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Humboldt-Universität zu Berlin - Southeast European History

Lectures and Seminars – Winter Semester 2019/2020

Seminars by Prof Dr Hannes Grandits

 

Masterseminar 51435 („Global History“  + einige Plätze [max. 5] für Joint-Master „European History“) Imperial infrastructures in the age of nineteenth century capitalism
(Fr., 10-12 Uhr, DOR 24, Raum 1.402)
E. Hobsbawm saw the epochal expansion towards a by far more global order taking place in the short period between 1848 and 1875 (the “age of capital”) hardly driven by soldiers or adventurers, “but of sober men in sober clothes, spreading respectability and a faith in private enterprise, along with gasworks, railroad lines, and loans”. At the same time, to the ruling political elite in a world still dominated by empires it seemed increasingly clear that upholding power could only function if the respective empire could rely on up-to-date “infrastructure”. But how did private enterprise and aspirations to imperial rule actually function together?  In this seminar we will critically reflect about the ways imperial infrastructures were developed in Europe and beyond and what importance they had in enhancing political power. At the same time, we will reflect about how this was connected to the heydays of bourgeoise liberalism/capitalism.  

 

Einführungskurs 51600 für BA (2 SWS + 4 SWS) Imperien und Nationen in alltagsgeschichtlichen Bezügen [mit Ruža Fotiadis und Fabian Dombrowski]

(Do., 10-12 Uhr, DOR 24, Raum 1.405)

[+ dazugehörige Teile: Donnerstag 12-14 Uhr (Fotiadis) und 14-16 Uhr (Dombrowski)]

Der Kurs ist eine Einführung in die Grundlagen und Arbeitsweisen der Geschichtswissenschaft. Er richtet sich an Studienanfängerinnen und Studienanfänger. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können lernen, wie man als Historikerin und Historiker arbeitet: Wie liest man wissenschaftliche Texte? Wie interpretiert man Quellen? Was heißt eigentlich „historisch denken“? Diese Fragen werden am Beispiel historischer Themenkomplexe exemplarisch und mit einem Fokus auf das Thema „Imperium und Nation in alltagsgeschichtlichen Bezügen“ diskutiert. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden aktive Vorbereitung und engagierte Mitarbeit erwartet.

 

Forschungsseminar 51496 für MA (2 SWS) Akteursorientierung und Theoriebezugnahmen im Forschungsprozess

(Do., 14-16 Uhr, DOR 24, Raum 1.402)

In diesem Forschungsseminar werden von den Teilnehmer/innen eigene Themenstellungen quellenorientiert er- und bearbeitet. Es geht um die sehr konkrete Entwicklung einer Fragestellung sowie um Möglichkeiten der Formulierung/Darstellung/Kontextualisierung historischer Problemzusammenhänge. Diese Lehrveranstaltung dient somit sehr forschungsnah dem Training einer bevorstehenden (bzw. der laufenden) selbständigen Master- bzw. Abschlussarbeit.

Ein besonderer Schwerpunkt wird auf akteursorientierten Herangehensweisen liegen. Es geht zudem um die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen theoretischen Konzepten und ihre „Passgenauigkeit“ für das jeweilige Forschungsproblem.

 

Forschungsskolloquium 51486 (2 SWS) Berliner Forschungskolloquium Südosteuropa

(Fr. 14-19 Uhr, Blockveranstaltung, DOR 24, Raum 1.402)

In diesem Kolloquium werden aktuelle Forschungen zur Geschichte Südosteuropas von etablierten Kollegen/innen und Nachwuchswissenschaftlern/innen in Vorträgen zur Diskussion gestellt. Es handelt sich u.a. um eine Blockveranstaltung, die einmal monatlich freitags von 14 bis 19 Uhr stattfindet. Das aktuelle Programm mit den genauen Terminen findet sich immer auf der Homepage des Lehrstuhls für Südosteuropäische Geschichte. Zur Teilnahme ist keine Anmeldung erforderlich.

 

Forschungskolloquium 51485 (2 SWS) Themen, Theorien und Forschungsansätze in der Geschichte Südost-/Mitteleuropas

(in mehreren Blöcken – alternierend zum Berliner Forschungskolloquium Südosteuropa)

(Fr. 14-18 Uhr, ca. 14-täglich, DOR 24, Raum 1.402)

In diesem Nachwuchsforscher/innen-Kolloquium werden neue Forschungsthemen und -fragen zur Geschichte und Historischen Anthropologie Südosteuropas vorgestellt sowie anhand von ausgewählter Literatur aktuelle theoretische und methodische Probleme des Fachs reflektiert. Das aktuelle Programm findet sich immer auf der Homepage des Lehrstuhls für Südosteuropäische Geschichte.

 

Courses by Dr. des. Ruža Fotiadis

Masterseminar 51530 für MA of Education (2 SWS + 2 SWS) Migration und Mobilität in alltagsgeschichtlicher Perspektive [mit Dr. Eva Göbel]

(Mo. 12-14 Uhr, FRS 191, Raum 4026)

[+ dazugehöriger Teil: Montag 10-12 Uhr (Göbel)]

In dieser LV werden Migration und Mobilität als zentrale Themen gesellschaftlicher Wandlungsprozesse in Vergangenheit und Gegenwart behandelt. Dabei sollen aus alltagsgeschichtlicher Perspektive verschiedene Formen von Migration und Mobilität in den Blick genommen und Fragen nach den Rahmenbedingungen und Auswirkungen dieser auf unterschiedliche gesellschaftliche Kontexte gestellt werden.    

Im fachdidaktischen Teil der LV stehen die vielfältigen Herausforderungen des Geschichtsunterrichts im 21. Jahrhundert im Mittelpunkt. Unter Berücksichtigung einer inklusiven und sprachbildenden Pädagogik eignen sich die Studierenden fachdidaktisches Wissen und Arbeitstechniken an, die darauf vorbereiten, unterrichtsrelevante Fragestellungen zum Themenbereich Migration zu diskutieren und fachdidaktisch aufzubereiten.
Literatur:
Oltmer, Jochen: Migration. Geschichte und Zukunft der Gegenwart, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung, 2017.
Sandkühler, Thomas/ Bühl-Gramer, Charlotte/ John, Anke/ Schwabe, Astrid (Hg.): Geschichtsunterricht im 21. Jahrhundert. Eine geschichtsdidaktische Standortbestimmung, 2018 (=Beihefte zur Zeitschrift für Geschichtsdidaktik, Bd.17).

 

Einführungskurs 51600 für BA (2 SWS + 4 SWS) Imperien und Nationen in alltagsgeschichtlichen Bezügen [mit Prof. Dr. Hannes Grandits und Fabian Dombrowski]

(Do., 12-14 Uhr, DOR 24, Raum 1.405)

[+ dazugehörige Teile: Donnerstag 10-12 Uhr (Grandits) und 14-16 Uhr (Dombrowski)]

Der Kurs ist eine Einführung in die Grundlagen und Arbeitsweisen der Geschichtswissenschaft. Er richtet sich an Studienanfängerinnen und Studienanfänger. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können lernen, wie man als Historikerin und Historiker arbeitet: Wie liest man wissenschaftliche Texte? Wie interpretiert man Quellen? Was heißt eigentlich „historisch denken“? Diese Fragen werden am Beispiel historischer Themenkomplexe exemplarisch und mit einem Fokus auf das Thema „Imperium und Nation in alltagsgeschichtlichen Bezügen“ diskutiert. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden aktive Vorbereitung und engagierte Mitarbeit erwartet.

 

Course by PD Dr Nenad Stefanov

Bachelorseminar (2 SWS) 51424 Autoritarismus in Südosteuropa 1919-2019: eine unter vielen Varianten in Europa oder Strukturmerkmal der Region?

(Die., 16-18 Uhr, DOR 24, Raum 1.405)

Als Donald J. Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt wurde, dauerte es nicht lange bis die ersten Zeitungsartikel in der internationalen Presse einen seiner Vorgänger im serbi-schen Präsidenten Slobodan Milošević zu entdecken meinten, genauer in dem mit dessen Aufstieg und Sturz verbundenen populistischen Ethnonationalismus. Einige sprachen dabei mitunter etwas ironisch von Serbien als der europäischen Avantgarde des Populismus.

Dieses Seminar bietet eine Einführung in die Gesellschaftsgeschichte Südosteuropas im 20. Jahrhundert mit einem Schwerpunkt auf die Konstellationen von Herrschaft, Konformismus und Eigensinn, vermittelt durch die Auseinandersetzung mit Autoritarismus und Populismus. Dabei geht es auch die Befragung des analytischen Potentials dieser beiden oft verwendeten Begriffe: was bedeuteten Autoritarismus, Populismus und Ethnonationalismus in den einzelnen Phasen gesellschaftlicher Entwicklung? Können damit die Prozesse von Herrschaft und Unterordnung in ihrer Spezifik für Südosteuropa analysiert werden? Handelt es sich dabei um einen Transfer von Ideen und Praktiken zwischen einzelnen europäischen Regionen? Oder gehören diese Phänomene zu einem „Markenkern“ des Balkan-Donau Raumes?

Literatur:

Herbert Marcuse, Der Kampf gegen den Liberalismus in der totalitären Staatsauffassung. In: Zeitschrift für Sozialforschung 3, 1934, Heft 2, S. 161–194.

Dubravka Stojanović, Populism the Serbian Way, Beograd, 2017.

John Abromeit, Bridget María Chesterton, Gary Marotta and York Norman (eds.), Transformations of Populism in Europe and the Americas: History and Recent Tendencies London, 2016.

Erwin Oberländer; Rolf Ahmann; Hans Lemberg, (Hrsg.), Autoritäre Regime in Ostmittel- und Südosteuropa 1919-1944, Paderborn [u.a.] 2001.

 

Course by Dr Fernando Zamola

Masterseminar (2 SWS) 51436 State destruction and state creation in the aftermath of the First World War

Blockveranstaltung (Termine und Räume siehe bitte im Vorlesungsverzeichnis)

In the aftermath of the First World War, several new states and mandates emerged out of the abrupt dissolution of three vast Empires, which ceased to exist after several centuries as prominent actors in International politics. The territories of the Russian, Habsburg and Ottoman Empires became the subject of a complex process of territorial fragmentation into a variety of new structures of statehood or new patterns of imperial domination. This Block-Seminar will offer students a critical overview of these events within a theoretical framework that discusses the problem of state destruction and state creation in International History. The core themes of the seminar and main debates related to the course will be presented in an introductory session at the beginning of November, while the two block-sessions will take place at the end of January and beginning of February. Students are expected to read extensively and independently between November and the end of January in order to participate actively in the discussions that will take place in early 2020. The course is intended for participants with previous knowledge of Modern International History and students with an interest in an inter-disciplinary approach to the study of the past.

 

Course by Ewa Kumelowski

Übung 51467: Representations of a common culture: Approaches towards studying Yugoslav cultural history through the prism of diplomatic relations

(Do., 12-14 Uhr, DOR 24, Raum 1.404)

This course will discuss the complicated notion of a common Yugoslav culture, examining the ways in which the concept was produced, projected and understood in an international setting during the second half of the twentieth century. Focusing on building a solid theoretical foundation in practice and theory, this research-based course will examine the ways in which the idea of a Yugoslav culture appears in the diplomatic archives of the GDR. Throughout the semester, the students participating in the Q-Team will undertake individual archival research in local political archives, focusing on East-German representations and understandings of cultural events in the South-Eastern European country. The course will encourage students to actively engage themselves in this collaborative project and will result in the conception and completion of a common publication detailing the findings of the Q-Team. This seminar is primarily aimed at students wishing to explore their interests in historical research and who wish to gain practical research experience in a cooperative and guided setting.

 

Course by Svenja Huck

Projekttutorium 51640: Auf der Suche nach einer alternativen Geschichte der Türkei

(Die. 12-14 Uhr, FRS. 191-193, Raum 5061)

In diesem Projekttutorium begeben wir uns auf die Suche nach Quellen und Erzählungen, die zu einem Verständnis der modernen Türkei führen sollen, dass den Rahmen des vorherrschenden Diskurses übersteigt und kritisch hinterfragt. Wir werden uns mit marginalisierten Gruppen beschäftigen und betrachten, was zu ihrer Marginalisierung führte. Ziel des interdisziplinären Tutoriums ist es, die aktuellen politischen Entwicklungen in der Türkei multiperspektivisch zu betrachten. Neben der Grundlage des Tutoriums, gemeinsam einführende Texte zu lesen und zu diskutieren, ist der Titel des Tutoriums wegweisend. Auf der Suche nach einer alternativen Geschichte geht es genau um die Frage, auf welchen Wegen sich marginalisierte Geschichten finden lassen. Dazu ist der Kreativität eigentlich keine Grenze gesetzt und das Angebot, das vor allem momentan aus der Türkei nach Berlin kommt, ist riesig. Während die wöchentlichen Tutoriumssitzungen den Kern bilden werden, können diese durch die gemeinsame Teilnahme an Diskussionsveranstaltungen, Kinofilmen, Lesungen, Gedenkveranstaltungen, Theaterbesuchen etc., die in Zusammenhang mit unseren Themen stehen, ergänzt werden. Für die Seminarsitzungen selbst ist geplant, externe Experten einzuladen, die entweder in der Türkei selbst Akademiker sind oder sich in Deutschland mit unseren Sitzungsthemen im akademischen Rahmen befassen. Türkische Sprachkenntnisse sind von Vorteil, jedoch natürlich keine Voraussetzung. Der Umgang mit englischen Texten sollte kein Problem darstellen.