Humboldt-Universität zu Berlin - Europäische Geschichte des 19. Jahrhunderts

Jan-Martin Zollitsch

Name
Jan-Martin Zollitsch
Status
Doktorand
E-Mail
zollitsch (at) hu-berlin.de

Einrichtung
Philosophische Fakultät →
Institut für Geschichtswissenschaften →
Europäische Geschichte des 19. Jahrhunderts
Funktion / Sachgebiet
Doktorand /
19. Jahrhundert

Dissertationsvorhaben

Die deutschen Armeen und exzessive Gewalt im Deutsch-Französischen Krieg (1870/71)

Das Promotionsprojekt mit dem Arbeitstitel „Die deutschen Armeen und exzessive Gewalt im Deutsch-Französischen Krieg (1870/71)“ erörtert die Frage einer spezifischen militärischen Gewaltkultur deutscher Soldaten in einem Krieg, der als Ausgangspunkt eines „German way of war“ bezeichnet worden ist. Das Dissertationsvorhaben nimmt sich damit des Desiderats an, die Dimensionen exzessiver Gewalthandlungen deutscher Truppen in Frankreich 1870/71 neu zu erkunden.

Neben grundlegender empirischer Forschung beabsichtigt das Projekt eine Reihe von Neuperspektivierungen in Bezug auf die gängige historiographische Darstellung des Deutsch-Französischen Krieges. Damit gemeint ist unter anderem eine Abkehr von Sedan- und Paris-zentrierten Erzählweisen. Im Fokus steht stattdessen (1.) der ‚kleine(re) Krieg‘ in der Fläche in der Kriegsphase nach Sedan. Damit verbunden ist (2.) ein emotionshistorischer Ansatz, der ‚Erbitterung‘ als charakteristische emotionale Disposition deutscher Soldaten nach Sedan begreift. Verknüpft mit der ‚Erbitterung’ ist (3.) die ‚Verwilderung’ – ein weiterer Quellenbegriff, der zu einem heuristischen Werkzeug und damit zu einem Leitkonzept weiterentwickelt werden kann. Er bezeichnet allgemein die militärische Krise nach Sedan sowie konkret ein Sich-Einfinden in unkonventionelle bis irreguläre oder gar illegitime Praktiken der Gewalt. Mit der Feldgendarmerie und der Militärgerichtsbarkeit nimmt das Projekt (4.) die beiden designierten Institutionen zur Aufrechterhaltung von militärischer Ordnung und Disziplin bzw. Sanktionierung davon abweichenden Verhaltens in den Blick, die in der Forschung bisher nicht berücksichtigt worden sind. Nicht zuletzt kommt (5.) der Besatzungsherrschaft eine wichtige Bedeutung zu und zwar über das Kriegsende hinaus, endete doch die Besatzungszeit in Teilen Frankreichs erst im Sommer 1873.

Die skizzierten Schwerpunktsetzungen und Ansätze laufen im Konzept der ‚militärischen Gewaltkultur‘ zusammen. Dieses Konzept unterschlägt dabei nicht die Unterschiede in den Militärkulturen der verbündeten deutschen Armeen im Deutsch-Französischen Krieg, sondern sucht diese herauszuarbeiten. Genauso stellt sich aber die Frage nach einer möglichen Vergemeinschaftung im Kriegsverlauf hin zu einer gemeinsamen militärischen Gewaltkultur aufgrund verbindender Kriegs- und Gewalterfahrungen.

Die Resultate des Dissertationsvorhabens sollen nicht nur neue Erkenntnisse zur quantitativen Dimension der exzessiven Gewalt deutscher Soldaten 1870/71 liefern – und diese im Hinblick auf zeitliche und räumliche Verdichtungen und Muster darstellbar werden lassen –, sondern ebenso neue Anstöße zum Verhältnis von Gewalt, Legitimität und Emotionen bereithalten.

Das Forschungsprojekt war als Teilprojekt 4 Teil der ersten Förderphase (2022 bis 2025) der DFG-Forschungsgruppe „Militärische Gewaltkulturen – Illegitime militärische Gewalt von der Frühen Neuzeit bis zum Zweiten Weltkrieg“

The German Armies and Excessive Violence during the Franco-Prussian War, 1870–71
Drawing on the concept of military cultures of violence, my dissertation examines the extent and nature of excessive violence committed by the German armies during the Franco-Prussian War. Moving beyond traditional narratives centered on Sedan and Paris, the study shifts its focus to the post-Sedan phase of the war and military operations in the province. In this context, the concept of a fragmented “small(er) war” becomes central. This perspective is complemented by an approach rooted in the history of emotions that identifies “embitterment” (Erbitterung) as a key emotional driver of violent behavior and links it to processes of “brutalization” (Verwilderung). Particular attention is also paid to the German occupation regime, whose significance extended beyond the end of hostilities, with parts of France remaining under occupation until the summer of 1873.

Wissenschaftliche Tätigkeiten und Stipendien

06/2025 bis 05/2026

IEG-Stipendium für Promovierende (12 Monate)
Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) in Mainz (Link)

01/2022 bis 05/2025

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Europäische Geschichte des 19. Jahrhunderts (LS 19. Jhd.) am Institut für Geschichtswissenschaften (IfG) der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und Bearbeiter des Forschungsprojekts (zugleich Promotionsprojekt) zur exzessiven Gewalt deutscher Soldaten im Deutsch-Französischen Krieg (1870/71) im Rahmen der DFG-Forschungsgruppe „Militärische Gewaltkulturen – Illegitime militärische Gewalt von der Frühen Neuzeit bis zum Zweiten Weltkrieg“

07/2020 bis 09/2021

Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Elternzeitvertretung, 50%-Stelle)

HU, IfG, LS 19. Jhd.

07/2019 bis 10/2019

Wissenschaftliche Hilfskraft

Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin (bei Dr. Britt Schlünz)

04/2019 bis 03/2020

Wissenschaftliche Hilfskraft

Institut für Zeitgeschichte München–Berlin (IfZ), Berlin (bei Dr. Franziska Kuschel)

01/2017

Studentische Hilfskraft

HU, Theol. Fak., Tagung „Mission und dekoloniale Perspektive“

08/2015

Neuverzeichnungsprojekt Archiv St. Ludwig, Berlin

04/2015 bis 05/2020

Studentische Hilfskraft

HU, IfG, LS 19. Jhd.

02/2015 bis 03/2015

Praktikum

Deutsches Historisches Institut in Rom

03/2014 bis 09/2014

Studentische Hilfskraft

HU, IfG, LS 19. Jhd.

Studium

Seit 05/2025

Promotionsstudium „Geschichtswissenschaften“, Humboldt-Universität zu Berlin
Anmerkung: Eine Immatrikulation als Promotionsstudent war davor nicht notwendig, da ich auch als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der HU promovieren konnte.

10/2013 bis 05/2020

Masterstudium „Moderne Europäische Geschichte“, Humboldt-Universität zu Berlin

  • Masterarbeit: „Die ‚Provinzialisierung‘ Herrnhuts: Der Erste Weltkrieg und seine Folgen für die deutsche Brüdergemeine“
  • Erasmus+, King's College London (09/2014 bis 12/2014)
09/2009 bis 03/2013

Bachelorstudium „Geschichte“ mit Nebenfach „Politikwissenschaft“, Ludwig-Maximilians-Universität München

  • Bachelorarbeit: „Annäherung, Transfer, Synthese? Die Monatsschrift ITALIEN und ihr Herausgeber Werner von der Schulenburg“
  • Erasmus, Università degli Studi di Torino (10/2011 bis 03/2012)

Veröffentlichungen

Rezension zu: Nicola Camilleri, Una cultura delle armi. Identità maschile e società di tiro nell'Impero tedesco (1871-1914). Carocci: Roma 2024, auf: H-Soz-Kult, 08.05.2026, https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-151299.

„Das Getöse war sinnverwirrend.“ Sound- und Beschusserfahrungen im Deutsch-Französischen Krieg (1870/71), in: Martin Clauss, Gundula Gahlen und Oliver Janz (Hrsg.), Der Sound des Krieges. Belliphonie von der Antike bis zur Gegenwart. (Krieg und Konflikt, Bd. 28.) Campus: Weinheim 2025, S. 133–158. [DOI: 10.12907/978-3-593-46234-9] [E-Book im PDF-Format über die Verlagsseite zum freien Download als Open-Access-Publikation]

Religious Reorientations and the First World War: The ‘Provincialisation’ of Herrnhut and the ‘Invention’ of Schönstatt, in: Kristien Suenens, Michael Snape und Martin Baumeister (Hrsg.), Christian Churches and Postwar Society. European and North American Perspectives on the Impact of the First World War. (KADOC Studies on Religion, Culture & Society) Leuven University Press: Leuven 2025, S. 143–168. [DOI: 10.11116/9789461666604] [seit Juli 2026 auch bereitgestellt als Zweitveröffentlichung auf dem edoc-Server der HU: https://edoc.hu-berlin.de/18452/38432 bzw. DOI: 10.18452/37765]

„Der kleine Krieg ist jetzt in vollem Gange.“ Thesen für eine Neuperspektivierung des Deutsch-Französischen Krieges, in: Birgit Aschmann, Jan C. Behrends, Sönke Neitzel und Christin Pschichholz (Hrsg.), „When you catch one kill him slowly“. Militärische Gewaltkulturen von der Frühen Neuzeit bis zum Zweiten Weltkrieg. (Krieg und Konflikt, Bd. 23.) Campus: Frankfurt am Main 2024, S. 217–246. [DOI: 10.12907/978-3-593-45871-7] [E-Book im PDF-Format über die Verlagsseite zum freien Download als Open-Access-Publikation

Der Golem, der Erdarbeiter und der Landvermesser. Literarische Figurationen von Erdbewegungen und -perspektiven im Kontext des Ersten Weltkriegs, in: KulturPoetik. Zeitschrift für kulturgeschichtliche Literaturwissenschaft Bd. 24 (2024) Heft 2 [Kafkas Provinzen], S. 230–256. [DOI: 10.13109/kult.2024.24.2.230]

Perspektiven auf Religion und Sicherheit in der Weimarer Republik. Reorientierungsversuche in der Missionsarbeit, in: Martin Platt (Hrsg.), Auf der Suche nach Sicherheit? Die Weimarer Republik zwischen Sicherheitserwartungen und Verunsicherungsgefühlen. (Weimarer Schriften zur Republik, Bd. 23.) Franz Steiner Verlag: Stuttgart 2024, S. 223–250. [DOI: 10.25162/9783515136907]

Les Francs-tireurs / Les Prussiens en France [Artikel in der Beitragsreihe zur Posteraustellung auf dem 54. Historikertag in Leipzig 2023], auf: L.I.S.A. Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung, 17.09.2023, https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/posterausstellung2023_zollitzsch.

Der Krieg und ein Ordnungsversuch: Die ersten Verlustlisten 1914, in: Nina Kreibig, Thomas Macho und Moisés Prieto (Hrsg.), Ordnungen des Todes. Von Listen, Statistiken und Dunkelziffern über das Sterben und die Verstorbenen. (Tod und Agency. Interdisziplinäre Studien zum Lebensende, Bd. 1.) transcript Verlag: Bielefeld 2023, S. 195–213. [DOI: 10.14361/9783839464007-012] [seit Dez. 2024 auch bereitgestellt als Zweitveröffentlichung auf dem edoc-Server der HU: https://doi.org/10.18452/30853]

Von der Weltmission zurück in die Ortsgemeine? Probleme und Perspektiven der Brüdergemeine im Ersten Weltkrieg, in: Unitas Fratrum. Zeitschrift für Geschichte und Gegenwartsfragen der Brüdergemeine 81 (2022 [ausgegeben: 2023]), S. 355–390. [DOI: 10.71704/unfr.v81i1.106493]

‚Tod und Krise‘ im Ersten Weltkrieg, in: Anja Maria Hamann, Nina Kreibig und Katja Martin (Hrsg.), Tod und Krise. Totenfürsorge und Bestattungspraktiken im langen 19. Jahrhundert. arijeh-Verlag: Potsdam 2021, S. 222–248. [Verlagsinfo und Leseprobe]

Tra Mussolini e Hitler. Le ambivalenze del Widerstand nei casi di Franz Lipp e Werner von der Schulenburg, in: Federico Trocini (Hrsg.), Tedeschi contro Hitler? La società tedesca tra nazionalsocialismo e Widerstand. Rubbettino Editore: Soveria Mannelli 2021, S. 49–63. [Verlagsinfo]

Tagungsbericht: Katholische Dunkelräume: Die Kirche und der sexuelle Missbrauch, 08.10.2020 – 09.10.2020 Bonn, auf: H-Soz-Kult, 12.12.2020, https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/fdkn-127401.

Nixon auf Guam: Versuch einer Darstellung der außenpolitischen Neuausrichtung des 37. Präsidenten der Vereinigten Staaten in „Inselsprüngen“, in: Die junge Mommsen 1 (2019), S. 288–318. [DOI: 10.18452/20173]

(mit Lea Frese-Renner) Tagungsbericht: HT 2018: Momente des Separatismus. Eine Emotionsgeschichte aktueller europäischer Unabhängigkeitsbewegungen: Katalonien, Schottland, Südtirol und Kosovo, 25.09.2018 – 28.09.2018 Münster, auf: H-Soz-Kult, 09.11.2018, https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/fdkn-126518.

Guam als Archipel? Einführung in die Island Studies, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 32–33/2018 (06.08.2018), S. 41–46. [Online-Fassung] [ganzes Heft]

Tagungsbericht: 100 Jahre Friedensappell Papst Benedikts XV. 'Dès le début', 06.09.2017 – 08.09.2017 Berlin, auf: H-Soz-Kult, 07.10.2017, https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/fdkn-125939.

Weitere Formate:

Video in der Serie „3 Minuten, 3 Fragen“ der „Early Career Initiative“ des Forschungsverbunds MKGD (Militär, Krieg und Geschlecht/Diversität), 15.01.2026, https://www.youtube.com/watch?v=ibrSUn1YrTc. Siehe auch den zugehörigen Post auf dem MKGD-Blog: https://mkgd.hypotheses.org/early-career-initiative/videos.

Vorträge (Auswahl)

„Erbitterung. Zur Gewalt im Deutsch-Französischen Krieg aus emotionsgeschichtlicher Perspektive“, Forschungskolloquium zur Europäischen Geschichte des 19. Jahrhunderts (Prof. Dr. Birgit Aschmann), Humboldt-Universität zu Berlin, 22.06.2026.

„Warum der Deutsch-Französische Krieg doch nicht so langweilig ist, wie ich immer dachte (5 Thesen)“, Dis(cuss) my Diss. Eine Veranstaltung des Promovierendennetzwerks am IfG, Humboldt-Universität zu Berlin, 11.06.2026.

„‚Now, however, all this is changed. The soldier has to be gentle, as well as brave.‘ The Franco-Prussian War as a Turning Point in Military Masculine Sensibilities?“, Second International MKGD-ZMSBw Conference: Masculinities, Militaries, and Mass Violence in Transition, Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Potsdam, 22.01.2026.

„Revisiting Isabel Hull’s thesis on the origins of Prusso-German ‚military extremism‘ in the Wars of German Unification twenty years on“, Society for the History of War (SHoW) Conference 2025: Cultures of War and Violence, Potsdam, 28.11.2025.

„Digging through the Hinterland(s) of the Front(s) during the Great War“, Pencils of Nature. Photography and the Rural European Environment During the Long 19th Century, Université Paris Cité, Paris, 14.11.2025. Konferenz im Rahmen des Circle U.-finanzierten PICTURE-Projekts. Außerdem wurde eine begleitende Foto-Ausstellung erarbeitet, für die ich zwei Fotografien ausgewählt sowie einen Ausstellungstext mitverfasst habe.

„Normen im Deutsch-Französischen Krieg (1870/71)“, Wer hat Angst vor Normativität? 40 Jahre Historische Friedens- und Konfliktforschung. Tagung des Arbeitskreises Historische Friedens- und Konfliktforschung, Universität zu Köln, 22.11.2024. [Video-Mitschnitt]

„Reorientierung nach innen. Die Neuausrichtung von Missionsarbeit infolge des Ersten Weltkriegs“, Workshop on current research on religion and decolonization, veranstaltet vom Forschungsverbund „The Global Pontificate of Pius XII – Catholicism in a Divided World, 1945-1958“), Humboldt-Universität zu Berlin, 08.11.2024.

„The ‚small war‘ after Sedan: German soldiers, emotions and excesses of violence (1870/71)“, Society for the History of War (SHoW) Conference: Histories of Violence in War, Lissabon, 24.11.2023.

„‚Erbitterung‘: Eine emotionshistorische Perspektive auf den ‚kleinen Krieg‘ 1870–71“, Gewalt im politischen Raum. Wahrnehmung, Diskurse, Emotionen in Deutschland und Frankreich (19.–21. Jahrhundert). Kolloquium des Deutsch-Französischen Historikerkomitees in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Institut Paris, Paris, 09.11.2023.

„Die ‚Erbitterung‘ des ‚erzürnten Siegers‘: Exzessive Gewalt im Deutsch-Französischen Krieg nach ‚Sedan‘“, Kolloquium Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts (Prof. Dr. Thomas Mergel), Humboldt-Universität zu Berlin, 25.10.2023.

„Das ‚Rasseln der Mitrailleusen‘ und die ‚sensiblen Nerven‘ – der ‚Sound des Krieges‘ 1870/71 und seine Auswirkungen“, Der Sound des Krieges. Interdisziplinäre und interepochale Fachtagung des Arbeitskreises Militärgeschichte (AKM) e. V., Freie Universität Berlin, 28.09.2023. [Video-Mitschnitt auf YouTube]

„Die Emergenz des Franktireurs im ‚kleinen Krieg‘ 1870/71“, 62. Internationale Tagung für Militärgeschichte (ITMG), Dresden, 14.09.2023.

„Nach Sedan: Die Entgrenzung des Krieges und seine Einhegung 1870/71“, Forschungskolloquium 19. Jahrhundert (Prof. Dr. Ewald Frie), Universität Tübingen, 17.07.2023.

„Nach Sedan: Deutsche Gewalt im ‚kleinen Krieg‘ 1870/71“, Forschungskolloquium zur Neueren Geschichte (Prof. Dr. Oliver Janz), Freie Universität zu Berlin, 20.05.2023.

„Ein ‚kleiner Krieg‘ ohne ‚große Emotionen‘? Emotionshistorische Perspektiven auf den Franktireurkrieg 1870/71“, Workshop „Emotionen im Krieg – Krieg der Emotionen“, LFF-Forschungsgruppe „Gewalt-Zeiten“, Universität Hamburg, 21.04.2023.

„Der Landvermesser und der Erdarbeiter: Erd-Perspektiven nach dem Ersten Weltkrieg“, Tagung „Landvermessungen. Franz Kafka und das Landleben“, Goethe-Institut Prag, 30.03.2023.

„Bürokratie und Emotionen: Zwei Perspektiven auf die Gewaltkultur deutscher Soldaten im Franktireurkrieg 1870/71“,
Gemeinsames Forschungskolloquium/Oberseminar Humboldt-Universität zu Berlin/Universität Tübingen (PD Dr. Johannes Großmann/PD Dr. Malte König), Berlin, 24.01.2023.

„Eine spezifische militärische Gewaltkultur? Feldgendarmerie im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71“,
Forschungskolloquium zur Europäischen Geschichte (PD Dr. Jens Späth), Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, 08.11.2022.

„Sicherheit und Religion in der Weimarer Republik“, Auf der Suche nach Sicherheit. Tagung der Forschungsstelle Weimarer Republik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, 24.09.2021.

„Guam archipelagic: perspectives on (dis)locating an island“, 1st Global Island Studies Webinar, International Small Islands Studies Association (ISISA), online, 25.06.2020.

„Unearthing the Erdarbeiter: on the spatial dimensions of a literary trope“, Judaism and Jewish Studies in the Modern World: The Student Voice. 8th International Student Workshop: Jewish Spaces, Univerzita Palackého v Olomouci, Olmütz, 20.10.2019. 

„The Guam Archipelago: Rethinking the Island as an Archipelagic Constellation“, 5th Global History Student Conference, Freie Universität Berlin, 01.06.2019.

„Von Idealisierung und Abnutzung – Zum Umgang mit toten Soldaten im Ersten Weltkrieg“, Tod und Krise. Ein Studierendensymposium der Humboldt-Universitäts-Gesellschaft und des Selma Stern Zentrums für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, Berlin, 21.03.2019.

„Franz Lipp (1855–1937) und Werner von der Schulenburg (1881–1958) zwischen Deutschland und Italien, Nationalsozialismus und Faschismus, Anpassung und Widerstand“, Tagung „La società tedesca tra nazionalsocialismo e Widerstand“, Istituto di studi storici Gaetano Salvemini, Turin, 29.11.2018.

„Religiöses Leben und Lernen in Krieg und Nachkriegszeit. Die Herrnhuter Brüdergemeine, die Schönstattbewegung und der lange Weg aus dem Ersten Weltkrieg“, Schwerter Arbeitskreis Katholizismusforschung, 32. Jahrestagung, Katholische Akademie Schwerte, 24.11.2018.

„The young religious of Herrnhut and Schoenstatt – (Trans-)national reorientation in the ‚long aftermath‘ of the First World War“, Workshop „The effects of World War I on the Christian Churches in Europe (1918-1925)“, Rom, 13.11.2018.

Lehre

  • Sommersemester 2021: „Was nun?“ (1918) (Religiöse) Reorientierungen nach dem Weltkrieg (Übung)
  • Wintersemester 2020/21: „Blutig und besudelt der liebe Gott“ – Religion im Ersten Weltkrieg (Seminar)

Weitere Tätigkeiten

Mitgliedschaften/Netzwerke (Auswahl)

  • seit 2026 Occupation Studies Research Network
  • seit 2025 Promovierendennetzwerk [Initiative zur Vernetzung der Promovierenden am Institut für Geschichtswissenschaften]
  • seit 2024 Forschungsverbund Militär, Krieg und Geschlecht/Diversität (MKGD)
  • seit 2023 Arbeitskreis Militärgeschichte e. V.
  • seit 2023 Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e. V.
  • seit 2021 Förderverein des Instituts für Geschichtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin e. V. 
  • seit 2018 Archiv im Böhmischen Dorf e. V., Berlin
  • seit 2015 Arbeitsgemeinschaft für die Neueste Geschichte Italiens