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Humboldt-Universität zu Berlin - Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts

Maria Neumann, M.A.

Name
Maria Neumann M.A.
E-Mail
maria.neumann.1 (at) hu-berlin.de

Einrichtung (OKZ)
Philosophische Fakultät → Institut für Geschichtswissenschaften → Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts
Sitz
Friedrichstraße 191-193
Telefon
(030)2093-70587
Fax
(030)2093-70644
Postanschrift
Unter den Linden 6, 10099 Berlin

 

 

Vita   |   Forschung   |   Publikationen

 

 

Vita


 

09/2016 - 03/2017

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts der Humboldt-Universität zu Berlin (Prof. Dr. Thomas Mergel)

 

seit 01/2016

Stipendiatin des Evangelischen Studienwerks Villigst

 

Doktorandin seit Sommersemester 2015

 

01/2015 Master of Arts

Masterarbeit: „Das Bistum Berlin 1945-1979. Eine Ost-West-Beziehungsgeschichte.“

 

07/2011 - 09/2014

Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts der Humboldt-Universität zu Berlin (Prof. Dr. Thomas Mergel)

 

09/2011 Bachelor of Arts

Bachelorarbeit: „Erinnerung und Verdrängung von sexueller Zwangsarbeit in KZ-Häftlingsbordellen.“

 

04/2011 - 06/2011 

Praktikantin, Leo-Baeck-Institute, New York

 

10/2007 - 01/2015

Studium der Geschichte, Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität Potsdam und der Uniwersitet Wrocławski

 

09/2006 - 09/2007

Europäischer Freiwilligendienst, Verein Gedenkdienst, Wien

 

2006

Abitur, Martin-Luther-Gymnasium, Eisenach

 

 

 

Forschungsprojekt


 

Religion in der geteilten Stadt. Religiöse Vergesellschaftung und Kalter Krieg in Berlin

 

Berlin war zwischen 1945 und 1990 der symbolische Ort einer in zwei Blöcke geteilten Welt. Nicht jede Verbindung wurde dabei aber unterbrochen. Manche Kommunikationsformen blieben über den Eisernen Vorhang hinweg – jedenfalls rudimentär – erhalten. Christliche Gemeinschaften etwa hatten den Anspruch, ihre kirchliche Einheit über staatliche Grenzen aufrechtzuerhalten und zu verteidigen. Trotzdem stellten sie nicht erst 1990 konfessionsübergreifend fest, dass – mit den Worten von Kurt Scharf – „die Kirchen im Westen und Osten […] völlig verschiedene Sprachen sprechen...“[1] Mit Blick auf die Stadt Berlin frage ich in meinem Promotionsprojekt deshalb, wie religiöse Vergesellschaftung unter den Bedingungen der Trennung funktionierte und in welcher Weise Organisationen und Praxen unterschiedlicher kirchlicher Ebenen und Milieus in der Lage waren, die Mauer zu überwinden. Die Fragestellung richtet sich also auf die gegenseitige Beobachtung, geteilte Kommunikation und wechselseitige Beeinflussung der beiden deutschen Gesellschaften. Dabei werden christliche Gemeinschaften vor dem Hintergrund des Kalten Kriegs aber nicht als isolierte Institutionen betrachtet, sondern nach ihrem Potential für eine grenzübergreifende Verflechtungsgeschichte des geteilten Berlins gefragt. Basierend auf Archivalien, kirchlichen Printmedien, Ego-Dokumenten und Zeitzeugeninterviews zielt die Darstellung somit darauf ab, christliche Gemeinschaften in der DDR und in der Bundesrepublik beziehungsweise in Ost- und West-Berlin nicht einfach bloß als „Selbige“ oder „die Anderen“ zu fassen, sondern auf der Grundlage ihres gemeinsamen Erfahrungshorizontes Verflechtungen herauszuarbeiten, die nicht nur auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten hindeuten, sondern den Wandel von Einstellungen und Werten als mögliche Wechselwirkungen beschreiben.

 

[1] Zitat: Bischof Kurt Scharf, in: Seidel 1989, S. 136.

 

 

Publikationen


Neumann, Maria: Der Nächste ist ein Anderer. Grenzübergreifende Gemeindepartnerschaften in Berlin und Brandenburg während des Kalten Kriegs, in: Interdisciplinary Journal for Religion and Transformation in Contemporary Society 4 (2018), S. 224-253

 

"Wir gehören zusammen!" Christliche Gemeinschaft und kirchliche Zeitungen im geteilten Berlin, in: Deutschland Archiv, 6.12.2017
http://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/deutschlandarchiv/259675/wir-gehoeren-zusammen-christliche-gemeinschaft-und-kirchliche-zeitungen-im-geteilten-berlin

 

Religion in der geteilten Stadt. Christliche Vergesellschaftung und Kalter Krieg in Berlin, in: Mitteilungen zur Kirchlichen Zeitgeschichte 11 (2017), S. 115-124.

 

Rezension zu: Claudia Lepp: Wege in die DDR. West-Ost-Übersiedlungen im kirchlichen Bereich vor dem Mauerbau, Göttingen: Wallstein 2015, in: sehepunkte 16 (2016), Nr. 2.