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Humboldt-Universität zu Berlin - Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts

Neueste Publikationen

Die Demokratie der Wähler

Stadtgesellschaft und politische Kommunikationn in Italien und der Bundesrepublik 1944-1979

Claudia Gatzka

Düsseldorf: Droste 2019 

 

Wie fanden Deutsche und Italiener nach 1945 einen Draht zur repräsentativen Demokratie? Das Buch geht dieser Frage erstmals in einer historischen Perspektive nach, die Wählerinnen und Wähler in ihren Deutungen und Wahrnehmungen einfängt. Von der Nachkriegsdekade durch die Zeiten des Booms bis in die 1970er Jahre geht es um die Konjunkturen der Verständigung zwischen Wählern und Gewählten. Es wird nach den sozialen und politischen Faktoren erfolgreicher Kommunikation und nach den Bedingungen, unter denen Deutsche und Italiener der repräsentativen Demokratie etwas abgewinnen konnten, gefragt. Die Bedeutung des Lokalen in der Mediengesellschaft wird dabei ebenso herausgestrichen wie das partizipative Verständnis postfaschistischer Wähler, die weitaus früher als gemeinhin angenommen selbstbewusst den Parteien und Parlamentariern gegenübertraten.

 

Freiheitskämpfer, Terroristen, Demokraten und Faschisten

Sebastian Seibert

Frankfurt: Campus 2019

 

Nordirland und das spanische Baskenland waren über Jahrzehnte geprägt von politischer Gewalt. Als politische Strategie kommt Gewalt jedoch besonders in Demokratien nicht ohne Legitimation aus. Die fortdauernde Existenz bewaffneter Gruppen in beiden Regionen lässt sich daher nur vor dem Hintergrund der Perzeption ihrer Gewalt und des Staatshandelns erklären. Das Augenmerk dieser Studie liegt darum auf den öffentlichen Aushandlungs-prozessen der nationalistischen Bewegungen. Was wurde unter Gewalt verstanden? Welche Ausprägungen als verboten oder gar als geboten angesehen? Die Analyse der Gewaltdiskurse zeigt, wie es zum Ende der Gewaltanwendung kam, ohne dass die bewaffneten Gruppen ihre Kernziele erreicht hatten.

 

Köln im Kaiserreich. 1871-1918

Thomas Mergel
Köln: Greven 2018

 

Nie zuvor und nie danach ist Köln so schnell gewachsen wie in den 33 Jahren zwischen der Niederlegung der Stadtmauer 1881 und dem Beginn des Ersten Weltkriegs 1914. In dieser Zeit nahm die Einwohnerzahl um das Fünffache zu, die Fläche der Stadt um das Fünfzigfache. Köln wuchs so schnell, dass sich alle Maßstäbe verschoben, auch im Alltag der Menschen: Unter der Erde wurden Abwasserrohre verlegt, Gaslaternen erhellten die Nacht, Pferde verschwanden aus den Straßen und machten der Straßenbahn Platz, Kinos und Sportvereine wurden beliebt. Die rapide Urbanisierung schwemmte Hunderttausende Zuwanderer in die Stadt. Aus Bauerndörfern wurden Industriegebiete, ganz neue Viertel entstanden; die Fluktuation der Menschen war ungeheuer. Das warf die Frage auf, wer denn eigentlich Kölner sei und was »Köln« überhaupt bedeute. Eine der Thesen des Buches: Die Bewältigung des massiven Wandels bedurfte der Traditionen. Kirchliche Bindungen oder der Karneval waren wichtig, um die neuen Kölner zu integrieren. Dadurch wurden die Traditionen ihrerseits weitgehenden Wandlungen unterworfen. So erfand sich Köln als eine moderne Metropole, die dennoch Zugehörigkeit verbürgte.

 

Praktiken des Kapitalismus.

Mittelweg 36, 26/1 (2017)
 
Herausgegeben von
Sören Brandes und Malte Zierenberg

 

Sören Brandes und Malte Zierenberg: Doing Capitalism. Praxeologische Perspektiven, p. 3-24.

 

 

 

 

Berlin’s Black Market. 1939–1950

Malte Zierenberg
New York: Palgrave Macmillan 2015

 

Berlin's Black Market: 1939-1950 artfully combines an in-depth historical analysis of the emergence of illegal trading under Nazi rule during the war, along with a comparison to black markets that preceded it, with a new interpretation of the development of the two postwar German states. By focusing on the everyday practices of black marketeers and the historical setting they acted in, Zierenberg explains how the experiences in a city of turmoil helped shape the different but initially successful beginnings of two new German polities.

 


Wahlen in der transatlantischen Moderne

= Comparativ. Zeitschrift für Globalgeschichte und vergleichende Gesellschaftsforschung 23/1 (2013)
Herausgegeben von ⇒ Claudia Gatzka⇒ Benjamin Schröder und Hedwig Richter
Leipzig: Universitätsverlag 2013

Der Band fragt nach kulturellen Bedeutungen und Funktionen des Wählens und analysiert Wahlpraktiken in Deutschland im Vergleich mit den USA, Großbritannien und Italien im 19. und 20. Jahrhundert

 

 

 

 

Fotografien im 20. Jahrhundert. Vermittlung und Verbreitung

Herausgegeben von Annelie Ramsbrock, Annette Vowinckel und Malte Zierenberg
Göttingen: Wallstein 2013

 

Der Band untersucht die Herstellungs- und Distributionskontexte massenmedial-fotorealistischer Bilder und erprobt eine neue Perspektive auf die Mediengeschichte des 20. Jahrhunderts.

 

 

 

Das Soziale ordnen. Sozialwissenschaften und gesellschaftliche Ungleichheit im 20. Jahrhundert

Herausgegeben von ⇒ Christiane Reinecke und ⇒ Thomas Mergel

 

Frankfurt/New York: Campus 2012

 

Rezension HSozKult

 

 

 

 

Aus einem Land vor unserer Zeit. Eine Lesereise durch die DDR-Geschichte

Herausgegeben von Marcus Böick, Anja Hertel und ⇒ Franziska Kuschel

 

Berlin: Metropol 2012

 

 

 

 

 

 

 

Krisen verstehen. Historische und kulturwissenschaftliche Annäherungen

Herausgegeben von ⇒ Thomas Mergel

 

Frankfurt/New York: Campus 2012

 

Rezension HSozKult

Tagungsbericht auf Deutschlandradio Kultur

 

 

 

 

Wozu noch Sozialgeschichte? Eine Disziplin im Umbruch

Herausgegeben von Pascal Maeder, Barbara Lüthi und ⇒ Thomas Mergel

 

Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2012

 

 

 

 

 

 

Vermessungen der Mediengesellschaft im 20. Jahrhundert

= Comparativ. Zeitschrift für Globalgeschichte und vergleichende Gesellschaftsforschung 21/4 (2011)
Herausgegeben von ⇒ Christiane Reinecke und ⇒ Malte Zierenberg

 

Leipzig: Universitätsverlag 2011

 

 

 

 

Schiebern auf der Spur. Eine Berliner Gerichtsakte von 1941

Herausgegeben von ⇒ Malte Zierenberg

 

Berlin: Vergangenheitsverlag 2011

 

 

 

 

 

 

Vergleichen, verflechten, verwirren? Europäische Geschichtsschreibung zwischen Theorie und Praxis

Herausgegeben von ⇒ Christiane Reinecke, Agnes Arndt und Joachim C. Häberlen
Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2011

 

Rezension im Archiv für Sozialgeschichte Online

 

 

 

 

 

Grenzen der Freizügigkeit. Migrationskontrolle in Großbritannien und Deutschland, 1880-1930

⇒ Christiane Reinecke
München: Oldenbourg 2010

 

ausgezeichnet mit dem Preis des Deutschen Historischen Instituts London und dem Hans-Rosenberg-Gedächtnispreis

 

► Rezension HSozKult

 

 

 

 

Propaganda nach Hitler. Eine Kulturgeschichte des Wahlkampfs in der Bundesrepublik 1949-1990

⇒ Thomas Mergel
Göttingen: Wallstein 2010

 

Rezension HSozKult

Rezension SEHEPUNKTE

Rezension Tagesspiegel

Rezension FAZ

► Kommentar Deutschlandfunk