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Humboldt-Universität zu Berlin - Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte

M.A. Silke Körber

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Name
M.A. Silke Körber
Status
Doktorand/in
E-Mail
koerbers (at) hu-berlin.de

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Vita

Magistra Artium (Germanistik, Politologie, Publizistik) an der Freien Universität Berlin; Doktorandin am Institut für Philosophie, Humboldt-Universität zu Berlin, Tätigkeit als Lektorin und freie wiss. Mitarbeiterin am Exzellenzcluster TOPOI der HU Berlin 2013–2016. Forschungsstipendien des DHI London, DHI Washington sowie Elsa-Neumann-Stipendium.

 

Arbeitsschwerpunkte

  • Philosophie- und Wissenschaftsgeschichte
  • Wissenspopularisierung und -visualisierung
  • Buchwissenschaft (insb. Sachbuchforschung)

 

Forschungsprojekt

Eine moderne Symbolsprache im „Jahrhundert des Auges“ – Otto Neuraths „Internationale Bildersprache“ und die Demokratisierung des Wissens im illustrierten Sachbuch

Ziel des interdisziplinären Forschungsprojektes ist die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen der im Sinne einer „Demokratisierung des Wissens“ vorangetriebenen Entwicklung einer neuartigen Symbolsprache bzw. Methode zur „Humanisierung“ von wissenschaftlichen Informationen durch den Sozialwissenschaftler und Philosophen Otto Neurath (1882–1945) und der Genese des illustrierten Sachbuchs als Instrument der Wissensvermittlung im 20. Jahrhundert. Dazu soll die Bildpädagogik Neuraths im Kontext der vom Wiener Kreis propagierten „wissenschaftlichen Weltauffassung“ gedeutet werden, welche Neurath zufolge die Grundlage eines egalitären, modernen Gesellschaftsentwurfs bilden sollte. Dieses Ziel, später eher als integrativer Enzyklopädismus zu verstehen, verfolgte Neurath nicht nur wie bislang erforscht im Bereich der Museumspädagogik oder mit transnationalen wissenschaftlichen Kooperationen und Publikationen. Vielmehr kam es im Exil in Großbritannien zur Zusammenarbeit mit emigrierten jüdischen und links-intellektuellen Verlegern aus Wien und Berlin, die im Bemühen um inhaltliche Objektivität und Rationalität, visuell moderne, semantisch enge Bild-Text-Verbindungen v.a. als Sachbuchreihen entwickelten. Dafür wurden kreative Praktiken in Teams von Spezialisten sowie spezielle organisatorische und ökonomische Strukturen etabliert. Nach 1945 erreichte man im Zuge der Internationalisierung des Buchmarktes und unter dem Einsatz sukzessive verbesserter Produktionstechniken mit hochwertig visualisierten Themen einen Massenmarkt.

 

Publikationen

  • "The Democratization of Knowledge and a New Visual Culture: Popular Illustrated Non-Fiction Books by German-speaking Émigré Publishers in Britain during and after the Second World War". In: Publishing History 76/2016, S. 57–76
  • „Paul Steiner“, Transatlantic Perspectives, 2014, http://www.transatlanticperspectives.org/entry.php?rec=162
  • "Was soll das Bild im Buch? Überlegungen zum illustrierten Sachbuch". In: Non Fiktion. Arsenal der anderen Gattungen. 5. Jh., H. 1/2, 2010, S. 143–158.