemeinen Studienplan im Internet (www.univ-paris1.fr/formation). Hilfe bei der Kurswahl bietet Mme Marie-Pierre REY, die auch gut per Mail erreichbar ist. Bei ihr schließt man auch den Contrat Pédagogique ab. Zudem muss man in der ersten Sitzung ein von den Dozenten mitgebrachtes Formular ausfüllen. Hier trägt man Name, Adresse und Studiengang ein und muss auch ein Passphoto aufkleben. Sie dienen der wöchentlichen Anwesenheitskontrolle.
Ein Kurs setzt sich in der Regel aus zwei (Zeit-!)Stunden T.D. (d.h. travaux dirigés, ähnlich unserer Seminare) und einer Stunde C.M. (d.h. cours magistraux, also Vorlesung) zusammen. Der Vorlesungscharakter wird von den meisten Dozenten auch in den T.D. beibehalten, obwohl die Kurse nur 20 – 30 Studenten umfassen. Der Frontalunterricht wird durch Referate der Studenten aufgelockert. Nicht selten wiederholt der Dozent danach aber noch mal alles Gesagte, ohne Bezug auf den Vortrag zu nehmen. Bewertet werden die Kurse fast ausschließlich durch eine Klausur, die während einer Prüfungsphase von drei Wochen nach jedem Semester stattfindet. Es kommen in bestimmten Fällen auch mündliche Prüfungen hinzu. In den Klausuren gilt es meist, die Notizen, die man während des Semesters im Kurs gemacht hat, einfach nur wiederzugeben. Auswendig lernen lohnt sich! In den Histoire-Kursen wird oft eine dissertation verlangt. Generell gilt als oberstes Gebot, die Form zu wahren. Um die obligatorische Dreiteilung kommt man in Referaten und dissertation nicht herum. Auch systemfremde Studenten aus dem Ausland haben sich diesem zu unterwerfen. Sonst werden die ausländischen Studenten öfters weniger streng bewertet. Jedoch sind ihre Beiträge nicht selten inhaltlich fundierter. Studierende der Humboldt-Universität dürften hier keine Probleme haben. Aufgrund des weitgehenden Frontalunterrichtsystems sind die Franzosen kaum gewohnt, eigene Fragen zu stellen oder ihre Meinung zu formulieren. Diskussionen gab es keine, die Dozenten legten (mit Ausnahme von Mme Raphaëlle BRANCHE) auch keinen Wert darauf.
Als Erasmus-Student kommt man häufig um die Klausuren herum. Die individuellen Leistungen für die 6 ECTS pro Kurs müssen mit dem Dozenten abgesprochen werden. Es empfiehlt sich, eine 20-30 seitige Arbeit zu verfassen, dann ist die Scheinanerkennung in Deutschland leichter. Generell sollte man sich die Teilnahme an den Kursen am Ende des Semesters vom Dozenten bestätigen lassen, damit man seine SWS in Deutschland anerkennen lassen kann.
Wer mit dem Mitschreiben nicht hinterherkommt, kann einen Kommilitonen bitten, seine immer sehr ausführlichen Notizen zu kopieren. Die Dozenten und Studenten sind an die vielen ausländischen Studenten gewöhnt und auch hilfsbereit. Jedoch muss man meist den ersten Schritt machen. Ich hatte den Eindruck, dass auch die französischen Studenten unter sich eher distanziert miteinander umgehen. Man sollte sich nicht erschrecken, wenn man von den gleichaltrigen Mitstudenten gesiezt wird.

2.2 Bibliotheken
Die Sorbonne besitzt in ihrem Hauptgebäude eine große und schöne Bibliothek (Bibliothèque de la Sorbonne). Die meisten Werke (wenn sie nicht zu aktuell sind) kann man hier einsehen. Empfehlenswert ist auch die nahe gelegene Bibliothèque St.-Geneviève. Bei beiden ist die Einschreibung kostenlos (Passfoto nicht vergessen!). Generell sollte man lieber früh am Tage in die Bibliothek gehen, schnell sind alle Plätze besetzt. Da man in der Bibliothèque de la Sorbonne nur 2 Bücher für maximal 14 Tage und in der Bibliothèque St.-Geneviève nichts ausleihen kann, sollte man sich auf die Arbeit im Lesesaal einstellen. A4-Kopien kosten zwischen 0,15 – 0,20 Euro. Daneben hat die Universität einzelne Teilbibliotheken, zu denen man aber nur mit Erlaubnis des Dozenten Zutritt hat. Weitere nützliche Bibliotheken sind die Nationalbibliothek François Mitterand (www.bnf.fr), die Bibliothek des Centre Georges Pompidou, des Deutschen Historischen Instituts Paris (DHIP) und des Institut du Monde Arabe. Häufig ist eine Anmeldung erforderlich, wozu man den Personalausweis, den Studentenausweis, ein Passphoto und häufig auch einen Wohnungsnachweis (Telefon- oder Stromrechnung) benötigt.
 
2.3 Computerpools
Computerpools gibt es im Centre Panthéon und im Sorbonne-Hauptgebäude.  Für die Benutzung ist eine Anmeldung mit den Daten des Studentenausweises nötig. Leider sind die Räume nicht leicht zu finden, der größere Pool versteckt sich im Keller der Sorbonne. Wenn man sein eigenes Papier mitbringt, kann man dafür kostenlos drucken.
2.4 Sport
Der Unisport ist kostenlos. Man muss sich innerhalb der Frist im UEFAPS im Centre Pierre Mendès France (Bureau C13 07, 90, rue de Tolbiac, 75013 Paris) anmelden. Hierzu benötigt man neben dem Studentenausweis und den 2 Passphotos (pro Sportart – maximal 2) unbedingt ein gesundheitliches Attest vom Arzt! Es empfiehlt sich, dieses – in meinem Fall kostenlos – vom Hausarzt ausstellen zu lassen. Für das Maison Heinrich Heine benötigt man ohnehin einen Gesundheitsnachweis. Wenn man noch mal zum Durchchecken und Impfen vor der Abfahrt hingeht und die Praxisgebühr eh schon bezahlt hat, kann man sich Stempel und Unterschrift unter folgenden Text geben lassen (habe ich selbst formuliert, wer also skeptisch ist, geht in Frankreich zum Arzt oder übersetzt selbst):
„M./Mme/Mlle …. n’a aucune maladie contagieuse, il/elle est psychiquement et physiquement sain/e et il/elle n’est pas toxicomane. Il n’y a aucune objection pour qu’il/elle fasse du sport.“
 
3. Kontakte zu einheimischen und ausländischen Studenten
Die französischen Studenten sind sehr nett, aber eher distanziert. Sie sind hilfsbereit, wenn man sie anspricht. Über die Uni hinaus gehen die Kontakte aber eher nicht.
Dagegen knüpft man sehr schnell Kontakte zu den anderen ausländischen Studenten. Zahlreich sind diese besonders im Wintersemester. Die meisten kommen aus Deutschland, Spanien und Italien. Schon allein deshalb ist eine Teilnahme an den Sprachkursen vor und während des Semesters empfehlenswert, da hier die meisten Telefonnummern ausgetauscht werden. Die Tutoren veranstalten immer wieder Ausflüge für die Erasmus-Studenten und sind auch sonst für eure Fragen zugänglich. Nähere Informationen findet ihr auf ihrer Internetseite: www.pariserasmus.net. Zudem gibt es in ganz Paris vor allem donnerstags Partys und Stammtische für Erasmus-Studenten. Die Organisation Euro-Fil (www.eurofil.fr.st) unternimmt sogar mehrtägige Ausflüge in Frankreich.
 
4. Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt
Ich schätze meine Sprachkompetenz bereits vor dem Auslandsaufenthalt als gut ein. Ich konnte sie während des Aufenthalts dennoch verbessern. Wichtig ist aber die Eigeninitiative, denn in den Kursen spricht man wegen dem Frontalunterricht nicht! Da wird nur Hörverstehen geschult, wenn auch erfolgreich. Die vielen deutschen Studenten verleiten zum Deutsch-Sprechen. Die angebotenen Sprachkurse helfen wegen der großen Teilnehmerzahl aller Niveaus auch eher wenig. Jedoch sind die zweiwöchigen Kurse vor Semesterbeginn, die noch nach Sprachniveau unterteilt werden (Einstufungstest Mitte September), empfehlenswert. Hier kann man, wie schon erwähnt, zudem schnell die anderen Studenten kennen lernen und sich über die anfänglichen Probleme austauschen.
 
5. Wohn- und Lebenssituation
5.1 Wohnungssuche
Es ist wichtig, sich schon sehr früh um Unterkunft zu bemühen!!! Die Plätze in den Studentenheimen reichen schon nicht für alle französischen Studenten (es lohnt sich aber, immer und immer wieder nachzufragen und sich nicht mit einer einfachen Absage zufrieden zu geben) und der Wohnungsmarkt in Paris ist SEHR teuer. Für ein 15m²-Zimmer kann man 400 – 600 Euro rechnen. Deswegen sind WGs empfehlenswert. Der Vorteil einer WG ist, dass man den ganzen Tag auch wirklich französisch spricht. Die einzige empfehlenswerte Internetseite ist www.colocation.fr, die anderen sind eher versteckte Kontaktanzeigen. Mit der Suche sollte sehr früh begonnen werden, im September gibt es nichts mehr. Gesuche und Angebote findet man beim Institut Catholique de Paris, der Eglise Américaine, dem Goethe-Institut und beim CROUS (www.crous-paris.fr). Man sollte sich auf einiges gefasst machen. Die Zimmer sind winzig, die Einrichtung oft heruntergekommen, selbst eine Toilette (die auch nur ein Loch sein kann) auf dem Gang ist nicht auszuschließen. Vor allem müssen einem die eigenen Ansprüche klar sein, denn man muss sich sofort entscheiden. Die Zeitung PAP (auch im Internet www.pap.fr) sollte man früh morgens kaufen, ab 8 Uhr sind die meisten Wohnungen schon vergeben. Es ist eine frustrierende und meist ergebnislose Suche, daher sollte wirklich früh damit begonnen werden. Dennoch ist es nicht völlig aussichtslos, auf der Straße hat noch keiner geschlafen. Man kann immerhin versuchen ein Zimmer im Maison Heinrich Heine (www.maison-heinrich-heine.org), dem deutschen Haus in der Cité Internationale, zu bekommen. Hierfür muss eine umfangreiche Bewerbung rechtzeitig eingereicht werden. Leider werden die meisten abgelehnt, da ca. 5 Bewerber auf ein Zimmer kommen. Eine weitere Möglichkeit sind private Wohnheime, häufig sind diese katholisch und für Frauen. Wer gerne zu zweit in einem Zimmer wohnt, kann sich hier wohl fühlen. Die Betreuung ist gut und man wird häufig verköstigt. Jedoch sind die Mieten auch hier hoch (so 400 – 450 Euro) und in einigen Häusern herrschen strenge Regeln (kein Besuch, kein Ausgang nach 23 Uhr). Familien und ältere Damen bieten häufig ein Zimmer zur Untermiete an. Dies ist eine Möglichkeit, Land und Leute aus nächster Nähe kennen zu lernen. Man sollte aber bedenken, dass die Untermiete in Frankreich illegal ist. Ein Mietzuschuss durch den Staat (CAF, siehe unten) kann man dann nicht bekommen. Wer bei seiner Anreise noch nichts gefunden hat, kann erst einmal in einer Jugendherberge übernachten und vor Ort suchen. Generell sollte man vor allem als Frau bei der Wohnungssuche das 18. und 19. Arrondissement meiden. Von den nördlichen Banlieues ist stark abzuraten! Sonst findet man in den Vororten meist eine günstigere Unterkunft.
 

5.2 Bankonto und Versicherungen

Die Miete und wie viele andere Sachen auch, werden in Frankreich per Scheck bezahlt. Es lohnt sich also, ein Konto in Frankreich zu eröffnen. In diesem Jahr hat die BNP Paribas das beste Angebot gehabt. Zu Beginn wird auch immer eine Kaution verlangt. Wichtig ist, sich einen Mietvertrag ausstellen zu lassen, denn nur so kann man bei der CAF (Caisse d’allocation familiale) Mietunterstützung beantragen. Weitere Informationen gibt es unter www.caf.fr. Kurz vor Beginn des Wintersemesters stehen im CROUS am Bahnhof Port-Royal die CAF und andere Dienste zur Beratung zur Verfügung. Hier kann man seinen Antrag gleich mit Hilfe der CAF-Angestellten ausfüllen. Zu beachten ist, dass es für den ersten Mietmonat keine Unterstützung gibt. Je nach Miethöhe und Wohnart kann man um die 100 – 150 Euro an Zuschuss erwarten.
Jeder staatlich Krankenversicherte sollte sich bei seiner Krankenkasse ein Formular E 128 (!, und nicht E 111) ausstellen lassen. Muss man dann wirklich einmal zum Arzt, muss man die Kosten vor Ort bezahlen. Beim Krankenhausaufenthalt wird einem die Rechnung meist zugeschickt. Dann geht man mit seinem E 128, allen Rechnungen und Rezepten (also für Medikamente) und einem R.I.B. (rélevé d’identé bancaire, erhält man bei seiner Bank) zur zuständigen Sécurité sociale. Die Sécurité sociale erstattet dann bei Arztbesuchen maximal 75% und bei Medikamenten ca. 30% der Kosten. Deshalb sollte man vorher unbedingt eine Auslandskrankenversicherung abschließen, denn die erstattet dann die übrigen Kosten. Medikamente sind im Allgemeinen in Frankreich billiger als in Deutschland.
 

5.3 Sonstiges

Die Lebenshaltungskosten sind in Paris teurer als in Berlin. Billige Supermärkte sind „Ed“ und „Franprix“. An der Porte de la Chapelle findet jeden Samstagvormittag ein Obst- und Gemüsemarkt statt, wo man sich recht billig eindecken kann. Bei Restaurantbesuchen bestellt man am besten „l’eau plate“, also Leitungswasser – aber kostenlos. Zudem gibt es vom Studentenwerk CROUS eine Vielzahl von Mensen. Ein Besuch beim  Hauptsitz des CROUS ist aus mehreren Gründen empfehlenswert: 39, Avenue Georges Bernanos, 75005 Paris (www.crous-paris.fr). Will man nach Deutschland telefonieren, holt man sich in Telefonläden eine extra für Deutschland konzipierte Telefonkarte (Beispiel 7,50 Euro für 350 min).
Wer für ein Jahr in Frankreich ist, sollte sich für die öffentlichen Verkehrsmittel die Carte Imagine-R anschaffen, die ein Jahr gültig ist. Sie ist etwa halb so teuer wie die monatlichen Cartes orange. Am Wochenende und im Sommer kann man unabhängig von den beantragten Zonen die ganze Ile de France damit bereisen. Sie ist also ideal für Ausflüge ins Pariser Umland (Versailles, Disneyland, Schlösser...). Für die Studenten, die nur für ein Semester in Paris studieren, lohnt sich die Carte Imagine-R nicht. Den Antrag für das Abonnement für die Carte Imagine-R erhält man an allen Métro-Stationen. Man sollte etwa 3 Wochen einplanen, bevor man das Ticket dann erhält.
Ansonsten bietet Paris, wie ja eigentlich jedem bekannt ist, ein reichhaltiges Freizeitprogramm. An jedem ersten Sonntag im Monat sind alle staatlichen Museen kostenlos. Das ganze Programm über Kino, Museen, Ausstellungen, Konzerte, ... bekommt man bei jedem Kiosk, z. B. L’officiel des spectacles (erscheint wöchentlich für 0,35 Euro) oder Parisscope (0,40 Euro). Die Kartenkasse des CROUS am Port-Royal bietet Theater- und Konzertbesuche günstiger an. Hier erhält man auch die Chèques Cinéma im Wert von 5,80 Euro, für die man hier aber nur 4,20 Euro bezahlt und in eine Reihe von eher kleinen Kinos gehen kann.
Wenn man sich etwas umschaut, bekommt man viele Vergünstigungen in Museen, Ausstellungen, Kinos, beim Bahn fahren,… Jedoch gilt dies nur für unter 26-Jährige, da hilft auch nicht der Studentenausweis.
 
6. Tipps und Internetadressen
Wichtige Tipps und Adressen gibt es auf der Internetseite der Deutschen Botschaft Paris: www.amb-allemagne.fr.
 
Weitere nützliche Internetseiten:
www.france.diplomatie.fr („venir en France“)
 
7. Liste wichtiger Dokumente
7.1. Unbedingt notwendig:
- Reisepass oder Personalausweis
- Ausreichend Passbilder (können auch aus dem Automaten sein)
- E 128, E 111
- Schriftstück der Heimatuni, die die Teilnahme am Erasmus-Programm bestätigt (ich habe mir diese auch
  auf Englisch und Französisch geben lassen – Übersetzungen können bei mir erfragt werden)
- Am besten ist auch eine Zusage der Pariser Universität. Die attestation erhält man nach einigem Beharren
  beim Maison Internationale. Es sollten Name, Studienfach, Heimatuni, Pariser Uni, Studienniveau,
  Programmname (Erasmus) und Dauer des Aufenthalts vermerkt sein.
 

7.2 Weiterhin empfehlenswert (aber nur in manchen Fällen nötig):

- Internationaler Impfausweis
- Sportattest
- Empfehlung der Heimatbank (Text kann bei mir erfragt werden)
- Bürgschaft (häufig wird beim Abschluss eines Mietvertrages eine Bürgschaft verlangt, die zum
  Beispiel eure Eltern ausstellen können – Text kann bei mir erfragt werden)
- Kopien der Dokumente
- Beglaubigungen der Studienleistungen (wer regulär studieren will, um z.B. seine Licence zu machen)
- Abiturzeugnis
- Immatrikulationsbescheinigung der Heimatuni
 
8. Rückblick
Ich kann jedem Studenten und jeder Studentin nur empfehlen, ein Auslandsstudium durchzuführen. Auch wenn die anfänglichen Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche und die französische Bürokratie erst einmal abschrecken, fängt man im 2. Monat an, die Stadt zu genießen. Lasst euch von anfänglichen Schwierigkeiten nicht entmutigen. Eine gute Vorbereitung hilft schon erheblich: alle notwendigen Papiere mitnehmen und schon einige Kopien davon machen, reichlich Passphotos einplanen, sich schon vor dem ersten Unitag mal die neue Umgebung anschauen etc. Ich konnte meine Sprachkenntnisse deutlich verbessern, ich habe viele neue Freunde kennen gelernt ... und ich liebe Paris! Da man nun ja nicht die meiste Zeit der Woche in der Uni hockt, bleibt einem doch viel Zeit um Land und Leute kennen zu lernen und das französische Leben zu genießen.
 
Während eines Auslandsaufenthaltes macht man eine Erfahrung fürs Leben, die man nicht missen möchte.