Humboldt-Universität zu Berlin - Sozial- und Wirtschaftsgeschichte

Dr. Marie Huber

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Name
Dr. Marie Huber
E-Mail
marie.huber (at) hu-berlin.de

Einrichtung (OKZ)
Philosophische Fakultät → Institut für Geschichtswissenschaften → Sozial- und Wirtschaftsgeschichte
Sitz
Mohrenstraße 40/41 , Raum Raum 341
Telefon
(030) 2093-70853
Forschungsschwerpunkte:

Marie Huber forscht aus globalhistorischer Perspektive zur Geschichte der Entwicklung und Nationenbildungin Afrika sowie zur transnationalen Entstehung und Zirkulation von Wissen und der Entwicklung ökonomischer Erwartungshaltungen. In ihrem Promotionsprojekt untersuchte sie die Implementierung der Welterbekonvention in Entwicklungsländern, am Beispiel von Äthiopien.

In ihrem noch bis 2023 von der DFG-geförderten Projekt zur Unternehmensgeschichte der westafrikanischen Fluggesellschaft „Air Afrique“ verbindet sie diese Erkenntnisse aus der politischen und Staatsgeschichte mit einem wirtschaftsgeschichtlichen Ansatz. Als Teil des Schwerpunktprogramms "Experience & Expectation - Historical Foundations of Economic Behaviour" untersucht sie, welche Rolle Fluglinien beim Aufbau der neuen westafrikanischen Nationalstaaten spielten, und wie die vielen äußeren Ereignisse und Vorgaben das unternehmerische Handeln beeinflusst haben. Seit April 2022 untersucht sie im Rahmen des Sonderforschungsbereichs/Transregio 138 „Dynamiken der Sicherheit“ als Mitglied des Teilprojekts zur Außenwirtschaftlichen Versicherheitlichung die Wirtschaftsbeziehungen deutscher Unternehmen in Asien und Afrika nach 1950.



Vorstellung:

Marie Huber studierte an der TU Berlin Geschichte und Soziologie und war anschließend freiberuflich in der Stadtforschung tätig. Für ihr von der Gerda-Henkel gefördertes Promotionsprojekt, dass sie 2017 am Institut für Geschichtswissenschaften abschloss, war sie als Gastwissenschaftlerin in Paris und Addis Abeba.

Nach der Promotion war sie ein Jahr als PostDoc Fellow am Lehrstuhl für afrikanische Geschichte am Institut für Asien- und Afrikawissenschaften der HU, gefördert mit einem Stipendium der Humboldt-Graduate School. In dieser Zeit warb sie erfolgreich Fördermittel der DFG für eine „Eigene Stelle“ ein und war als Projektleitung und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Als Lehrbeauftragte unterrichtete sie Seminare zur afrikanischen Geschichte des 20. Jahrhunderts, zum wissenschaftlichen Arbeiten mit digitalen Ressourcen und zur Industrialisierungsgeschichte nicht-westlicher Länder. Seit 2022 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Philipps Universität Marburg und im SFB/TRR 138 und führt ihr Projekt. Sie hat drei Kinder und ist ehrenamtlich als Mentorin für Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Karriereplanung in Expertinnenberufen im Frauennetzwerk mentorme aktiv. Sie ist Mitgründerin des perspektiven.blogs, der berufliche Perspektiven für Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen zum Thema hat.



aktuelle Publikationen:

- Ihr erstes Buch “Developing Heritage – Developing Countries: Ethiopian Nation Building and the Origins of UNESCO World Heritage, 1960-1980” ist am 29.11.2020 beim De Gruyter Verlag in der Reihe “Africa in Global History" erschienen.

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- Rezension zu: Akerman, James R.: Decolonizing the Map. Cartography from Colony to Nation.Chicago  2017ISBN 9780226422787, in: Connections. A Journal for Historians and Area Specialists, 06.12.2019, <www.connections.clio-online.net/publicationreview/id/reb-28077>.

‘Altes Wissen auf neuen Wegen - Die Verbreitung von Äthiopienwissen durch internationale Netzwerke 1950-1980’. In Wissen in Bewegung: Migration und globale Verflechtungen in der Zeitgeschichte seit 1945., Simone Lässig, Stephanie Zloch, Lars Müller (Hg.) 291–321. Berlin; Boston: De Gruyter 2018.


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