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Humboldt-Universität zu Berlin - Südosteuropäische Geschichte

Abgeschlossenes Drittmittelprojekt

  • Neue und ambivalente Nationsbildungsprozesse in Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Montenegro und Moldawien im Vergleich (1944-2010)
     

Dieses Forschungsprojekt untersucht aktuelle Nationsbildungsprozesse im südöstlichen Europa nach 1945 aus einer historischen und anthropologischen Perspektive. Dabei werden vier Fallbeispiele vergleichend betrachtet: die bosniakische (bosnische), makedonische, moldawische und montenegrinische Nationsbildungen bzw. diesbezüglichen Versuche. Der Fokus der interdisziplinären Analyse liegt einerseits auf kollektiven Selbstzuschreibungen „einfacher“ Menschen während der realsozialistischen Jahrzehnte nach 1945 bzw. in der Zeit nach dem Ende der sozialistischen Ära. Unter welchen Bedingungen waren und sind Menschen bereit, neue nationale Identitätspolitik zu akzeptieren, was machen sie daraus und wie gingen und gehen sie mit alternativen Identitätsangeboten um? Andererseits werden die Inhalte der jeweiligen nationalen Identitäten erkundet, um zu erörtern, ob sie bei etablierten kulturellen Praktiken anknüpfen und wo die kulturellen Grenzen der Nation gezogen wurden. Details