Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Geschichtswissenschaften

Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Geschichtswissenschaften | Ankündigungen | Ringvorlesungen | Ringvorlesung "Mein liebstes Sachbuch" - WiSe 2019/20

Ringvorlesung "Mein liebstes Sachbuch" - WiSe 2019/20

Leitung: Prof. Dr. Anke te Heesen, Assistenz: Benjamin Conrad
Montags, 16-18 Uhr
Dorotheenstraße 24, 1.101

 

 

Vielleicht lag das Buch über die Graugänse von Konrad Lorenz auf dem Geburtstagstisch oder es war Cerams „Götter, Gräber und Gelehrte“ im Regal der Eltern, das die jugendliche Aufmerksamkeit erregte. Vielleicht war es aber auch erst viel später, im ersten Semester, dass Marc Blochs „Apologie der Geschichte“ elektrisierte oder Michel Foucaults „Überwachen und Strafen“. Welches Sachbuch – verstanden als im weitesten Sinne Wissenschaftsprosa – auch immer zu Beginn des Interesses für Welt und Geschichte aufgetaucht ist, das Buch ist es wert vorgestellt zu werden.

Die Vorlesung widmet sich den entscheidenden biographischen Lektüren der Lehrenden am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Nicht Selbstbespiegelung soll damit erreicht werden als vielmehr den Beginn einer Faszination oder einer Entscheidung genauer in den Blick zu nehmen und dafür ein geeignetes Vokabular zu finden. Welche Bücher waren ausschlaggebend, um das Interesse für Politik und Gesellschaft, für Geschichte und Ökonomie, aber auch für Körper und Hexen, religiöse Rituale und institutionelle Infrastrukturen zu wecken? Im besten Fall entwickelt sich im Laufe des Semesters eine kleine Soziographie des Instituts für Geschichtswissenschaften, bestehend aus zahlreichen Weberschen Berufungen, die doch so ernst gemeint sind, dass sie sich zugleich selbst aufs Korn nehmen können.

 

 

Programm

 

21. Oktober

Anke te Heesen, Eröffnung.

 

28. Oktober

Aloys Winterling, Niklas Luhmann, Soziologische Aufklärung, Opladen 1970.

 

4. November

Jörg Baberowski, Martin Heidegger, Sein und Zeit, Tübingen 1963.

 

11. November

Heike Wieters, Sandrine Kott, Sozialstaat und Gesellschaft. Das Kaiserreich in Europa, Göttingen 2014.

 

18. November

Andreas Eckert, Nigel Barley, Traumatische Tropen. Notizen aus meiner Lehmhütte, Stuttgart: Klett Cotta, 1990.

 

25. November

Hannes Grandits, Karl Kaser: Hirten, Kämpfer, Stammeshelden. Ursprünge und Gegenwart des balkanischen Patriarchats. Wien / Köln / Weimar 1992.

 

2. Dezember 

Claudia Tiersch, Steffen Martus: Aufklärung. Das deutsche 18. Jahrhundert - ein Epochenbild. Berlin 2015.

 

9. Dezember 

Michael Wildt, Hannah Arendt, Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen, München 1964.

 

16. Dezember

Christoph Bernhardt, Rudolf Bahro: Die Alternative, Köln/Frankfurt 1977. Ders., Logik der Rettung – von der Kritik des Realen Sozialismus zum ökologischen Fundamentalismus Stuttgart / Wien 1989.

 

6. Januar 2020

Ruth Leiserowitz, Victor Klemperer: LTI. Notizbuch eines Philologen. Reclam-Verlag, Leipzig 1966, Reclams Universal-Bibliothek, Band 278.

 

13. Januar

Matthias Pohlig, Koselleck, Reinhart, Vergangene Zukunft. Zur Semantik geschichtlicher Zeiten, Frankfurt a.M. 1979.

 

20. Januar

Rüdiger Hohls, Wikipedia und die Kapitulation der analogen Enzyklopädien: Die Beispiele Brockhaus Enzyklopädie und Encyclopædia Britannica.

 

27. Januar 

Johannes Helmrath, Ernst Robert Curtius, Lateinische Literatur und europäisches Mittelalter, Bern 1948.

 

3. Februar

Gabriele Metzler, James C. Scott, Seeing Like A State. How Certain Schemes to Improve the Human Condition Have Failed, New Haven: Yale UP 1999.

 

10. Februar

Martin Sabrow, Ernst von Salomon, Der Fragebogen. Hamburg 1951.