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Humboldt-Universität zu Berlin - Mittelalterliche Geschichte und Landesgeschichte

SoSe 2017

Prof. Dr. Michael Menzel

Vorlesung

Brandenburg im Mittelalter I. Von den Anfängen bis zum Ende der Askanier (51202)

Termin: Fr 10-12 (wöch)                                                  Beginn: 21.04.2017

Ort:      UL 6, 2002

 

Kommentar: 

Die landesgeschichtliche Vorlesung wird sich über zwei Semester erstrecken. Teil I umfasst zunächst die unterschiedlichen Gebilde der slavischen Herrschaft vom frühen 8. Jh. bis zur Mitte des 12. Jhs., wobei die Eigendynamik und die Auseinandersetzungen mit den westlichen Nachbarn zur Karolinger Ottonen- und Salierzeit gleichgewichtig in den Blick genommen werden. Danach ist die bis 1319 reichende Phase unter den askanischen Herrschern mit ihren Tendenzen zum Auf- und Ausbau eines einheitlichen Territorialwesens zu thematisieren, die Brandenburg zu einem festen Machtfaktor im Reich machte. Der herrschaftsgeschichtliche Rahmen ist chronologisch, aber nicht allein perspektivbestimmend. Sozial-, wirtschafts- und kirchengeschichtliche Fragestellungen, strukturelle Aspekte der Verdichtung des politischen Raumes und Anknüpfungs- und Vergleichspunkte zur übrigen mittelalterlichen Geschichte werden ausführlich zur Sprache kommen. Dieser I. Teil ist als landesgeschichtlich orientierte Einführungsvorlesung in die mittelalterliche Geschichte insgesamt konzipiert. Der im Wintersemester folgende Teil II der Vorlesung wird die spätmittelalterliche Epoche Brandenburgs bis hinein in die Frühe Neuzeit umfassen.

Literatur:

Johannes Schultze, Die Mark Brandenburg 1-3, 2. Aufl. Berlin 1989; Lutz Partenheimer, Die Entstehung der Mark Brandenburg, Köln 2007.

 

 

Bachelorseminar

Herrschaftsaufbau und - teilung. Brandenburg und Bayern im Vergleich (51227). Mit Exkursion

 

Termin: Do 10-12 (wöch)                                                   Beginn: 20.04.2017

 

Ort:      Institusgebäude Friedichstraße 191 (FRS191) Raum 4031

 

Kommentar:

Sowohl die Markgrafschaft Brandenburg als auch das Herzogtum Bayern wurden seit dem Ende des 12. Jahrhunderts und durch das 13. Jahrhundert hindurch als Territorialfürstentümer aufgebaut. Der weitgehend übereinstimmende Prozess unter den Adelsgeschlechtern der Askanier und Wittelsbacher bietet sich deshalb zum Vergleich an. Hinzu kommt, dass in der Mitte des 13. Jahrhunderts in beiden Gebilden Herrschaftsteilungen stattfanden: In Brandenburg als Aufspaltung in die johanneische- und ottonische Linie, in Bayern in die ober- und niederbayrische Linie. Beide Teilungen fanden in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts schon wieder ihr Ende.

Im Mittelpunkt des Seminars wird der Umgang mit zeitgenössischen Quellen stehen, die übersetzt, analysiert und interpretiert werden.

Die Veranstaltung wird durch eine freiwillige Exkursion nach Bayern (Regensburg, Passau u.a.) ergänzt, die in der Zeit vom 05.06.2017 bis zum 09.06.2017stattfindet.

 

Die Besprechung der Exkursion findet am 27.03.2017 um 11 Uhr in Raum 4026 (FRS191) statt. Anmeldungen bitte unter: sekretariat-ls-malg@hu-berlin.de

Literatur:

Johannes Schultze, Die Mark Brandenburg , Bd. 1, 3. Aufl. Berlin 2004.
Kraus, Andreas (Hrsg.), Handbuch der bayrischen Geschichte. Das alte Bayen. Der Territorialstaat vom Ausgang des 12. Jahrhunderts bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts, Bd. 2, 2. Aufl. München 1988, S. 7 - 199.