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Humboldt-Universität zu Berlin - Europäische Geschichte des Mittelalters. Schwerpunkt: Spätmittelalter

Lehre

Wintersemester 2017/18

Prof. Dr. Johannes Helmrath

Forschungscolloquium

Mi. 16-18 Uhr, Friedrichstr. 191-193, R. 5008

Im Colloquium tragen junge Berliner Mediävisten und auswärtige Gäste ihre aktuellen Projekte vor und stellen sich der Diskussion. Dabei geht es um Methoden, Quellen und Theorien. Ergänzend werden Neuerscheinungen besprochen. Zwei Sitzungen sind Vorträgen des öffentlichen Berliner Carl-Erdmann-Colloquiums gewidmet. Das Colloquium steht fortgeschrittenen Bachelorstudierenden, sowie Masterkandidaten und Doktoranden offen.

Colloquiumsprogramm (folgt in Kürze)

 

Prof. Dr. Johannes Helmrath

Bachelorseminar

Rom - Verewigte Stadt

Do. 14-16 Uhr, Friedrichstr. 191-193, R. 4026

(Kommentar folgt in Kürze)

 

Prof. Dr. Johannes Helmrath

Proseminar

Karl der Große (768-814) und sein Hof

Mi. 12-14 Uhr, HVPL, R. 0319

Karl der Große – „Vater Europas“? Angesichts des Karlsjubiläums 2014 wurden neue Fragen aufgeworfen und die Forschung wesentlich um kulturgeschichtliche Analysen erweitert. Das Seminar untersucht die Grundzüge der Herrschaft Karls und seines Hofes. Was sollte sich als grundlegend für die spätere Geschichte des Mittelalters erweisen? Dabei werden exemplarisch verschiedene Quellentypen des Mittelalters analysiert und in Handwerk und Methode der Mediävistik eingeführt.

 

Prof. Dr. Johannes Helmrath

Übung zur Rom Exkursion mit Prof. Dr. Xenia von Tippelskirch

Fr., 17.11., um 10 Uhr (Vorbesprechung), R. (noch nicht bekannt)

Zwei weitere Blocksitzungen finden im Januar und Februar 2018 statt

Die Übung dient der Vor- und Nachbereitung der Exkursion nach Rom, die unter der Leitung von Prof. Helmrath und Prof. von Tippelskirch vom 8. bis zum 15. April 2018 stattfindet. Die Studierenden betrachten und erarbeiten religiöse, politische, urbanistische und soziale Transformationen der Stadt von der Spätantike bis zur Renaissance.

In denen als Blockseminar gestalteten Sitzungen werden die Referatsgruppen gebildet, kunst- und wissenschaftsgeschichtliche Präsentationen vorbereitet sowie organisatorische Fragen geklärt. Zur inhaltlichen Vertiefung der Exkursionsschwerpunkte wird dringend empfohlen, das Bachelor-Seminar „Rom. Verewigte Stadt“ (donnerstags, 14-16h) zu belegen, da in ihm der historische Kontext vermittelt wird. An der Exkursion können maximal 20 Studierende teilnehmen. Bitte beachten Sie, dass ein finanzieller Zuschuss nur für HU-Studierende gewährt wird.

 

Prof. Dr. Johannes Helmrath

Vorlesung

Das Papsttum

Di. 14-16 Uhr, FRS 191, R. 5009

(Kommentar folgt in Kürze)

 

Dr. Patrick Baker

Proseminar

Florentinische Historiographie

Do. 10-12 Uhr, MO 40/41, R. 219/220

Im spätmittelalterlichen Florenz war Geschichtsschreibung Bürgerpflicht, aber auch persönliches Hobby, Geschäftsangelegenheit und Familientradition. Dementsprechend kannte sie verschiedene Formen, von informellen Tagebüchern (libri di ricordi) über Annalen und Chroniken hin bis zu kunstvollen, von literarischen Ansprüchen geprägten Narrativen. Die erste Hälfte der Veranstaltung widmet sich einer Auswahl solcher Quellen, während die zweite sich ganz auf einen einzelnen Text konzentrieren wird:

Leonardo Brunis Historia Florentini populi – eines der wichtigsten Geschichtswerke überhaupt, nicht nur im Hinblick auf die Stadt Florenz, sondern auch in seiner Bedeutung für die Entwicklung der europäischen Geschichtswissenschaft allgemein.

 

Dr. Patrick Baker

Proseminar

Stadtgeschichte im späten Mittelalter

Do. 14-16 Uhr, MO 40/41, R. 114

Was macht eine Stadt zur Stadt? Ihre geographische Lage, eine bestimmte Regierungsform, Denkmäler und Mauern, eine definierte Personengemeinschaft? Sicherlich all dies, doch ist sie eben auch, so die These dieser Veranstaltung, eine gemeinsame Vergangenheit, eine Reihe von Geschichten, die man sich gegenseitig und Außenstehenden erzählt, und in denen eine gemeinsame Identität und ein bestimmter Lebensstil bewahrt werden.

Unter dieser Prämisse wollen wir uns primär den Werken der spätmittelalterlichen europäischen Stadthistoriographie widmen und sie auf die konstitutive Bedeutung von, unter anderem, Geographie, einschneidenden Ereignissen, Bauten, Politik, Individuen und Gruppen für die gemeinsame Identität hin untersuchen. Besonderes Augenmerk soll dabei auf Gründungsmythen, Heiligen und Helden, dem Status des „Bürgers“ sowie der Rolle von Außenstehenden wie Migranten, Verbannten und Flüchtlingen liegen.

 

Marika Bacsóka, M.A.

Einführungskurs gemeinsam mit Prof. Dr. Barbara Schlieben

Von Bologna nach Bologna (Happy Birthday, Wilhelm!)

Mo. 9-13 Uhr, DOR 24, R. 1.404

Der Kurs führt in grundlegende Methoden, Hilfsmittel und Arbeitsweisen der Geschichtswissenschaften ein. Wir nehmen den 250ten Geburtstag Wilhelms von Humboldt zum Anlass, um darüber zu diskutieren, was Universität sein will, kann und soll. Als Historiker diskutieren wir diese Fragen am historischen Gegenstand: Die Universität ist eine Schöpfung des Mittelalters. Bologna und Paris, die ältesten Universitäten, wurden nicht gegründet, sie waren plötzlich ,einfach da‘. Schon die Frage, weshalb die Universität entstand, in welcher spezifisch historischen Situation, ist daher nicht einfach zu beantworten. Als Institution sollte sich die Universität als überraschend langlebig erweisen. Nicht nur sie selbst, auch zahlreiche ihrer Einrichtungen (die Immatrikulation, das Examen, der Doktorgrad, der Dekan, die Fakultät, Veranstaltungstypen wie die Vorlesung), prägen das akademische Leben bis heute.

Ziel des Kurses ist, die Universität in ihrer historischen Dimension (mit einem Schwerpunkt im Mittelalter und Ausblicken auf die Neugründungen im 19. Jahrhundert) zu analysieren und  strukturelle Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten. Die Studierenden sollen für den historischen Wandel sensibilisiert werden und wahrnehmen, dass unsere gegenwärtigen Verhältnisse nicht ,natürlich‘ sind. Im Mittelpunkt stehen die Fragen nach spezifischem Charakter der Universität: Was macht sie aus? Wie verhält sie sich zu ihrem je spezifischen gesellschaftlichen Umfeld? Was unterscheidet sie von anderen Institutionen des Wissens?

Fragen wie diese sind heute durchaus aktuell, weil sich die Bedeutung von Wissen, seine Verortung und die Kriterien seiner Bewertung derzeit verschieben und auch die Wissenschaft selbst ihre gesellschaftliche Verantwortung neu definieren, ja legitimieren muss.

 

Dr. Thomas Woelki

Übung gemeinsam mit Henrike Vallentin

Piraten im Mittelalter

Mo. 16-18 Uhr, Mo 40/ 41, R. 114

Seeräuberei und Korsarentum erscheint durch umfangreiche neuere Forschungen inzwischen als beinahe totales historisches Phänomen, dessen Impulse in grundlegende Bereiche gesellschaftlichen Zusammenlebens hineinreichen. Teilweise wird sogar gefordert, den Begriff des ‚Piraten‘ ganz aufzugeben und stattdessen umfassender von ‚maritimer Gewalt‘ zu sprechen. Der in der Übung zu unternehmende Streifzug durch ausgewählte Fallbeispiele vom Nord- und Ostseeraum bis an die Levanteküste bietet vielfältige Gelegenheit zum Einblick in ganz unterschiedliche Forschungsfelder von der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, über die Stadt- und Rechtsgeschichte bis hin zu Problemen interkultureller Begegnungen. Erwartet wird die Übernahme eines schriftlichen Seminarbeitrags mit mündlicher Präsentation. Sprachkenntnisse, vor allem  italienisch, spanisch und französisch, sind für einzelne Themenfelder sehr hilfreich, aber keine Teilnahmevoraussetzung.

 

Amanda Simmons, M.A.

Übung
Music in Medieval England

Di. 16-18 Uhr, HVPL, R. 0319

This course will introduce and focus upon the development of both sacred and secular vernacular songs in medieval England: from the earliest surviving relics of Old English song lyrics as seen in Cædmon's Hymn to the songs of St. Godric in Middle English to songs composed in various vocal musical forms, such as the sequence, planctus, lai, motet, and carol, as well as the rota, a form unique to English music. Other themes and topics relating to some of the songs will include the practice of creating contrafacta, as well as addressing the subject of oral transmission and the challenge of reconstructing lost melodies (e.g. the Cambridge Songs and Boethius’ Consolation of Philosophy). Furthermore, this course will also present a short history of the rise of latin church music in medieval England (including the Sarum rite and early polyphonic repertoire, the later polyphonic votive antiphon, as well as other late medieval English polyphonic compositions, including the cantilena, motet, and mass ordinary cycles) and its interrelationships with music from continental Europe. Finally, a brief look at the instrumental music tradition and the English medieval minstrel will round out the course. In order to make this music more tangible, we will often use a hands-on approach through the use of select musical examples representing different genres and styles: through analyzing, listening to, and even singing these age-old songs, we shall consider aspects of performance practice and context then and now.

Voraussetzungen: Noten und Musik Kenntnisse, sowie Old/ Middle English und Latein sind hilfreich aber nicht erforderlich für diese Übung

 

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Vorlesungsverzeichnis zur "Wissensgeschichte"

Das kommentierte Vorlesungsverzeichnis des Bereiches "Wissensgeschichte", das in Kooperation der Humboldt-Universität mit der Technischen Universität Berlin, der Freien Universität Berlin und dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte entstanden ist, finden Sie auf dieser Seite: http://www.wissensgeschichte-berlin.de/lehre.