Humboldt-Universität zu Berlin - Chair for the History of Science

M.A. Julia Steinmetz

Name
M.A. Julia Steinmetz
Email
j.steinmetz (at) hu-berlin.de

Vita

Julia Steinmetz studied Cultural Theory and History, Archaeology, Art and Visual History and History at Humboldt-University. Since April 2020, she has been a scientific researcher and doctoral candidate of the DFG Research Training Group "Literary and Epistemic History of Small Forms“. Her doctoral thesis investigates the materiality of historical knowledge and asks about the significance of handwritten paper objects for the beginnings of a history of science around 1900. Using the example of Ludwig Darmstaedter's autograph collection, the project examines the significance of material collections as a resource for research in the history of science and technology. 

 

Research interests

- History of science in the 19th and 20th century
- Materiality and Mediality of Research Collections in the Humanities
- Media of History

 

Research project

(English version forthcoming)

Sammelnd Geschichte schreiben. Die Autographensammlung Darmstaedter und ihre Bedeutung als historiographische Materialsammlung.

 

Das Dissertationsprojekt nimmt mit der Ludwig Darmstaedter‘schen Autographensammlung der Wissenschaft und Technik eine der umfangreichsten wissenschaftshistorischen Materialsammlungen in den Blick. Als breit angelegtes Sammelprojekt um 1900 entstanden, speichert sie den innovativen Vorstoß, anhand der kleinen Form des Autographen die Erforschung der Wissenschafts- und Technikgeschichte voranzutreiben. Wie diese Arbeit zeigen möchte, übten Sammelpraxis und Medieninnovation, zeitgenössische Diskurse um Bedeutung und Materialität historischer Dokumente nicht nur prägenden Einfluss auf diese Sammlung aus, sondern bestimmten ebenso den aus der Autographensammlung resultierenden Geschichtsentwurf. Das historiographische Konzept gründet somit auf einer Interdependenz von Medien und Geschichte, die anhand des reichhaltigen Sammlungsbestandes exemplarisch untersucht wird. Das Projekt leistet so einen Beitrag zur Geschichte der Wissenschafts- und Technikgeschichte, indem es die Materialien fokussiert, die deren Entstehung um 1900 ermöglichten.

 

Talks

  • 05/2022: „Dokumentierende Autographe. Handschriftliche Papierobjekte und ihr Einsatz für die Wissenschaftsgeschichte“, Tagung „Dokumentwerden. Zeitlichkeit – Arbeit – Materialisierung, DFG Graduiertenkolleg 2132 „Das Dokumentarische. Exzess und Entzug“/Ruhr Universität Bochum
  • 11/2021: „Handschriften sammeln, Geschichte vereinen. Die Autographensammlung als Ressource“, Tagung „Ressource ‚Schriftträger‘. Materielle Praktiken der Literatur zwischen Verschwendung und Nachhaltigkeit“, RWTH Aachen und Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
  • 09/2021: „In Autographen denken. Gesammelte Geschichte der Wissenschaften um 1900“, Workshop „Kleine Formen der Wissenschaftsgeschichte“/HU, Organisation zusammen mit Alexander Soytek
  • 06/2016: „Deutsche Dialektaufnahmen. Der Sprachatlas und die Wenker’schen Sätze“, Gastvortrag in der Vorlesung „Gefangene Stimmen. Zur Aktualität der Tonaufnahmen aus dem Lautarchiv der HU“, PD Dr. Britta Lange/Kulturwissenschaft HU.