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Humboldt-Universität zu Berlin - Europäische Geschichte des 19. Jahrhunderts

Albrecht Spranger, M.A.

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Name
Albrecht Spranger M.A.
E-Mail
albrecht.spranger (at) googlemail.com

Vita

Seit 11/2013

Doktorand am Lehrstuhl für Europäische Geschichte des 19. Jahrhunderts an der Humboldt-Universität zu Berlin (Arbeit eingereicht im Mai 2018)

11/2017

Einmalige Promotionsförderung durch die Simone-Weil-Stiftung
07/2017 –04/2018  Stipendiat der FAZIT-Stiftung
07/2014 – 06/2017 Stipendiat des Elsa-Neumann-Stipendiums des Landes Berlin
06/2013 – 09/2014 Freier Mitarbeiter am Projekt ‚Die Liste der jüdischen Einwohner im Deutschen Reich 1933-1945‘ des Bundesarchivs Lichterfelde
2010 – 2013 Masterstudium der Geschichtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin
2008 – 2013 Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung

2006 – 2010

Bachelorstudium der Geschichtswissenschaften und Erziehungswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin

Publikationen

Rezension Romy Langeheine: Von Prag nach New York. Hans Kohn. Eine intellektuelle Biographie, in: Medaon. Magazin für jüdisches Leben in Forschung und Bildung 19 (2016), http://www.medaon.de/de/artikel/romy-langeheine-von-prag-nach-new-york-hans-kohn-eine-intellektuelle-biographie-2/

Artikel Hulda Zlocisti – Women in the Zionist movement, in: ZioScience, 17.11.2016, http://zioscience.wixsite.com/zioscience/single-post/2016/11/17/Hulda-Zlocisti-–-Women-in-the-Zionist-movement

Tagungsbericht Streben nach Emanzipation? Judentum und Arbeiterbewegung im 20. Jahrhundert, 31.01.2016 – 02.02.2016 Berlin, in: H-Soz-Kult, 28.06.2016, http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6583

Rezension Dimitry Shumsky: Zweisprachigkeit und binationale Idee. Der Prager Zionismus 1900–1930, in: haGalil, 18.05.2016, http://www.hagalil.com/2016/05/shumsky/

Rezension Ivonne Meybohm: Zionismus. David Wolffsohn – Aufsteiger, Grenzgänger, Mediator, in: haGalil, 21.01.2016, http://www.hagalil.com/2016/01/wolffsohn/

Rezension Samuel Salzborn (Hg.): Zionismus. Theorien des jüdischen Staates, in: haGalil, 24.09.2015, http://buecher.hagalil.com/2015/09/zionismus/

Rezension Hans-Joachim Hahn / Olaf Kistenmacher (Hgg.): Beschreibungsversuche der Judenfeindschaft. Zur Geschichte der Antisemitismusforschung vor 1944, in: haGalil, 24.02.2015, http://buecher.hagalil.com/2015/02/antisemitismusforschung/

Forschungsprojekt

„Theodor Zlocisti – Die multiplen Zugehörigkeiten eines Zionisten“

Das Dissertationsprojekt untersucht anhand des frühen Zionisten Theodor Zlocisti (1874–1943) die multiplen Zugehörigkeiten und Möglichkeiten im deutschen Zionismus. Zlocisti war einer der ersten deutschen Zionisten, nahm am Ersten Zionistenkongresses teil und engagierte sich in einer ganzen Reihe national-jüdischer Organisationen. Seinen Zeitgenossen war er als Propagandaredner der zionistischen Partei, Autor verschiedenster Zeitschriftenprojekte und Gedichtbände sowie Biograph Moses Hess’ und Übersetzer aus dem Jiddischen bekannt. Er spielte vor allem in den Anfangsjahren eine wichtige Rolle im deutschen Zionismus. 1920 emigrierte er nach Palästina. Dort lebte er fortan in Tel Aviv und später in Haifa. Auf einen ersten Blick erscheint Zlocistis Biographie zielgerichtet vom Frühzionismus der 1890er Jahre auf die Auswanderung hinzulaufen. Schaut man jedoch genauer hin, so wird schnell deutlich, dass seine Biographie keineswegs geradlinig verlief, sondern durch vielfache Widersprüche gekennzeichnet war. Zlocisti stand immer wieder zwischen den Stühlen und fühlte sich verschiedenen, teils widersprüchlichen Ideen oder Gruppen zugehörig. Mit einer eindimensionalen Lesart und Einordnung Zlocistis in starre Analysekategorien lässt sich seine Person daher nur unzureichend fassen. Als Zugang für das Verständnis von Zlocistis Person und seiner Entwicklung sollen deshalb multiple (auch nationale) Zugehörigkeiten in den Mittelpunkt rücken. Dabei geht die Arbeit davon aus, dass Zlocistis Leben und Wirken gerade wegen seiner Besonderheiten und vielfachen Anknüpfungspunkte an verschiedene innerjüdische und darüberhinausgehende Debatten einen Blick auf die historische Offenheit und Widersprüchlichkeiten des deutschen Zionismus zulässt. Denn wenngleich Zlocisti als radikales Beispiel gelten muss, dessen Positionen keinesfalls mit denen der Mehrheit deutscher Zionisten identisch waren, so lassen sich anhand seines publizistischen Werks und Engagements doch die ambivalenten Zugehörigkeiten deutscher Zionisten aufzeigen.