Humboldt-Universität zu Berlin - Südosteuropäische Geschichte

Histoire pour la liberté (01/2021-12/2021)

Das Projekt "Histoire pour la liberté" beschäftigt sich mit dem historischen Revisionismus in den jugoslawischen Nachfolgestaaten. Es setzt damit die Diskussion über die Bedeutung von multiperspektivischer Geschichtsschreibung und partizipativer Erinnerungskultur fort, die mit dem Projekt Ko/Tko je prvi počeo? Historičari/povjesničari protiv revizionizma (Wer hat zuerst angefangen? HistorikerInnen gegen Revisionismus, https://kojeprvipoceo.rs) angestoßen wurde.

Im Rahmen des Projekts werden im Laufe des Jahres 2021 Konferenzen, Podiumsdiskussionen und Vorträge in Serbien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien und Deutschland durchgeführt. Zu den wichtigsten Projektzielen gehört es, die Öffentlichkeit mit den Erfahrungen innerhalb der EU bezüglich des Umgangs mit konkurrierenden historischen Narrativen, geteilter Geschichte und gemeinsamen europäischen Werten vertraut zu machen. 

Anhand von Ereignissen aus der neueren europäischen Geschichte, wie der Wiedervereinigung Deutschlands, der demokratischen Transition in Mittel- und Osteuropa sowie der Verbindung dieser Prozesse mit dem Zerfall des sozialistischen Jugoslawiens, setzt sich das Projekt "Histoire pour la liberté" zum Ziel, Diskussionen und Debatten über eine gemeinsame Erinnerungskultur, Friedensförderung und Toleranz anzustoßen sowie den Erfahrungs- und Perspektivenaustausch zu fördern, um den dynamischen Charakter der europäischen Erinnerung hervorzuheben.

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Das Projekt "Histoire pour la liberté" wird im Rahmen des EU-Programms Europa für Bürgerinnen und Bürger gefördert und unter Leitung von Udruženje KROKODIL (Belgrad) gemeinsam mit dem Udruženje za modernu historiju (UMHIS, Verband für moderne Geschichte, Sarajevo), dem Kliofest (Zagreb) und dem Lehrstuhl für Südosteuropäische Geschichte der Humboldt-Universität zu Berlin durchgeführt.

Projektbeteiligte: Prof. Dr. Hannes Grandits, Dr. Ruža Fotiadis, Thomas Schad Logos/Visuals