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Humboldt-Universität zu Berlin - Alte Geschichte

Der Briefwechsel zwischen Theodor Nöldeke und Eduard Meyer (1884-1929)

Vorbemerkung
Das Archiv der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, in dem das Gros der Briefe und Postkarten Theodor Nöldekes an Eduard Meyer aufbewahrt wird, die Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin - Preussischer Kulturbesitz und die
Abteilung Handschriften/Alte Drucke der Universitätsbibliothek der Eberhard Karls Universität Tübingen (letztere betreut Nöldekes Nachlass) erteilten die Publikationsgenehmigung und gaben jede erdenkliche Unterstützung.
Der arabischen und hebräischen Stellen hat sich stud. phil. Sascha Winkelmann (wie die Folgenden Berlin) angenommen; bei besonders schwer zu entziffernden arabischen Zitaten ist Yasser Sabek M. A. eingesprungen. Technische bzw. Recherche-Hilfe leisteten die studd. phil. Frank Baumeister, Katja Wannack und Kerstin Gruihn. Den Genannten dankt der Bearbeiter auch an dieser Stelle herzlich.
Was die Transkription betrifft, wurden Orthographie und Zeichensetzung der Originale möglichst beibehalten (wo Korrekturen notwendig erschienen, ist der ursprüngliche Wortlaut in den „zusätzlichen Bemerkungen“ zu den betreffenden Schreiben angegeben). So erklären sich auch Sätze, die ohne Punkt enden, fehlende Klammern und dergleichen. Die Briefe und Postkarten sind häufig gelocht, um sie in einem Ordner abzulegen; die dabei entstandenen Textlücken gaben jedoch keine Probleme auf und wurden stillschweigend ergänzt.
Durch Punkt abgekürzte Worte wie „äg.“ für „ägyptisch“ oder „Kalbsg.“ für „Kalbsgasse“
blieben erhalten, ebenso die für Nöldeke charakteristischen Abkürzungen „d.“ für den bestimmten Artikel, „w.“ für „welcher“ usw. (deshalb auch „m/r“ für „meiner“ u. ä.). Dagegen sind z. B. Nöldekes häufiges „ds“ zu „dass“ oder „Kge“ zu „Könige(n)“ aufgelöst worden. „Crtum“ für „Christentum“ sowie „KSchr“ für „Keilschrift“ blieben unangetastet, um das Kolorit der Originale zu bewahren.
Nöldeke benutzt bei Doppelkonsonanten wie nn in „erkenntlich“ gern den Abkürzungsstrich; dies wurde bei der Edition nicht nachgeahmt. Er schreibt ferner die Daten überwiegend wie einen Bruch; der Einfachheit halber ist dies hier in der Form von „07/06 06“ wiedergegeben.
Bei der Arbeit stellte sich heraus, dass in Abhängigkeit vom jeweils benutzten arabischen Zeichensatz Kompatibilitäts-Probleme beim Zusammenwirken mit „Microsoft Word“ auftraten. Daher liess sich Nöldekes Schreibung arabischer Wörter nicht immer originalgetreu wiedergeben. Bei den hebräischen Stellen wurden die diakritischen Zeichen und die Vokalisierung nur dann reproduziert, wenn das für den Sinn unabdingbar war.
Schrieben die Autoren einen Namen versehentlich falsch oder abgekürzt, bzw. erscheint eine Person nicht ausdrücklich genannt, so folgt der Name korrekt geschrieben und in eckigen Klammern (und im Nominativ) bzw. wird die Person möglichst mit ihrem Namen bezeichnet. Alle Briefschlüsse sind vereinfacht, d. h. ohne die Abstufungen der Originale, wiedergegeben worden.
Dem hochbetagten Nöldeke unterlaufen gelegentlich Versehen, z. B. im Arabischen und bei Zitaten aus der Fachliteratur oder aus der Bibel. Letztere zu korrigieren, hätte - wie sich in einigen Fällen herausstellte - unvertretbar hohen Aufwand erfordert und unterblieb daher. Auch erheblich aus dem Gleis geratene Sätze wie z. B. der vierte im Schreiben vom 28. - 29.10.1923, einer gegen Ende des Briefs vom 11.05.1925 oder in der Mitte des Textes der Postkarte vom 24.01.1928 zu ändern sah sich der Bearbeiter nicht befugt.
 
Zu den in Tübingen betreuten Briefen Meyers an Nöldeke gehören noch folgende Materialien, die hier nicht eigens (etwa in einem Anhang) wiedergegeben werden:
- ein von W. Jaeger, U. Kahrstedt, H. Lüders, Ed. Norden, A. Schiff, W. Schulze, R. Seeberg und U. Wilcken unterzeichnetes hektographiertes Schreiben vom 16.11.1924, worin um die Genehmigung gebeten wird, Nöldekes „Namen unter den beiliegenden Aufruf zu einer Sammlung für Eduard Meyer’s 70. Geburtstag zu setzen.“
- ein gedruckter, erster Aufruf zur Sammlung, datiert auf „im November 1924“, deren Ertrag dem Jubilar für eine „Forschungsreise nach Ägypten“ empfohlen werden soll. Für die Einzahlung ist das „Sonderkonto ‚Eduard Meyer-Ehrung’ des mitunterzeichneten U. Wilcken“ angegeben. Unter dem Text dieses Aufrufs hat Nöldeke eigenhändig vermerkt:
„Bezahlt 100 M. direct als Briefeinlage
an U. Wilcken
ThN.“
Auf der leeren unteren Hälfte der Seite hat Nöldeke, quer zum gedruckten Text, ferner notiert: „Für Ed. Meyer.“
- ein gedruckter, zweiter Aufruf zur Sammlung, datiert auf „im Dezember 1924“, unterzeichnet von den oben genannten Organisatoren sowie weiteren bedeutenden Forschern, unter ihnen auch Nöldeke.
 
Berlin, im April 2004
Gert Audring

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