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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Geschichtswissenschaften

Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Geschichtswissenschaften | aktuelles_veranstaltungen_startseite | 06.12.18 Vortrag: Und die ganze Welt schaute zu. Neue Zugänge zum Sport im Kalten Krieg

06.12.18 Vortrag: Und die ganze Welt schaute zu. Neue Zugänge zum Sport im Kalten Krieg

Wann 06.12.2018 ab 18:00 (Europe/Berlin / UTC100) iCal
Wo Hörsaal 1070 im Hauptgebäude Unter den Linden 6
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Kontakt Telefon 030-555 740 990
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Sport und Politik waren von jeher eng miteinander verbunden, doch im Kalten Krieg schien diese Tendenz besonders ausgeprägt zu sein. In dieser prekären Zeit der Blockkonfrontation sahen diverse Nationen im Sport die einmalige Chance, politische, soziale und wirtschaftliche Entwicklungen positiv zu beeinflussen und voranzutreiben. Auch die Rolle der Medien, die die sportlichen Großereignisse dramaturgisch als Projektionsfläche für politische Spannungen nutzten, ist nicht zu unterschätzen. Neben der ideologischen Dimension war der Sport zugleich mit anderen Faktoren wie Kommerz und Fankulturen verflochten: Sie fesselten und verbanden Zuschauer und Konsumenten in verschiedenen Erdteilen. Trotz seiner massiven Sichtbarkeit ist der Sport in der Forschung zum Kalten Krieg bis jetzt wenig wahrgenommen worden. Der Vortrag fasst die Ergebnisse eines dreijährigen internationalen vom National Endowment for the Humanities (NEH) finanzierten Projektes zusammen. Anhand von Fallstudien unter anderem zu Georgien, Russland, Portugal, der Karibik und zur DDR wird für ein nuanciertes, weltumspannendes Verständnis des Sports plädiert. Damit möchte der Vortrag eine Brücke von der allgemeinen Geschichtsschreibung zur aktuell aufblühenden Teildisziplin der Sportgeschichte schlagen.

 

Christopher Young ist Professor für Modern and Medieval German Studies an der University of Cambridge und zur Zeit Honorary Fellow am Historischen Kolleg München.

 

Eine gemeinsame Veranstaltung der Humboldt-Universität zu Berlin und des Berliner Kollegs Kalter Krieg.

Es werden Fotos für Dokumentationszwecke gemacht.