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Humboldt-Universität zu Berlin - Neueste und Zeitgeschichte

 

Payk: Frieden durch RechtMarcus M. Payk

Frieden durch Recht?

Der Aufstieg des modernen Völkerrechts und der Friedensschluss nach dem Ersten Weltkrieg

 

Reihe: Studien zur Internationalen Geschichte 42

Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018

747 Seiten

ISBN: 978-3-11-057845-4

 

»Versailles" und die Verrechtlichung der internationalen Politik Bei keinem anderen Frieden der neuzeitlichen Geschichte spielte die Berufung auf Recht und Gerechtigkeit eine so prominente Rolle wie nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Im Gegensatz zu bisherigen Darstellungen, die sich vornehmlich auf eine Demütigung Deutschlands durch das "Versailler Diktat" konzentrieren, bietet diese breit angelegte Neuinterpretation der gesamten Pariser Friedenskonferenz von 1919/20 ein differenziertes Bild. Marcus Payk kann anhand zahlreicher Beispiele nachweisen, welche politische Kraft, aber auch welche unkontrollierbare Eigenlogik völkerrechtlichen Argumenten und Akteuren während der Friedensverhandlungen zukam. Erst durch die Berücksichtigung der normativen Erwartungen der Vorkriegs- und Kriegszeit werden die Friedensabkommen mit Deutschland, Österreich, Ungarn, Bulgarien und dem Osmanischen Reich verständlich.