Humboldt-Universität zu Berlin - Geschichte des Mittelalters in vergleichender Perspektive. Schwerpunkt: Früh- und Hochmittelalter

Sommersemester 2026

Prof. Dr. Barbara Schlieben

Dr. Philipp Winterhager

Dr. Marie Jaros

Dr. Patrick Breternitz

 

Prof. Dr. Barbara Schlieben

 

Bachelorseminar: Das Soziale neu denken: Soziale Beziehungen im langen 10. Jahrhundert

Di. 12.00-14.00 Uhr, FRS 191 R. 5009 - AGNES

Das lange 10. Jahrhundert gilt als eine Epoche des ‚nicht mehr‘ und des ‚noch nicht‘. Es erscheint defizient: ‚nicht mehr‘ karolingisch, ‚noch nicht‘ scholastisch, ‚noch nicht‘ kommunal geprägt usw. Der Vergleich mit Früherem und Späterem verdeckt, dass in den Jahren von ca. 880 bis ca. 1050 durchaus originelle Antworten auf drängende Fragen gefunden wurden. Dies soll im Seminar quellennah mit Blick auf soziale Probleme diskutiert werden: Was konstituierte soziale Beziehungen im langen 10. Jahrhundert? Was war ihr sozialer ‚Kit‘? Was hielt ‚das‘ Soziale in den Augen der Zeitgenossen zusammen? Ziel des Seminars ist es, das lange 10. Jahrhundert sozialgeschichtlich auf neue Weise zu profilieren

 

 

Forschungsseminar: Mittelalterliche Geschichte

Mo., 16.00-18.00 Uhr, FRS 191 R. 5061 - AGNES

Das Forschungsseminar dient dazu, Sie auf Ihre Abschlussarbeiten in der Mittelalterlichen Geschichte vorzubereiten, den Schreibprozess zu reflektieren und zu erleichtern.
Es geht in dem Seminar darum, eine Fragestellung zu entwickeln bzw. zu präzisieren, um die Systematisierung der Forschungsliteratur, um die Einordnung des Themas in größere Forschungszusammenhänge, um die Frage, wie sich unterschiedliche Forschungsansätze aufeinander beziehen lassen, um das Schärfen des Blicks für die Spezifika der zu bearbeitenden Quellen, um Strategien zur Bewältigung des Schreibprozesses. Kurzum: Das Forschungsseminar möchte Sie von den ersten Ideen bis zur Fertigstellung der Forschungsarbeit begleiten; die Forschungsarbeit soll Ihnen dann als Grundlage für die Masterarbeit dienen.
Vorausgesetzt wird die Bereitschaft (neben der für Ihre eigene Arbeit relevanten Forschungsliteratur und den Quellen), unterschiedliche Textfassungen Ihrer Kommiliton:innen zu lesen und zu kommentieren sowie zu Schreibimpulsen spontan in den Sitzungen zu schreiben.

 

Kolloquium zur Geschichte des Mittelalters

(gemeinsam mit Prof. Dr. Dorothea Weltecke)

Mo. 18.00-20.00 Uhr, FRS 191 R. 4026 - AGNES

Das Kolloquium dient der Diskussion aktueller Forschungsprojekte aus dem Bereich der mittelalterlichen Geschichte mit auswärtigen Gästen. Die „Master- und Doktorandenwerkstatt“ (Block Sitzung am 20.06., 12-18 Uhr und am 21.06., 9-18 Uhr) bietet zudem die Gelegenheit, aktuelle Herausforderungen Ihrer eigenen Projekte zu diskutieren. Fortgeschrittene Bachelorstudierende sind zum Kolloquium ebenso willkommen wie Masterkandidat:innen und Doktorand:innen.

Kolloquiumsprogramm (folgt)

 

 

Dr. Philipp Winterhager

 

Proseminar: Kleine Gesellschaften. Bistümer als lokale Sozialräume

Mo., 16.00-18.00 Uhr, FRS 191 R. 4031 (bis 11. Mai)

Di., 10.00-12.00 Uhr, FRS 191, R. 2026 (bis 12. Mai)

Blocksitzung am 17.07., FRS 191, R. 5009 - AGNES

Bistümer, also regionale Organisationseinheiten der Kir-che, sind im 10. und 11. Jahrhundert eminent wichtige Räume sozialer Prozesse und gesellschaftlicher Erfahrungen. Bischöfe waren nicht nur wichtige Player der ‚großen Politik‘, sondern standen auch an der Spitze einer eigenen Verwaltungsstruktur, waren verantwortlich für Bildungszentren, organisierten die agrarische Wirt-schaft ihres Bistums und machten sich Gedanken über die Ordnung des Sozialen in ihrem Zuständigkeitsbereich. Das Seminar begreift daher Bistümer als Gesellschaften im Kleinen und erkundet diese verschiedenen Dimensionen mit Blick auf die Frage, wie soziale Beziehungen aufgefasst und geordnet wurden.
Voraussetzung zum erfolgreichen Absolvieren des Seminars sind die regelmäßige Anwesenheit, die vorbereitende Lektüre von Quellen und Literatur und die Beteiligung an Gruppenaufgaben. Das Seminar wird in angeleiteten Schritten während des Semesters auf die Hausarbeit vorbereiten.

 

 

Dr. Marie Jaros

 
Proseminar:Staufische Herrschaft im 13. Jahrhundet: schriftliche, bildliche und materielle Quelle

Mo., 14.00-16.00 Uhr; HV5, R. 0319 (findet 14tägig statt) - AGNES

Zu kaum einem europäischen Herrscher wurde so viel geschrieben wie zu Friedrich II. (1194–1250). Das war bereits zu seinen Lebzeiten so. Die breite und vielfältige Überlieferung bietet einen idealen Rahmen, um unterschiedliche Quellenarten und deren spezifische Überlieferungsformen, Erkenntnismöglichkeiten und gegenseitige Beziehungen kennenzulernen. Im Seminar werden neben schriftlichen auch bildliche und materielle Quellen analysiert.
Lateinkenntnisse sind hilfreich, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme

 

Dr. Patrick Breternitz

 

Übung: Einführung in die Numismatik des Frühmittelalters

Di., 16.30-18.00 Uhr, Bode-Museum, Münzkabinett - AGNES

 

Die Übung bietet eine allgemeine Einführung in die historische Grundwissenschaft Numismatik (Münzkünde). Im Mittelpunkt steht dabei die Beschäftigung mit den Münzen selbst. Die Studierenden lernen im Laufe des Semesters, Münzen zu bestimmen, zu analysieren und als historische Quellen zu interpretieren.
Der geographische Schwerpunkt der Übung liegt auf dem Frankenreich. Daneben wird aber auch ein vergleichender Blick auf die zeitgenössische Münzprägung im restlichen Europa geworfen. Numismatische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

 

 

 

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