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Humboldt-Universität zu Berlin - Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte

M.A. Jonas Kühne

Name
M.A. Jonas Kühne
Status
Doktorand/in

Vita

→ Arbeitsschwerpunkte

→ Forschungsprojekt

→ Publikationen

 

 

Vita

Jonas Kühne studierte von 2006 bis 2010 im Bachelor Politikwissenschaft und Geschichte an der Technischen Universität Dresden und der Universität Leipzig. 2010 entwickelte er im Rahmen des Workshops „Museums and Material Cultures: Exhibiting the GDR“ zusammen mit Studierenden der Universität Leipzig und der Loyola Marymount University in Los Angeles (USA) eine digitale Ausstellung für das Wende Museum in Culver City mit dem Titel „What is a Socialist City?“. 2015 schloss er sein Masterstudium in Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Arbeit über das Ausstellungsprogramm der amerikanischen Besatzungsbehörden unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg ab. Von 2013 bis 2015 arbeitete Jonas Kühne als Studentische Hilfskraft in der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. 2017 begann er mit der Vorbereitung für eine Promotion zu den Arbeiten der US Exhibition Section in Deutschland von 1945 bis 1960, die seit Oktober 2017 durch das Humboldt Research Track Scholarship gefördert wird.

 

Arbeitsschwerpunkte

  • Ausstellungsgeschichte
  • Cold War Cultures
  • Transnationale Geschichte

 

Forschungsprojekt

Werbung für den Westen. Die Ausstellungen der US Exhibition Section in Deutschland, 1945-1960

Das Promotionsvorhaben untersucht das amerikanische Ausstellungsprogramm in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Zentrum stehen die Ausstellungen der US Exhibition Section zwischen 1945 und 1960, die trotz ihrer Verschiedenartigkeit einem gemeinsamen Zweck dienten. Sie sollten das deutschen Publikums im Sinne einer Orientierung hin zu einer Konsumgesellschaft aktivieren und machten gleichzeitig vor dem Hintergrund des frühen Kalten Krieges Werbung für eine Einbindung der Bundesrepublik in die westliche, transatlantische Wertegemeinschaft.

Die Studie verfolgt drei Schwerpunkte. Erstens gerät mit der US Exhibition Section eine transnationale Organisation in den Blick, die zunächst weder einen musealen Sammlungs- und Präsentationsauftrag hatte, noch in der darstellenden oder bildenden Kunst verortet werden kann. Dieser Teil untersucht die in ihr wirkenden transatlantischen Akteursnetzwerke sowie die Produktionsbedingungen, unter denen die Ausstellungen geplant und hergestellt wurden.

Daran anschließend werden zweitens sechs exemplarische Ausstellungsensembles auf gestalterischer, inhaltlicher und rezeptiver Ebene untersucht: das Wanderausstellungsprogramm in den Amerikahäusern (1947-49), die Marshallplan-Ausstellungen (1950-52), die Ausstellungen „ATOM“ (1954), „Kleider machen Leute“ (1955) und „Unbegrenzter Raum“ (1956) in Berlin sowie der Messestand zur US-Landwirtschaft auf der IKOFA in München (1958).

Die expositorischen Analysen sollen drittens folgende Fragen beantworten: Wie wurden die Ausstellungen von den politischen Rahmenbedingungen des Kalten Krieges geprägt und vor dieser Folie von der west- und ostdeutschen Öffentlichkeit wahrgenommen? Welche ausstellungshistorischen Einflüsse von vor 1945 spiegeln sich in den zu untersuchenden Expositionen wider? Wie wurden diese adaptiert und weiterentwickelt? Wie prägten die Ausstellungen die weitere Entwicklung von expositorischen Arbeiten in der Bundesrepublik?

Abbildung: Mitarbeiter*innen der US Exhibition Section mit Modellen zu einer Ausstellung über Landwirtschaft, ca. 1947/48, Nürnberg. Nachlass Claus-Peter Groß, Fotografische Sammlung Kunstbibliothek, SMB.

 

Publikationen

  • "1871 – Fragen an die deutsche Geschichte (1971)", in: te Heesen, Anke/Schulze, Mario/Dold, Vincent (Hg.): Museumskrise und Ausstellungserfolg. Die Entwicklung der Geschichtsausstellung in den Siebzigern, Berlin 2015, S. 18-33 (zs. mit Tobias von Borcke und Aya Zafarti).