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Humboldt-Universität zu Berlin - Geschichte des Mittelalters in vergleichender Perspektive. Schwerpunkt: Früh- und Hochmittelalter

Lehre

Sommersemester 2020

Die Lehre findet zur Zeit in digitalen Veranstaltungsformaten statt!

Prof. Dr. Barbara Schlieben

Einführung ins Mittelalter

Vorlesung

Mo. 12-14 Uhr

Die Vorlesung richtet sich an BA-Studierende in den ersten Semestern: Sie führt in Themen, Arbeitsschwerpunkte und Methoden der mittelalterlichen Geschichte ein. Ziel ist es, einen Überblick über politische und soziale Organisationsformen, Formen des religiösen Lebens sowie kulturelle Errungenschaften der Jahre von 500-1500 zu geben. Die Vorlesung dient damit der Vermittlung von Grundlagen, die vor dem Hintergrund aktueller Forschungsfragen diskutiert werden.

 

Vergangene Zukünfte: Früh- und Hochmittelalter

Seminar

Mo. 16-18 Uhr

Die Frage, welche Vorstellung sich Menschen von der Zukunft machen, wie sie die Zukunft voraussagen und diese planen, wird derzeit epochenübergreifend in den Geschichtswissenschaften diskutiert. Ausgehend von den aktuellen Debatten soll die klassische Gegenüberstellung von mittelalterlicher Prophetie und moderner Prognose hinterfragt werden. Ziel des Seminars ist es, auf Grundlage von Visionsberichten, Geschichtsschreibung, medizinischen Traktaten, theologischen Abhandlungen und  Handschriftenilluminationen ein vielfältiges Panorama unterschiedlicher "Zukünfte" des Früh- und Hochmittelalters zu erarbeiten.

Mit konkreten Beispielen und begleitend zur inhaltlichen Auseinandersetzung sollen im Seminar zugleich die Kompetenzen wissenschaftlichen Arbeitens - Argumentation, Konzeption, Entwurf von Fragestellungen - in schreibpraktischen Übungen vertieft werden.

 

Forschungskolloquium (gemeinsam mit Prof. Dr. Johannes Helmrath)

 

Das Kolloquium dient der Diskussion aktueller Forschungsprojekte aus dem Bereich der mittelalterlichen Geschichte; zudem werden Neuerscheinungen besprochen. Fortgeschrittene Bachelorstudierende sind ebenso willkommen wie Masterkandidaten und Doktoranden. Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Dr. des. Philipp Winterhager

Von wandernden Warlords zu christlichen Königen: Das langobardische Reich in Norditalien

Bachelorseminar

Mo. 16-18 Uhr

Die Einwanderung und Ansiedlung der Langobarden in Norditalien markiert gemeinhin das Ende der Epoche der sogenannten Völkerwanderung. Wer aber waren die Langobarden? Was erzählten sie sich selbst über ihre Herkunft und Gemeinsamkeiten, wie war ihre Herrschaft strukturiert? Was bedeuteten Migration und der Kontakt mit anderen Religionen für die Langobarden und ihre neuen Untertanen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Seminar und legt einen starken Fokus auf die Auseinandersetzung mit der Forschungsliteratur und eigene Quellenanalysen. Im Mittelpunkt stehen Gruppenarbeiten und die Vorbereitung auf eine eigene Hausarbeit.

 

Rom und seine Nachbarn

Epochenseminar

Di. 10-12 Uhr

Die Stadt Rom, Sitz des Papstes und einer selbstbewussten Aristokratie, stand im Frühmittelalter im Zentrum vielfältiger religiöser und herrschaftlicher Umwälzungen, die die Weichen für spätere Entwicklungen des Mittelalters stellten. Das 8. Jahrhundert nimmt hierbei eine besondere Rolle ein, da Rom selbst zugleich umkämpftes Territorium und eigenständige Mittelmacht wurde, in Auseinandersetzung mit Byzantinern, Langobarden und Franken. In diesem Seminar geht es darum, lokale und überregionale Prozesse in ihrem Wechselspiel zu betrachten. Zugleich dient es der Einführung in eine Schlüsselepoche der Mittelalterlichen Geschichte und der intensiven Übung von kritischer Lektüre und Quellenarbeit.