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Humboldt-Universität zu Berlin - Prof. Dr. Michael Jeismann

Prof. Dr. Michael Jeismann

Abteilungsleiter Kommunikation und Internet
Goethe Institut Hauptstadtbüro


Neue Schönhauser Str.20
10178 Berlin
Tel. +49 (0)30/25906-540G
Fax +49 (0)30/25906-565
E-mail: jeismann@goethe.de

Curriculum Vitae

1977 – 1984 Studium der Geschichte, Germanistik, Politikwissenschaft und Philosophie an den Universitäten Münster und Bielefeld.

1984 – 1986 Mitarbeiter am Georg-Eckert-Institut für Internationale Schulbuchforschung.

1986 – 1993 Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Reinhart Koselleck im Sonderforschungsbereich „Neuzeitliches Bürgertum“. Vergleichende Studien zum französischen und deutschen Totenkult 1914 – 1933; Kultur des Amüsements: Ein deutsch-französischer Vergleich (Münster – Dijon).

1991 Promotion an der Universität Bielefeld durch Reinhart Koselleck („Das Vaterland der Feinde. Studien zum nationalen Feindbegriff und Selbstverständnis in Deutschland und Frankreich 1792 – 1918“).

1993 Eintritt in die Feuilleton-Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

1994 Stellvertretender Feuilletonchef der FAZ

2003 Habilitation für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Basel.

2004 Jean-Améry-Preis für Essayistik für „Auf Wiedersehen Gestern. Die deutsche Vergangenheit und die Politik von morgen“, DVA, München 2001.

2007 Umhabilitation an die Eberhard-Karls-Universität Tübingen.

2007 – Juli 2008 Stipendium der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung
September

2008 Eintritt in das Goethe-Institut. Leitung der Abteilung Kommunikation und Internet sowie des Hauptstadtbüros.

2009 Ernennung zum apl. Prof. für Neuere Geschichte an der Universität Tübingen.

2010 Apl. Prof. der Philosophischen Fakultät I der Humboldt-Universität zu Berlin


Schriftenverzeichnis

I. Monographien

  1.     Das Vaterland der Feinde. Studien zum nationalen Feindbild und Selbstverständnis in Deutschland und Frankreich 1792 – 1918, Klett-Cotta, Stuttgart 1992.
  2.     Die französische Übersetzung erschien unter dem Titel:
    La patrie de l'ennemi. La notion d'ennemi national et la représentation de la nation en Allemagne et en France de 1792 – 1918, CNRS Editions, Paris 1997.
  3.     Auf Wiedersehen Gestern. Die deutsche Vergangenheit und die Politik von morgen, DVA, Stuttgart, DVA, München 2001.
  4.     In Vorbereitung: Die Frauenprobe. Interkulturelle Paare und gesellschaftliche Erneuerung, Hanser Verlag, München 2012.

II. Aufsätze

  1.     „Was bedeuten Stereotypen für nationale Identität und politisches Handeln?“, in: Jürgen Link und Wulf Wülfing (Hg.), Nationale Mythen und Symbole in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Strukturen und Funktionen von Konzepten nationaler Identität, Stuttgart 1991, S. 84 - 93.
  2.     „Education sentimentale. Emotionen im Schulgeschichtsbuch“, in: Bernd Mütter und Uwe Uffelmann (Hg.), Emotionen und historisches Lernen, Forschung – Vermittlung – Rezeption, Braunschweig 1992, S. 139 - 152.
  3.     (mit Manfred Hettling): „Der Weltkrieg als Epos. Philipp Witkops Kriegsbriefe gefallener Studenten“, in: Gerhard Hirschfeld, Gerd Krumeich und Irina Renz (Hg.), Keiner fühlt sich hier mehr als Mensch. Erlebnis und Wirkung des Ersten Weltkriegs, Essen 1993, S. 175 - 198.
  4.     „Bürgerliche Kultur und Kultur des Bürgertums. Theater und Museen im neunzehnten Jahrhundert“, in: Geschichte der Stadt Münster. Unter Mitwirkung von Thomas Küster, hg. von Franz-Josef Jakobi, Bd. 2, Münster 1993.
  5.     „Alter und neuer Nationalismus“, in: Michael Jeismann und Henning Ritter (Hg.), Grenzfälle. Über neuen und alten Nationalismus, Leipzig 1993, S. 9 - 26.
  6.     (mit Rolf Westheider): „Wofür stirbt der Bürger? Nationaler Totenkult und Staatsbürgertum in Deutschland und Frankreich seit der Französischen Revolution“, in: Reinhart Koselleck und Michael Jeismann (Hg.), Der politische Totenkult. Kriegerdenkmäler in der Moderne, München 1994, S. 23 - 50.
  7.     „Nationalgeschichte als Illustration des Europäischen. Darstellungen Europas in französischen Schulgeschichtsbüchern“, in: Falk Pingel (Hg.), Macht Europa Schule. Die Darstellung Europas in Schulbüchern der Europäischen Union, Frankfurt am Main 1995, S. 105 - 122. Ins Italienische übersetzt in: „La rapresentazione dell' Europa in alcuni manuali scolastici di storia francesi”, in: L'immagine dell' Europa nei manuali scolastici di Germania, Francia, Spagna, Gran Bretagna e Italia, Edizioni della Fondazione Giovanni Agnelli, Torino 1994, S. 171 - 206.
  8.     „Frankreich, Deutschland und der Kampf um die europäische Zivilisation“, in: Michel Grunewald (Hg.), Visions allemandes de la France (1871 – 1914), Frankreich aus deutscher Sicht (1871 - 1914), Bern, Berlin, Frankfurt am Main 1995, S. 5 - 16.
  9.     „Feind und Vaterland in der frühen deutschen Nationalbewegung 1806 – 1815“, in: Ulrich Herrmann (Hg.), Volk – Nation – Vaterland, Hamburg 1996, S. 279 - 290 (= Studien zum achtzehnten Jahrhundert, hg. von der Gesellschaft für die Erforschung des achtzehnten Jahrhunderts, Band 18). 2007 ins Japanische übersetzt.
  10.     „Die kollektive Selbstbeherrschung. Ansichten eines Scheiterns“, in: Michael Jeismann (Hg.), Obsessionen. Beherrschende Gedanken im wissenschaftlichen Zeitalter, Frankfurt am Main 1995, S. 9 - 25.
  11.     „L'inimitié des nations. Contribution à une theorie de l'identité politique“, in: Revue Germanique Internationale 4/1995.
  12.     „Nationalisme et identité politique“, in: Le Bulletin de la Société d'Histoire Moderne et Contemporaine, 1996/1-2, S. 28 - 39.
  13.     „Staatenkrieg und Volksinstinkt. Deutschland in der französischen Wahrnehmung 1870/71“, in: Marianne und Germania 1789 - 1889. Frankreich und Deutschland. Zwei Welten – Eine Revue, hg. von Marie-Louise von Plessen, Berliner Festspiele GmbH 1996, S. 405 - 411.
  14.     „Der letzte Feind. Die Nation, die Juden und der negative Universalismus“, in: Peter Alter, Claus-Ekkehard Bärsch et al. (Hg.), Die Konstruktion der Nation gegen die Juden, München 1999, S. 173 - 190.
  15.     „Zeichenlehre. Vom nationalen Kriegsgedenken zum kulturellen Gedächtnis“, in: Michael Jeismann (Hg.), Mahnmal Mitte. Eine Kontroverse, Köln 1999, S. 7 - 32.
    Ins Französische übersetzt in: L'Avenir de la Memoire, Die Zukunft der Erinnerung. Actes du Colloque International, Lyon, 25. - 27. November 1999 (Bulletin trimestriel de la Fondation Auschwitz, Centre d'Etudes et de Documentation Nr. 66, Auschwitz, Brüssel 1999 unter dem Titel: „De la commémoration nationale des guerres à la mémoire culturelle“, S. 45 - 76).
  16.     „Schuld – der neue Gründungsmythos Europas? Die internationale Holocaust-Konferenz von Stockholm (26. - 28. Januar 2000) und eine Moral, die nach hinten losgeht.“, in: Historische Anthropologie, Jg. 8, Heft 3, 2000, S. 454 - 458.
  17.     „Die Nationalhymne“, in: Deutsche Erinnerungsorte, Bd. III., hg. von Etienne François und Hagen Schulze, München 2001, S. 660 - 664.
  18.     Artikel „Propaganda“, in: Gerhard Hirschfeld, Gerd Krumeich, Irina Renz (Hg.), Enzyklopädie Erster Weltkrieg, Paderborn 2003, S. 198 - 209.
  19.     „Erinnerung und Intervention. Wozu nutzt das politische Gedächtnis?“, in: Martin Sabrow (Hg.), Abschied von der Nation? Deutsche Geschichte und europäische Zukunft (Helmstedter Colloquien, Heft 5), Leipzig 2003, S. 73 - 82.
  20.     „Einübung in die neue Weltbrutalität. Von der ersten zur zweiten Ausstellung über Verbrechen der Wehrmacht“, in: Martin Sabrow (Hg.) zusammen mit Ralph Jessen und Klaus Große Kracht, Zeitgeschichte als Streitgeschichte. Große Kontroversen seit 1945, München 2003, S. 198 - 209.
  21.     „Phantomschmerzen. Wie der Umgang mit der deutschen Vergangenheit die Gegenwart bestimmt“, in: Christina Knüllig (Hg.), Aufwärts bitte. Zehn Beiträge gegen Deutschlands freien Fall, Hamburg 2004.
  22.     „Völkermord und Vertreibung. Medien der Europäisierung?“, Historische Anthropologie 13. Jg., Heft 1, 2005, S. 111 – 120. Mit Varianten unter dem Titel „Völkermord und Vertreibung. Wie funktioniert das europäische Gedächtnis?“ wiederabgedruckt in: Simon Donig, Tobias Meyer und Christiane Winkler (Hg.), ‚Europäische Identitäten – eine europäische Identität?, Baden-Baden 2005, S. 214 - 225.
  23.     „Holocaust, Terror and Expulsion. – Which Memory for the New Europe?“ (in japanischer Übersetzung), in: European Studies, Vol. 6, Universität Tokyo, S. 235 - 244.
  24.     „Europa und die ‚Armenische Frage’”, in: Zeitschrift für Genozidforschung, 6. Jg., Heft 1, 2005, S. 103 - 110.
  25.     „Grund für ein Interesse. Die Geisteswissenschaften sind nicht die Waisen der Globalisierung.“, in: Ludger Heidbrink, Harald Welzer (Hrsg.), Das Ende der Bescheidenheit. Zur Verbesserung der Geistes- und Kulturwissenschaften, München 2007.
  26.     „Der Feind, das ist die Geschichte. Historiker als story teller“, in: Geschichte für heute. Zeitschrift für historisch-politische Bildung, 1. Jg. 2008, Heft 4, S. 29 - 32.
  27.     „Wer bleibt, der schreibt. Reinhart Koselleck, das Überleben und die Ethik des Historikers“, in: Zeitschrift für Ideengeschichte, Heft III/4, 2009, S. 69 – 80.

III. Herausgeber

  1. (mit Henning Ritter): Grenzfälle. Neuer und alter Nationalismus, Leipzig 1993.
  2. (mit Reinhart Koselleck): Der politische Totenkult. Kriegerdenkmäler in der Moderne, München 1994.
  3. Obsessionen. Beherrschende Gedanken im wissenschaftlichen Zeitalter, Frankfurt am Main 1995

  4. Mahnmal Mitte. Eine Kontroverse, Köln 1999.

  5. Das Jahrtausend. 11. Bde., München 1999.

  6. (mit Hans-Georg Knopp) Mauerreise. Expedition in geteilte Welten, Göttingen 2010

IV. Übersetzungen

  1.     Aus dem Französischen: Marc Ferro, „Der Große Krieg, 1914 -1918“, Frankfurt am Main 1988.
  2.     Aus dem Französischen: Patrick Friedensson, „Herrschaft in Wirtschaftsunternehmen. Deutschland und Frankreich 1880 – 1914“, in: Jürgen Kocka (Hg.), Bürgertum im 19. Jahrhundert. Deutschland im europäischen Vergleich, München 1988, S. 65 - 91.
  3.     Aus dem Französischen und mit einer Einleitung versehen: Philippe Thureau Dangin, Die Ellenbogen-Gesellschaft. Vom zerstörerischen Wesen der Konkurrenz, Frankfurt am Main 1998.

V. Ausstellungen

  1.     Mitarbeit und Kommentare bei: A. Stoll (Hg.), Die Rückkehr der Barbaren. Europäer und „Wilde“ in der Karikatur Honoré Daumiers, Hamburg 1985.
  2.     Marianne und Germania 1789 – 1889. Frankreich und Deutschland. Zwei Welten – Eine Revue, hrsg. von Marie-Louise von Plessen, Berliner Festspiele GmbH 1996.

VI. Sonstiges

Beiträge für Merkur, Kursbuch und Literaturen.

Vorträge zum Nationalismus sowie über Erinnerungskultur an den Universitäten Berkeley, New York, Tokio, Warschau, Kiew, Tel Aviv, Paris (I, X), Lille, Lyon, Lomé sowie an zahlreichen deutschen Instituten und Universitäten. Zahlreiche Gesprächsmoderationen, u. a. „History of the 21st Century. Perspectives and Problems”, German Historical Institute London 7. Oktober 2003.

„Der liebste Feind, der beste Freund. Zur Geschichte und Funktion der deutsch-französischen Wahrnehmungen“, Bibliothek für Zeitgeschichte, Stuttgart, 13. Oktober 2003. (Gesendet am 27. Oktober 2003 im Südwestfunk).

Moderation der Podiumsdiskussion: „Perspektiven: Die Zukunft der Museen im 21. Jahrhundert“. Aus Anlass des zehnjährigen Bestehens des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn 14. Juni 2004.

Rundfunkdiskussion mit Steve Crawshaw über deutsches Selbstverständnis nach 1989, London, 2. November 2004.

Vortrag „Genealogy of the present“ an der University of New York, 20 März 2007.

Podiumsdiskussion: „Bürokratie oder Vielfalt: ist Europa noch zu retten?“. Mit Don Jordan, Ulrike Ackermann, György Dalos im Rahmen der Konferenz: „Die Vielfalt Europas. Identitäten und Räume“, Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig, Juni 2007.

Vortrag: „Auswärtige Kulturpolitik in Europa. Zur Europäisierung Europas“, Klausurtagung des Goethe-Instituts, Weimar 13. – 14. September 2007

Kommentar zu: Zeev Sternhell, „From Anti-Enlightenment to Fascism and Nazism:
reflections on the European catastrophe of the twentieth century“, im Rahmen der Konferenz: „Europas radikale Rechte“, Greifswald 8. - 10. Juli 2009.

„Über die Bedeutung transkultureller Paare von der Antike bis heute“, Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft, Tübingen, 21. Januar 2010.